Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=22462
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
NRW sieht Handlungsbedarf bei "mann-männlicher Prostitution"


#4 saltgay
  • 10.10.2014, 19:46h
  • Worum geht es denn hier? Es ist absolut fäkaläquivalent, ob es mann-männliche Prostitution heißt oder mann-mümmelmannmännliches Rammeln. Doch halt - letzteres ist strafbar, weil Mümmelmänner Vierbeiner sind.

    Da wird auf die typische maternalistische Art und Weise versucht weitere Teile der Bevölkerung zu entmündigen und unter Kuratel zu stellen. Die Landesregierung in NRW soll sich einmal lieber um die verfallenden Schulen kümmern und die vielen kommunalen Haushaltssperren, anstatt anderen Menschen vorzuschreiben, welcher Art ihr sexueller Verkehr zu sein hat.

    Es kotzt einen an, wenn man diese Scheinheiligkeit ertragen muss, die nur dazu da ist die eigene politische Unfähigkeit zu kaschieren. Mit solchen Pseudothemen glaubt die Landesregierung samt den anderen reaktionären Parteien im Landtag wohl zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einmal wird die Stricherszene im Stile der Boulevardpresse ausgegraben, andererseits gibt man sich besorgt um die armen Ostblockprostituierten, während man versucht nach Möglichkeit den Zuzug aus Osteuropa zu verbieten.

    Unter dem Deckmantel "sozialer Verantwortung" will man wieder an die Diskriminierung der Adenauer-Ära anknüpfen. Wie wäre es denn, wenn die Finanzverwaltung personell aufgestockt würde, z.B. mit Osteuropäerinnen, damit dieser Sumpf der Wanderarbeiter ausgehoben wird? Diese Form der Ausbeutung auf den christkatholischen Schlachthöfen, wo die CDU-Gemeinderäte die Unternehmer zu ihren vielen neuen Arbeitsplätzen gratulieren, oder auf den Baustellen, wo man als Polier unbedingt russische Sprachkenntnisse braucht, weil die Arbeiter einen nicht verstehen - das gehört verboten und mit Strafen bewehrt. Es sind Betrügerfirmen, die sich auf Kosten dieser EU-Bürger bereichern, sie schurigeln und behandeln wie weiland die Zwangsarbeiter im 2. Weltkrieg.

    Da kümmert sich kaum jemand darum. Aber ein Verbot der Werbung für "bareback" - Geschlechtsverkehr unter Männern wird mit Sicherheit die Neuinfektionsrate in NRW zum Erliegen bringen.

    Das ist aber auch in anderen Bundesländern ähnlich. Deutschland macht keine Politik mehr, sondern nur noch Politkasperletheater. Wie lange wollen sich das eigentlich die Bürger noch gefallen lassen?
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel