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- 28. Oktober 2014 2 Min.

Macht sich in der Alpenrepublik für eine Homo-Quote stark: Markus Stuhlpfarrer, Vorsitzender von Die Partei Österreich
Nun hat sich auch in Österreich ein Ableger der Satirepartei gegründet. Der Vorsitzende will Lesben und Schwulen 500 Euro im Monat schenken – "zur Unterstützung des aufwendigen Lebensstils".
Mit dem Deutschen Martin Sonneborn ist sie bereits im Europaparlament vertreten, nun hat sich am österreichischen Nationalfeiertag am 26. Oktober auch in Wien "Die Partei" gegründet. Der Österreich-Ableger soll laut Sonneborn dazu dienen, "in diesem kleinen, kotelettenförmigen Land die Machtübernahme" auszuprobieren. Als Kernthema legte der neue Vorsitzende Markus Stuhlpfarrer Homosexualität fest.
"Schon einmal wurde deutsche Politik nach Österreich unter großem Jubel importiert – wir hoffen, dass sich Österreich auch 2014 schwertut, aus der Geschichte zu lernen", erklärte Generalsekretär Marcel-Pierre Hinter – er ist zugleich Vorsitzender der Jugendorganisation "Hintner Jugend Österreich" – zu Beginn der Gründungsversammlung im Hopferl-Bierhof. Auch aus Deutschland waren viele Gäste angereist, um ihre Parteiuniform (grauer Anzug, blaues Hemd, rote Krawatte) auszuführen, Luftballons aufzublasen und jede Menge Bier zu trinken. Auch Vorstandsmitglieder auf dem Podium feierten mit Schnaps das "historische Ereignis".
Freibier fürs "Durchwinken" des Vortands

Werbeplakat von "Die Partei" in Deutschland
Zum Vorsitzenden der Satiretruppe wurde der 39-jährige Markus Stuhlpfarrer gewählt – "mit einer einstimmigen Mehrheit von 105 Prozent", wie es offiziell hieß. Auf eine Vorstellungsrunde des Parteivorstands legte die Versammlungsleitung keinen Wert: "Menschen interessieren sich nicht für Lebensläufe". Als Dankeschön fürs "Durchwinken" wurde im Saal Freibier ausgeschenkt.
In einem Interview mit der Tageszeitung "Der Standard" kündigte Stuhlpfarrer Homosexualität als "Kernthema" der Partei an. "Wir wollen verpflichtend die Homo-Ehe einführen, und wir wollen, dass jedes dritte Kind in einer Klasse homosexuell ist", sagte der Parteichef. Darüber hinaus will er ein "freiwilliges, homosexuelles Jahr" einführen und "jedem Homosexuellen, der sich bereit erklärt, für ein Jahr homosexuell zu leben, 500 Euro im Monat zur Unterstützung des aufwendigen Lebensstils" gewähren. Zur Begründung meinte Stuhlpfarrer: "Wir glauben, dass es in der Bevölkerung eine große Angst vor Homosexualität gibt. Zugleich gibt es das Bedürfnis, das Ganze ordentlich zu regeln. Es gibt immer wieder Debatten zu Frauenquoten, warum nicht auch eine Homoquote?"
Auch mit einer Art Homo-Organisation kann Die Partei Österreich schon aufwarten: Auf dem Gründungsparteitag stellte sich die "pflichtkissenschlagende Bürschchenschaft Idefixa" vor. Die regenbogenfarbentragende Verbindung kündigte an, einen Ball in der Wiener Hofburg abhalten zu wollen.
In Deutschland wurde die Die Partei vor zehn Jahren von Redakteuren des Satiremagazins "Titanic" gegründet. Der selbsternannte "Charismatiker und Menschenfischer" Martin Sonneborn ist ihr Vorsitzender. Bei den EU-Wahlen im Mai 2014 erhielt "Die Partei" in Deutschland 0,6 Prozent der Stimmen und erlangte damit einen Sitz im Europaparlament. (cw)
Links zum Thema:
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» Standard-Interview mit Markus Stuhlpfarrer















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