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Regenbogen­familien werden von Teilen der Gesellschaft und der Kirchen immer noch als minderwertig abgelehnt – dagegen setzt sich der Münchner CSD zur Wehr

Der CSD in München hat als Schwerpunktthema für die "Prideweek" und die Politparade im kommenden Jahr die Vielfalt von Familien- und Lebensformen gewählt.

Darauf haben sich die Veranstalter von Sub, LeTRa, Münchner Aids-Hilfe und Rosa Liste zusammen mit dem sogenannten Szenestammtisch, dem Gremium sämtlicher Vereine und Gruppen der Münchner Community, bei einem Treffen vergangene Woche geeinigt.

"'Familie' ist zum Kampfbegriff von Homohassern geworden. Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen versuchen uns LGBTI damit auszugrenzen und abzuwerten. Die katholische Kirche beharrt darauf, dass es 'Familie' nur in einer heterosexueller Ehe geben kann. Und selbst die Kanzlerin hat keine guten Gründe, sondern kein gutes Gefühl, uns Lesben und Schwulen endlich die Adoption zu ermöglichen", erklärte Thomas Niederbühl, Politischer CSD-Sprecher und Rosa Liste-Stadtrat.

CSD-Pressesprecherin Rita Braaz ergänzte, dass die Community heute "immer öfter mit gesellschaftlichen Rückschritten konfrontiert" werde. "Dagegen machen wir beim CSD die Vielfalt unserer gelebten Familien- und Lebensformen sichtbar, die auch eine Bereicherung für München sind. Und dazu gehört auch die 'große Familie' unserer Community, in der wir diskriminierungsfrei und solidarisch miteinander leben wollen. Es geht uns also um positive Alternativen und Erweiterungen zum konservativen Familienbild. Auch wir sind 'Familie'!"

Die Veranstaltung, die vom 4. bis zum 12. Juli 2015 stattfinden wird, benötigt nun noch ein aussagekräftiges Motto. Vorschläge können mit einer kurzen Begründung bis zum 16. Januar 2015 per E-Mail an motto2015@csdmuenchen.de eingereicht werden. Die Veranstalter werden aus den überzeugendsten Ideen eine Auswahlliste zusammenstellen und dann mit dem Münchner Szenestammtisch Ende Januar das neue CSD-Motto gemeinsam beschließen.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der CSD-Stammtisch über das Motto entschieden. Als Motto wurde im Januar "Regenbogen der Geschlechter – wertvoll sind wir alle!" ausgewählt (queer.de berichtete). (pm/dk)

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#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 28.10.2014, 16:35h
  • Den Konservativen mit Hilfe einer glitschigen Tube Konservatismus in den Arsch zu kriechen, ist an Erbärmlichkeit kaum zu übertrumpfen. Respekt dafür. Jetzt gehe ich kotzen. Danke.
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#2 herve64Ehemaliges Profil
  • 29.10.2014, 00:09h
  • Ich hätte eine Idee für das Motto: "Spießigkeit statt Bunt: wir passen uns dem HeTERRORismus an!"

    Also wirklich: noch danebener geht es wirklich nicht mehr! Die Münchner Szene pfeift aus dem letzten Loch, ein schwuler Laden nach dem anderen macht dicht, und die dortigen CSD-Verantwortlichen haben nichts Besseres zu tun als ihr eigenes -für meine Begriffe spießiges- Familienidyll nach Außen zu tragen, so als ob es keine anderen, existenzielleren Sorgen vor Ort gäbe.

    Macht Euch gefälligst mal klar, dass Kinder- und Familienwunsch innerhalb der Community äußerst dünn gesät sind, weil eben den wenigsten daran gelegen ist, schwule bzw. lesbische Heteros zu werden, und konzentriert Euch endlich mal auf das Wesentliche, verdammt nochmal!
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#3 puschelchen
  • 29.10.2014, 16:12h irgendwo in nrw
  • Antwort auf #2 von herve64

  • @herve: "Macht Euch gefälligst mal klar, dass Kinder- und Familienwunsch innerhalb der Community äußerst dünn gesät sind..."

    Gibt es da Umfragen zu, oder sagt das Dein Bauchgefühl?

    In meinem Freundeskreis sieht das komplett anders aus, weswegen ich die Konzentrierung auf Familie klasse finde...
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