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Einzelkommentar zu:
AfD-Homos: Nicht für LGBT-Rechte, sondern gegen "links-grüne Schreihälse"


#90 history channelAnonym
  • 11.11.2014, 08:23h
  • Antwort auf #85 von Sven89
  • Drei Jahre vor der prognostizierten sog. Globalen Finanzkrise im Jahr 2008 unterzeichneten 243 Wirtschaftsprofessoren, darunter Lucke, den Hamburger Apell.

    Ein Aufschrei nach ungezügeltem
    Marktradikalismus und Monetarismus. Ein Schrei nach Gift, dessen Wirkung seit 2008 erlitten, erlebt und erklärt wird.

    Keiner dieser Appell-Professoren sah diese globale System voraus. In dem Aufschrei hieß es, daß "Arbeitskosten ein Schlüssel zur Überwindung der deutschen Wachstumsschwäche" seien.

    Und weiter: "Die unangenehme Wahrheit besteht deshalb darin, daß eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage nur durch niedrigere Entlohnung der ohnehin schon Geringverdienenden, also durch verstärkte Lohnspreizung, möglich sein wird. Eine Abfederung dieser Entwicklung ist durch verlängerte Arbeitszeiten, verminderten Urlaubsanspruch oder höhere Leistungsbereitschaft möglich."

    Diese "verstärkte Lohnspreizung", also die immer größere Kluft zwischen superreich und superarm, war schon immer das Ziel der deutschen Neokons im Umfeld der sogenannten "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", die den Hamburger Appell ebenfalls unterstützte, wie überhaupt der Finanzeliten der Globalisierung mit wachem Auge auf den Arbeits-, Absatz- und Rohstoffmarkt Deutschland und Europa.

    Ein Konrad Adam (AfD-Sprecher) hält die Vorstellung für attraktiv, Arbeitslosen das Wahlrecht zu entziehen. Und der dem wissenschaftlichen Beirat angehörige und eng mit dem amerikanischen Cato Institute verbundene Professor Roland Vaubel stößt ins gleiche Horn und hat dabei auch noch den Nerv, Solons Verfassung als Beleg hinzuzuziehen, nach der Mitglieder der untersten Klasse nicht für politische Ämter kandidieren durften.

    Der Gesundheitsökonom Professor Peter O. Oberender befürwortet den kommerziellen Organhandel und meint, Hartz IV-Empfänger könnten ihr Problem lösen, indem sie ihre Organe an Reiche verkaufen, die sich diese leisten können: "Wenn jemand existentiell bedroht ist, sollte er die Möglichkeit haben, sich und seine Familie durch den Verkauf von Organen zu finanzieren." Dazu paßt, daß das zutiefst antisoziale Kirchhofsche Steuermodell vorgeschlagen wird, bei dem es um so mehr Vorteile gibt, je mehr man verdient.

    Fast ohne Ausnahme sind die "namhaften Persönlichkeiten", die sich in der AfD zusammengeschlossen haben, fundamentale Monetaristen und beziehen sich größtenteils auf die sogenannte Österreichische Schule, also von Hayek, von Mises und die ultraliberale Mont-Pelerin-Gesellschaft.

    de.wikipedia.org/wiki/Mont_Pelerin_Society

    "Der Wettstreit der Ideen zwischen dem österreichischen Wirtschaftswissenschaftler Friedrich von Hayek und seinem britischen Kollegen John Maynard Keynes hat das volkswirtschaftliche Grundkonzept ein ganzes Jahrhundert lang geprägt.

    Beide Gelehrte wollten dem Kapitalismus nach der Depression der 30er Jahre - der bislang schwersten - zu neuem Schwung verhelfen. Die Dokumentation beleuchtet, warum und wie dieser Wettstreit in den 30er Jahren entschieden wurde und warum er seither immer wieder aufflammt, insbesondere seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008."

    www.arte.tv/guide/de/044979-005/der-kapitalismus-5-6

    Noch ein Professor, andere Schule.....

    www.boerse-online.de/nachrichten/meinungen/300-Prozent-Werts
    teigerung-im-Seitwaertsmarkt-Warum-Keynes-ein-Ansporn-sein-k
    ann-1000325197/3
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