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  • 13. Oktober 2014 8 2 Min.

Am Moskauer "Park der Redefreiheit" darf jeder protestieren - mit der Ausnahme von LGBT-Aktivisten, die am Sonntag abgeführt wurden

In Russland kam es angesichts des "Coming Out Days" wieder zu Gewalt gegen LGBT-Aktivisten und zu Verhaftungen.

Die Moskauer Polizei hat nach Angaben russischer Medien am Sonntag sieben Teilnehmer einer Kundgebung von LGBT-Aktivisten im Osten der Stadt festgenommen. Die Aktion fand am Sokolniki-Park statt, in dem nach dem Vorbild des Londoner Hyde-Parks eigentlich kleine Protestaktionen ohne Genehmigung stattfinden dürfen. Die Aktivisten hatten auf Plakaten über die wichtige Rolle des Coming-outs informiert und Broschüren verteilt.

Die Polizei, davon viele Beamte in Zivil, griff jedoch nach knapp einer halben Stunde ein und erklärte, dass die Demonstration illegal sei. Daraufhin zerrten die Polizisten die Aktivisten in Streifenwagen, wie Videos zeigen. Ihnen wurde vorgeworfen, den Anweisungen der Polizei nicht Folge geleistet zu haben. Die Behörden ließen die Aktivisten nach drei Stunden wieder frei, allerdings könnte ihnen noch eine Anklage drohen.

Youtube | Video des Protests am Sonntag

Ausschreitungen am Freitag

Bereits am Freitag war es zu Ausschreitungen gekommen, als Homo-Gegner einer christlich-orthodoxen Organisation eine Veranstaltung von Schwulen und Lesben im Sacharow-Zentrum, einer Einrichtung von Menschenrechtsaktivisten, störte. Sie suchten nach Minderjährigen vor dem Zentrum, um die Aktivisten wegen Homo-"Propaganda" belangen zu können. Außerdem bewarfen sie Teilnehmer, die aus dem Gebäude kamen, mit Eiern und drohten ihnen körperliche Gewalt an. Als russische Medien auftauchten, gaben sie Interviews und erklärten, in dem Gebäude würden Kinder sexuell misshandelt werden.

Die Aktivisten beklagten, dass sie von der Polizei nicht ausreichend geschützt wurden. Stattdessen hätten Beamte ebenfalls nach Minderjährigen gesucht und die Personalien aller 50 Teilnehmer überprüft. In einer Pressemitteilung sprach die Moskauer Polizei von einem "friedlichen Protest" durch orthodoxe Christen. (dk)

-w-

#1 Gerd NunmehrAnonym
  • 13.10.2014, 18:13h
  • Nunmehr ist es Aufgabe von Oliver43 und Bad Homburg zu prüfen, ob dieser Artikel Druck auf einen Staat ausübt, der sich gegen die Gender-Ideologie wendet.
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#2 PeerAnonym
  • 13.10.2014, 18:56h
  • Schlimm!

    Russland war ja noch nie ein Vorbild an Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Menschenrechten. Aber jetzt gleitet es immer mehr in den Faschismus ab...

    Eine sehr bedenkliche Entwicklung!
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#3 HugoAnonym
  • 13.10.2014, 20:01h
  • "Außerdem bewarfen sie Teilnehmer, die aus dem Gebäude kamen, mit Eiern und drohten ihnen körperliche Gewalt an..."

    Das ist die orthodoxische Kirche, warum die sich nicht mit der katholischen Kirche verbrüdert ist mir ein Rätsel .
    Christliche Nächstenliebe verstehe ich anders.
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