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Erster schwuler Premierminister
Belgien: Elio Di Rupo tritt ab
- 08. Oktober 2014 2 Min.

Elio di Rupo führte Belgien knapp drei Jahre lang an (Bild: Luc Van Braekel / flickr / by 2.0)
Elio di Rupo, der erste schwule Premierminister Belgiens, muss das Handtuch nehmen: Nach viermonatigen Koalitionsverhandlungen wird der liberale Charles Michel neuer Regierungschef in Brüssel.
Der frankophone Sozialist di Rupo hatte 2011 das Ruder übernommen, nachdem sich die Parteien erst 541 Tage nach der Wahl auf eine Koalition einigen konnten (queer.de berichtete). Jetzt ging die Regierungsbildung schneller, allerdings werden di Rupos Sozialisten nicht mehr Teil der Koalition sein.
Die am Dienstag vorgestellte neue Mitte-Rechts-Regierung wird von den frankophonen Liberalen angeführt, die mit drei flämischen Parteien eine Koalition eingehen: mit der separatistischen NVA, den Christdemokraten und den Liberalen.
Der designierte Premierminister Charles Michel wäre mit 38 Jahren der jüngste Regierungschef in Belgien. Er gilt als homofreundlich. So verurteilte er 2009 eine Äußerung zu Kondomen von Papst Benedikt XVI als "skandalös".
Di Rupo hatte 2012 davor gewarnt, dass die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben in Belgien abnehme (queer.de berichtete). "Ich denke, dass verschiedene Gruppen in unserem Land gegen die Freiheit sind. In den letzten drei bis vier Jahren hat sich die Atmosphäre verschlechtert. Es gibt viele Opfer", sagte er damals.
Belgien gehört zu den LGBT-freundlichsten Ländern der Welt. Homosexualität ist bereits seit 1795 legal – und damit 174 Jahre länger als in Deutschland. 2003 öffnete Brüssel als zweites Land der Welt nach den Niederlanden die Ehe für Schwule und Lesben. (dk)















So sind z.B. in der Wallonie die ewigen Gegner der Sozialisten nicht die Christdemokraten, sondern seit jeher die Liberalen.