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- 06. November 2014 3 Min.

Rose McGowan in einem Promo-Foto für "Charmed - Zauberhafte Hexen" (Bild: The WB)
Die Hexe aus "Charmed" hält schwule Männer für frauenfeindlicher als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen.
Die amerikanische Schauspielerin Rose McGowan hat in einem Podcast des kontroversen Schriftstellers Bret Easton Ellis ("American Psycho") homosexuelle Männer beschuldigt, sich nicht für die Gleichbehandlung von Frauen einzusetzen. "Schwule Männer sind so frauenfeindlich wie heterosexuelle Männer, wenn nicht noch mehr. Ich klage die Gay-Community an."
Daraufhin kritisierte sie, dass LGBT-Aktivisten das "Beverly Hills Hotel" boykottierten, weil es dem Sultan von Brunei gehört. Hintergrund ist, dass Brunei vor wenigen Monaten die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität beschlossen hat (queer.de berichtete).
Ferner kritisierte McGowan, dass schwulen Männern Frauenschicksale egal seien: "Wollen wir über die Tatsache reden, dass niemand in der Gay-Community, also keine schwulen Männer, sich auf irgendeiner Ebene für Frauen einsetzt?" Als Beispiel nannte sie Saudi-Arabien, wo unter anderem Schwulen die Hinrichtung droht: "Dort gibt es ein Scharia-Gesetz und eine Frau, die gesteinigt werden soll. Ich habe nicht gehört, dass [LGBT-Aktivist] Cleve Jones je über sie gesprochen hat."
Das Recht auf orangene Speedos

McGowan setzte sich in der "NOH8 Campaign" für die Öffnung der Ehe ein
McGowan erklärte außerdem, dass Frauen der LGBT-Community entscheidend in ihrem Kampf für gleiche Rechte geholfen hätten. Und nun, da Schwule und Lesben in den USA praktisch gleichgestellt seien, weigerten sich Schwule, auch Frauen die gleichen Rechte zuzugestehen.
In einer lange Tirade erklärte die 41-Jährige unter anderem: "Ich sehe ja, wie diese Menschen für das Recht gekämpft haben, auf einem CSD-Wagen in orangenen Speedos zu stehen, während sie Molly [umgangssprachlicher Ausdruck für die Droge MDMA/Liquid Ecstasy] konsumieren."
Kleine Entschuldigung
Am Mittwoch relativierte McGowan bei Twitter und im LGBT-Magazin "The Advocate" ihre Aussagen. Sie erklärte unter anderem, dass sie während des Gesprächs "stocksauer" (pissed off) gewesen sei und verallgemeinert hätte. "Dafür entschuldige ich mich", so McGowan. Allerdings schrieb sie auch, dass sie den Inhalt ihrer Aussagen nicht zurücknehmen wolle. Sie erwarte von homosexuellen Aktivisten, dass sie sich für andere "entrechtete Gruppen" einsetzen. Außerdem verwahrte sie sich gegen Vorwürfe, eine Homo-Hasserin zu sein: "Ich fühle mich, als ob ich einen Streit mit meiner eigenen Familie habe", schrieb die Schauspielerin.
McGowan wurde insbesondere durch ihre Rolle als Hexe Paige Matthews in der Fernsehserie "Charmed – Zauberhafte Hexen" bekannt. Sie spielte diese Figur zwischen 2001 und 2006 in 112 Folgen der Sendung. Die Boulevardpresse interessierte sich für die Schauspielerin Anfang des Jahrunderts auch wegen ihrer dreieinhalbjährigen Beziehung mit Rockmusiker Marilyn Manson.
In der Vergangenheit hat sich McGowan wiederholt für LGBT-Rechte engagiert. So ging sie 2008 gegen "Proposition 8" auf die Straße und wirkte später bei der "NOH8 Campaign" mit, die für die Öffnung der Ehe warb. (dk)














Das scheint tatsächlich heute bei vielen Schwulen vergessen zu sein.