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Michael Kauch (Mitte) am Sonntag mit der stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Bild: Michael Kauch)

Das Familienrecht soll die Bedürfnisse von Kindern in Patchwork- und Regenbogenfamilien besser abbilden. Das haben die Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) bei ihrer Bundesmitgliederversammlung am Sonntag in Berlin gefordert. Außerdem sprachen sie sich laut einer Pressemitteilung des Bundesvorsitzenden Michael Kauch für ein eigenständiges Reproduktionsmedizingesetz aus, das auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper setzt.

Die Schwulen und Lesben in der FDP wollen demnach "reproduktionsmedizinische Behandlungen für alle Menschen zulassen, seien sie verheiratet, verpartnert oder ledig". "Anonyme" Samenspender sollen im Rahmen reproduktionsmedizinischer Behandlungen von Unterhalts- und Erbansprüchen des Kindes freigestellt werden. "Sonst drohen nach den jüngsten Urteilen zur Samenspende unfaire Folgen für Männer, die einfach helfen wollen", so Kauch. Außerdem sollten die Eizellspende und die Leihmutterschaft unter Bedingungen zugelassen werden, die eine Ausnutzung von Notlagen ausschließen.

Im Bereich des Familienrechts erneuerte Kauch die Forderung der FDP nach geänderten Regeln für die Stiefkindadoption: "Bei einvernehmlichen Wunsch von Mutter, Vater und adoptionswilligem Stiefelternteil soll bei einer Stiefkindadoption das Verwandtschaftsverhältnis zu beiden leiblichen Elternteilen erhalten bleiben." Eine solche rechtliche Mehrelternschaft diene in der Regel dem Kindeswohl und sei heute schon bei Erwachsenen-Adoptionen die Regel. Gleichzeitig solle die Stiefkindadoption erleichtert werden, wenn die Zeugung über eine reproduktionsmedizinische Behandlung mit Samenspende erfolge und kein rechtlicher Vater vorhanden sei. Dann sollte die Lebenspartnerin der Mutter das Kind ohne gesonderte Prüfung und Fristen adoptieren können.

Die Grünen wollten die Regelungen von Ehegatten einfach auf Lebenspartnerschaften übertragen und die automatische rechtliche Elternschaft der Lebenspartnerin der Mutter einführen, ungeachtet der biologischen Unterschiede, so Kauch. "Dies erfasst aber auch Fälle, bei denen ein biologischer Vater Verantwortung für das Kind übernehmen will. Gerade schwule Väter in Regenbogenfamilien würden von den Grünen ihrer Rechte beraubt."

Die LiSL-Mitgliederversammlung beschloss weitere Anträge zur Schulaufklärung, zum Diversity Management in der Wirtschaft sowie zu Lesben und Schwulen im Alter. Gastredner der Veranstaltung waren die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, und der liberale Abgeordnete des schwedischen Reichstags, Robert Hannah. (pm)

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#1 GeorgGAnonym
  • 10.11.2014, 17:46h
  • Nur weiter so! Das ist die beste Methode, um die Demonstrationszüge in Baden-Württenberg und anderen konservativen Gegenden noch länger werden zu lassen. Die meisten Menschen sind mit diesem Thema überfordert und sorgen sich um das Wohl ihrer schulpflichtigen Kinder.
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#2 David77Anonym
  • 10.11.2014, 18:02h
  • Antwort auf #1 von GeorgG

  • Hast du mal irgendeinen vorschlag wie man es richtig macht, statt nur zu stänkern? Klar werden die platzen... Aber Die besorgten eltern sollten mal den geschichtsunterricht wiederholen, kommt das doch der früheren vorstellung einer großfamilie näher, in der sich mehrere erwachsene um die kinder kümmerten. Diese lösung wäre bei einer adoption oder künstl. Befruchtung nicht nötig.
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#3 TheDad
  • 10.11.2014, 18:51hHannover
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • ""Die meisten Menschen sind mit diesem Thema überfordert und sorgen sich um das Wohl ihrer schulpflichtigen Kinder.""..

    Dem erstem Teil des Satzes kann man ja noch fast uneingeschränkt zustimmen..

    Nun frag ich mich aber inwieweit die Schulpflichtigen Kinder von der Samenspende, der Eizellenspende, der Leihmutterschaft oder der "erweiterung der elternschaft" betroffen sein dürften ?

    Und dann frage ich mich wie diese "Sorge um das Wohl" aussieht, wenn es sich ausschließlich darin äußert, die Kinder von Wissen über Sexualität fernzuhalten ?

    Zuletzt frage ich mich allerdings erneut, was Dich hier eigentlich hertreibt ?
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