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  • 01. November 2014 129 2 Min.

Trotz schicker Hochzeitstorten: Verpartnerte Lesben und Schwule haben in Deutschland noch immer nicht dieselben Rechte wie verheiratete Heteros

Die Grünen wollen mit einem Gesetzentwurf alle Ungleichbehandlungen beseitigen – vom Sprengstoffgesetz bis zum Adoptionsrecht.

Trotz gleicher Pflichten haben verpartnerte Lesben und Schwule noch immer nicht überall die gleichen Rechte wie heterosexuelle Eheleute. In einer Fleißarbeit haben die Grünen im Bundestag sämtliche deutschen Gesetzestexte und Verordnungen durchforstet und dabei etwa 150 Regelungen in 54 Gesetzen gefunden, die bei den Rechtsfolgen noch zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft unterscheiden.

Neben dem wichtigen Punkt des vollen Adoptionsrechts betrifft dies beispielsweise die Übernahme eines Hofes durch den Lebenspartner, das Sprengstoffgesetz, das Infektionsschutzgesetz, das Bundesvertriebenengesetz, das Strafrecht sowie die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung. Außerdem gebe es eine ganze Reihe von Vorschriften, die der Existenz des Instituts Eingetragene Lebenspartnerschaft nicht Rechnung tragen oder Regelungslücken enthalten, so die Grünen.

Auch gebe es einige Bestimmungen, "die aus unerklärlichen Gründen eingetragene Lebenspartnerschaften gegenüber Ehen privilegieren".

"Verfassungswidrige Diskriminierung beenden"


Die SPD habe gleichstellungspolitisch "jeden Elan verloren", kritisierte der Grünen-Abgeordnete Volker Beck

Um die Ungleichbehandlung zu beenden, wollen die Grünen in der kommenden Woche den "Entwurf eines Gesetzes zur abschließenden Beendigung der verfassungswidrigen Diskriminierung eingetragener Lebenspartnerschaften" (PDF) in den Bundestag einbringen, kündigte der innenpolitische Sprecher Volker Beck gegenüber queer.de an. Mit 37 eng bedruckten Seiten soll die komplette rechtliche Gleichstellung erreicht werden. Als Alternative nennt der Antrag die Öffnung der Ehe für gleich­geschlechtliche Paare.

"Wir Grüne wollen der Koalition Beine machen, rechtliche Benachteiligungen der Lebenspartnerschaft endlich zu beseitigen", erklärte der innenpolitische Sprecher Volker Beck am Samstag. "Wenn die SPD schon die Öffnung der Ehe nicht durchsetzen kann, dann zumindest das, was im Koalitionsvertrag steht. Nicht mehr fordert dieser Gesetzentwurf."

In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD im vergangenen Jahr auf die Formulierung geeinigt: "Rechtliche Regelungen, die gleich­geschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir beseitigen" (queer.de berichtete). Ende September hatte die Bundes­regierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage Volker Becks erklärt, die Meinungsbildung zur Umsetzung dieser Vereinbarung sei "noch nicht abgeschlossen" (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 jhgkAnonym
  • 01.11.2014, 17:38h
  • Es ist eine bodenlose Frechheit ,von den deutschen Medien ,immer so zu tun,als gäbe es in Deutschland eine Homo-Ehe! Es gibt in Deutschland (siehe auch Wikipedia unter Homo-Ehe, Gleichgeschlechtliche Partnerschaften,Gay Marriage ,Same-Sex Marriage )keine Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. In Deutschland gibt es höchsten ,wie in der Schweiz und in Österreich und in ein paar anderen Ländern eine eingetragene Partnerschaft. Die ähnelt sich noch nicht zu 100% einer Ehe. Also von Ehe zu sprechen ist falsch. Man tut dies nur ,um davon abzulenken, dass Deutschland eines ,der einzigsten Industrieländer ist, das keine Homo-Ehe hat. Eine Ehe für gleichgeschl.Paare haben nur 32 US-Staaten, Kanada, Mexico, Brasilien, Argentinien, Portugal, Spanien, Island, England, Luxemburg, Belgien, Niederlande, Schweden, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Neuseeland, Uruguay. Deutschland hat nur eine eingtr.Partnerschaft und diese ist der Mann+Frau -Ehe eben noch nicht 100% gleichgestellt.Die Grünen werden das aber nicht schaffen ! Sie benötigen DIE LINKE und SPD dazu! Oder einen Volksentscheid in einzelnen Bundesländer, so dass, wenn es auf Bundesebene nicht weiter eght , dank der CDU &AfD ,es wenigstens auf Länderebene weiter geht! So war es bei der eingtr.Partnerschaft doch auch. Erst hatte Hamburg mit der eingtr.Partnerschaft angefangen , dann erts andere Bundesländer, wieso soll das bei der komplette gleichgestellten Homo-Ehe anders ,als bei der eingtr.Partnerschaft laufen? Auf Bundesebene wird es dank CDU&AfD in den nächsten 4-8 Jahren keine komplette Gleichberechtigung geben . Niemals ! Karlsruhe wird dazu auch nicht weiter Druck machen, da das Grundlegendste geurteilt wurde und nur noch die Politik mitspielen muss und daran scheiterst es halt dank CDU/CSU &AfD und deren Wählern , auch dank deren LGBTI -Wählern. Also Volladoption &Ehe &Co erst auf Länderebene implementieren . Und die CDU/CSU&AfD sollen aufhören zu behaupten , es gäbe keine Studie oder verlässliche Studie zu Volladoption &Co. In den USA gibt es seit 30 Jahren die Volladoption in vielen US-Staaten siehe Wikipedia (LGBT Adoption , Queer-Families USA etc.) Es gibt genug Studien aus anderen Ländern ,die man sich übersetzen lassen kann leine dumme CDU/CSU&AfD und in D gab es auch schon genug Studien. Vielleicht sollte die CDU/CSU &AfD einfach mal die APA fragen ,American psychologic Assiciation die sich für komplette Gleichstellung ausgesprochen hat oder andere wichtige Psychologenverbände.
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#2 Robby69Ehemaliges Profil
  • 01.11.2014, 18:02h
  • Ich befürchte, dass da wieder mal nur das Bundesverfassungsgericht helfen kann, indem sie diese verdammte homophobe Regierung zwingt, die ganzen Diskriminierungen von LGBTIs gegenüber Heten endlich zu stoppen und so schwule/lesbische Partner/innen auch wirklich vollständig mit Hetero-Paaren gleichgestellt werden.
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#3 Oliver43Anonym
  • 01.11.2014, 18:24h
  • Jetzt bin ich doch tatsächlich wegen dieses Gesetzentwurfes von Beck hin- und hergerissen, ob ich 2017 CDU oder Grüne wählen werde.

    Müßte ich gerade mein Kreuz abgeben, dann würde ich die Grünen/Bündnis 90 wählen.

    Von meiner Lieblingskoalition aus CDU/Grünen habe ich hier ja schon öfters geschrieben.

    Ich würde es sehr begrüßen, wenn

    1. 2017 die Grünen massiv dazugewinnen
    2. 2017 die SPD massiv verliert
    3. 2017: kommt die FDP knapp in den Bundestag wieder rein, landet aber in der Opposition.
    4. 2017: die Linkspartei aus dem Bundestag fliegt
    5. 2017: die AfD nicht in den Bundestag hineinkommt und NPD/Republikaner sowieso erst Recht nicht

    UND es dann auf eine Koalition aus CDU und Grüne hinauslaufen würde... aber so wird es wohl leider nicht enden.

    Wahrscheinlich legt sich die überflüssige SPD 2017 erneut mit der CDU "ins Bett" und macht dann wieder überhaupt NICHTS ausser Bockmist.

    Wer hat uns verraten ? Sozialdemokraten !!!

    Ach wäre das schön, wenn Grüne und CDU im Bund regieren würden
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