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Abschluss der Familiensynode
Vatikan-Familienkonferenz endet als Flop
- 18. Oktober 2014 3 Min.

Abschluss der Familiensynode am Samstag: Es bleibt alles beim Alten.
Zu homosexuellen Paaren und der Wiederheirat von Geschiedenen findet die Bischofssynode keine neue Haltung. Papst Franziskus kritisiert Homo-Ehe in Rom.
Die Bischofssynode über Ehe und Familie im Vatikan hat sich nach zwei Wochen Beratungszeit gegen eine liberalere Linie beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen und homosexuellen Gläubigen entschieden.
Entsprechende Textvorschläge für das Abschlussdokument der Synode fanden am Samstag nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Bischöfe. Auf der Grundlage des Dokuments, das nun kein Wort zu Schwulen und Lesben verliert, sollen im nächsten Jahr bei einer weiteren Synode grundlegende Haltungen der Kirche formuliert werden.
Zugleich beschlossen die Bischöfe am Samstag einen dreiseitigen Text zur Solidarität mit der christlichen Familie. Diese sei bedroht durch die "Schwächung des Glaubens und der Werte, den Individualismus, die Verarmung der Beziehungen und ein frenetischer Stress, der das Nachdenken ausschließt". Diese "Botschaft" enthält ebenfalls keinen direkten Verweis auf Homosexualität.
Aufstand der Konservativen

Der homofeindliche russische Patriarch Hilarion durfte vor der Synode für die traditionelle Ehe werben
Kurz nach Beginn der Synode hatte noch der ungarische Kardinal Peter Erdö einen ersten Text für das Abschlussdokument mit der Überschrift "Willkommen Homosexuelle" vorgestellt (queer.de berichtete). In dem nun abgelehnten Entwurf hieß es: "Homosexuelle haben der kirchlichen Gemeinschaft Begabungen und Qualitäten anzubieten. Können wir diese Menschen willkommen heißen und ihnen einen Ort der Brüderlichkeit in unserer Gemeinschaft anbieten?"
Viele Schwule und Lesben wünschten sich eine Heimat in der Kirche, so der Text. "Sind wir fähig, ihre sexuelle Orientierung anzuerkennen und wert zu schätzen, ohne dass wir die katholische Doktrin über Familie und Ehe gefährden?" Es sei positiv, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen würden. Zudem müsse sich die Kirche mehr um Kinder kümmern, die in Regenbogenfamilien aufwachsen.
Der Text, der nichts daran änderte, dass homosexueller Sex als Sünde angesehen wird, hatte für Kritik von vielen konservativen Bischöfen geführt, auch vom deutschen Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ihn "unwürdig, schändlich, vollkommen falsch" nannte (queer.de berichtete). Zuletzt war der Text noch abgeschwächt worden.
Auf Einladung des Papstes hatte am Donnerstag auch noch der Patriarch Hilarion Alfejew, quasi der Außenminister der russisch-orthodoxen Kirche, vor der Familiensynode gesprochen und "traditionelle" Familienwerte gelobt. Er hatte früher die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare in vielen Staaten Europas als "selbstzerstörend" und ein "Todesurteil für ganze Staaten, ganze Nationen" bezeichnet und "Homo-Propaganda"-Gesetze für ganz Europa gefordert (queer.de berichtete).
Papst "not amused" über Homo-Ehe

Roms Bürgermeister Ignazio Marino hielt am Samstag eine wohl symbolische Zeremonie für 16 Homo-Paare ab
Derweil äußerte sich am Samstag auch Papst Franziskus deutlich gegen eine rechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren. Anlass war eine Art Hochzeitszeremonie für Schwule und Lesben, die der Bürgermeister Roms, Ignazio Marino, am Samstag abgehalten hatte.
Der Papst habe sich "wenig erfreut gezeigt über einen Vorstoß des römischen Bürgermeisters Ignazio Marino zugunsten der sogenannten 'Homo-Ehe'", berichtet nun Radio Vatikan. Den "Vorstoß für homosexuelle Verbindungen" habe er vor der Synode "gerügt".
Marino hatte insgesamt 16 in Rom wohnende gleichgeschlechtliche Paare, die im Ausland geheiratet hatten, ins Standesamtregister eingetragen. Der konservative Innenminister kritisierte, der Bürgermeister habe lediglich eine Art Autogrammstunde gegeben, die Eintragung ins Register sei illegal. Der für die Rechtsaufsicht zuständige Präfekt von Rom hatte zudem bereits angekündigt, die Registrierung wieder aufzuheben.
Kritik kam neben dem Papst auch von weiteren Vertretern der katholischen Kirche. Die italienische Bischofskonferenz sprach von einer Anmaßung des Bürgermeisters, die Diözese von Rom kritisierte das Vorgehen als "Provokation".
Vor dem Rathaus hatte es zudem Proteste von rechten Gruppen gegeben. Der Streit um die Anerkennung homosexueller Paare schwelt in Italien schon seit Monaten (queer.de berichtete) – mit großen Demonstrationen gegen die Gleichstellung und immer unter Einmischung der katholischen Kirche. (nb)















Ich empfinde es auch immer wieder als grotesk, das der Vatikan. der aus vielen, vielen schwulen "Schrankschwestern" besteht, derart einen "Tanz" immer bei diesem Thema aufführt.
Daher AUSTRETEN aus der Katholischen Kirche und ÜBERTRETEN zu einer besseren und liberaleren Kirche.
Hier im Artikel gibt es eine Übersicht von christlichen Kirchen, die Segnungsgottesdienste oder auch kirchliche Trauungen ermöglichen:
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de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare
Auch zu empfehlen die Seite der HuK:
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