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  • 01. November 2014 6 2 Min.

Der schwule KZ-Häftling Hans zu seinem jüdischen Freund: "Gelb und Rosa sind zur Zeit keine Modefarben, Benjamin. Kapierst du das nicht? Ob Krieg oder Frieden - sie hassen uns..." (Bild: Frank Vinken)

Ab Sonntag an der Studio-Bühne Essen: In "Hüter der Zeit" erzählt Dan Clancy vor dem Hintergrund des NS-Schreckens mit überraschendem Humor die Geschichte einer unerwarteten Freundschaft.

Die Studio-Bühne Essen zeigt ab dem 2. November nach "Bent – Rosa Winkel" (2007), "Ich, Michael, Hausfrau und Mutter" (2009) und "Patrick Anderthalb" (2011) erneut ein Theaterstück mit queerem Bezug: "Hüter der Zeit" von Dan Clancy. Regisseur der Produktion ist wieder Stefan Rumphorst, auf der Bühne stehen Johannes Brinkmann, Sebastian Hartmann und Michael Steinhorst.

Erzählt wird in "Hüter der Zeit" die Geschichte des jüdischen Uhrmachers Benjamin, der während der Nazi-Herrschaft in das KZ Sachsenhausen eingeliefert wird. Dort macht er sich durch das Reparieren von Uhren unentbehrlich und kann so sein Überleben sichern.

Aus gegenseitiger Abneigung entwickelt sich eine Freundschaft

Eines Tages wird ihm als Hilfe der schwule Häftling Hans zugeordnet. Doch der hat nur vorgegeben, sich mit Uhren auszukennen. Beide überwinden allmählich die gegenseitige Abneigung, denn sie brauchen sich. Mit lebenswichtigen Informationen und der Liebe zur Oper überstehen sie die Hölle des Konzentrationslagers. Bis eine Entscheidung um Leben und Tod ansteht…

Stephan Rumphorsts Inszenierung überrascht trotz des ernsten Themas mit viel Humor. Das Stück wurde sowohl vom Kulturbüro der Stadt Essen als auch von der Initiative Homosexuelle Selbsthilfe in Berlin gefördert. In Kooperation mit dem Antidiskriminierungsprojekt "Schule der Vielfalt" sind separate Schulvorstellungen mit anschließenden Workshops geplant.

"Hüter der Zeit" in der Studio-Bühne Essen ist die dritte deutsche Inszenierung des tragi-komischen Schauspiels von Dan Clancy – nach der deutschen Erstaufführung im Meininger Theater in 2009, gefolgt vom Schlosstheater Celle in 2011. (dp/mize)

Infos zum Stück

Hüter der Zeit. Regie: Stephan Rumphorst. Darsteller: Johannes Brinkmann, Sebastian Hartmann und Michael Steinhorst. Studio-Bühne Essen. Ab 16 Jahre. Premiere: 2.11. um 18 Uhr. Weitere Vorstellungen: 7.11. um 20 Uhr, 8.11 um 20 Uhr, 21.11. um 20 Uhr, 18.01. um 18 Uhr, 20.2. um 20 Uhr, 6.3. um 20 Uhr, 7.3. um 20 Uhr. Karten: 14 € / erm. 12 €
-w-

#1 BrillenetuiAnonym
  • 01.11.2014, 16:43h
  • Büge erzählt in den »1470 KZ-Geheimnissen«, wie Homosexuelle zur Kastration gezwungen, Juden gequält oder Polen ihrer Lebensmittelpakete beraubt wurden. Er notierte Namen, Adressen, das jeweilige Datum, die Häftlingsnummern. Er wusste dadurch nach der Befreiung genau zu rekapitulieren, welcher SS-Mann zu welchem Zeitpunkt KZ-Insassen geprügelt oder totgeschlagen hatte.

    www.neues-deutschland.de/artikel/188178.die-wahrheit-ueber-s
    achsenhausen.html
  • Direktlink »
#2 FernglasAnonym
#3 tqvtAnonym
  • 01.11.2014, 18:53h
  • google: kz sachsenhausen uhrmacher illegale lagerleitung

    Mit den beschlagnahmten Wertgegenständen jüdischer Menschen vor ihrer Ermordung, ließ die SS einen beträchtlichen Teil der Uhren nach Sachsenhausen schaffen und von Fachkräften reinigen bzw. instandsetzen.
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