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  • 08. Oktober 2014 8 1 Min.

Kirgisistan war bis 1991 von der Sowjetunion besetzt

Ein Parlaments­ausschuss des kirgisischen Parlament hat die Einführung eines Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" beschlossen, das anders als in Russland sogar Haftstrafen für Schwule und Lesben vorsieht.

Der Abgeordnete Kurmanbjek Dyikanbajew, der das Gesetz mitverfasst hatte, erklärte gegenüber "Radio Liberty", das Gesetz werde nun dem Parlamentsplenum vorgelegt und müsse danach von Präsident Almasbek Atambajew unterschrieben werden.

Der Entwurf verbietet "Propaganda für nicht traditionelle sexuelle Beziehungen", neben Geldstrafen sieht er auch bis zu einem Jahr Gefängnis vor. Damit solle verhindert werden, das Kinder eine positive Einstellung gegenüber Homo­sexuellen entwickeln, so Dyikanbajew.

Der Abgeordnete betonte, das "Propaganda"-Verbot werde auch gegen Journalisten angewandt, die über Homo­sexuelle berichteten. Außerdem sieht das Gesetz vor, dass die Gründung von LGBT-Gruppen grundsätzlich untersagt wird. Grund für das Gesetz sei die von Westen betriebene Propagierung von Homosexualität. Nur ein Verbot von "Propaganda" könne "traditionelle Familienwerte" sichern.

Das Gesetz war bereits im Juli angekündigt worden (queer.de berichtete). Damals forderten kirgisische LGBT-Aktivisten internationale Unterstützung, um das Gesetz noch verhindern zu können.

Im 5,5 Millionen Einwohner zählenden Binnenstaat Kirgisistan ist Homosexualität erst seit 1998 legal. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 schnellimbissAnonym
  • 08.10.2014, 18:37h
  • Die wirkliche Sorge des Kremls dürfte sich jedoch auf die Revolte der Autonomen Republiken am Nordrand des Kaukasus und mehr noch auf den unsicheren Großraum zwischen Ural und Pamir-Ge­birge richten.
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