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  • 11. November 2014 8 2 Min.

Dammam ist die Hauptstadt der saudischen Ostprovinz. Mit einer Million Einwohnern ist sie die fünftgrößte Stadt des Königreiches (Bild: Wiki Commons / Abhijitvarghese / CC-BY-SA-3.0)

Erneut muss ein Mann wegen Homosexualität im Königreich mehrere Jahre ins Gefängnis.

Im Osten Saudi-Arabiens ist ein Mann wegen "unzüchtiges Verhaltens" in Anwesenheit anderer Männer zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie saudische Medien melden, muss der Mann laut dem Urteil des Gerichts der Großstadt Dammam außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Saudi-Rial (über 20.000 Euro) bezahlen.

Der Mann, dessen Alter als zwischen 30 und 40 Jahren angegeben wird, war den Berichten zufolge von der gefürchteten saudischen Religionspolizei, dem sogenannten "Komitee für die Verbreitung von Tugendhaftigkeit und Verhinderung von Lastern", verhaftet worden. Ihm wurde vorgeworfen, in sozialen Netzwerken Nacktbilder veröffentlicht und nach gleichgeschlechtlichen Sexpartnern gesucht zu haben. Die Polizei hatte das Handy des Mannes konfisziert – und soll darauf weitere "anstößige" Fotos gefunden haben.

In Saudi-Arabien wird "unzüchtiges Verhalten", insbesondere Homosexualität, scharf verfolgt. Als selbst ernannter Gottesstaat hat das Land eine extremistische Auslegung der Scharia in der Landesverfassung verankert. Auf Homosexualität steht daher im Höchstfall die Todesstrafe, meist durchgeführt durch öffentliche Enthauptung. Die saudische Regierung erklärte, dass gewöhnlich nur "Kinderschänder" hingerichtet werden würden. Diese Angaben können allerdings nicht von unabhängigen Quellen bestätigt werden. Ob und wie häufig Homosexuelle verfolgt werden, ist unklar. Im vergangenen Monat ist die Verurteilung eines Mannes zu 2.000 Peitschenhieben und zehn Jahren Haft bekannt geworden (queer.de berichtete).

Die islamische Religionspolizei überwacht das öffentliche Leben in Saudi-Arabien und überprüft unter anderem, ob sich Frauen in der Öffentlichkeit genug verschleiern. Sie geht auch gegen "Zauberer" vor und überwacht beispielsweise das Hunde- und Katzenverkaufsverbot, weil diese Haustiere als zu bekämpfender westlicher Einfluss gelten. Die Polizei hat auch das Recht, in Wohnungen einzudringen, da die Einhaltung der Privatsphäre in Saudi-Arabien nicht als Grundrecht gilt. (dk)

#1 HugoAnonym
  • 11.11.2014, 17:42h
  • Es ist einfach nur beschämend, das die sogenannten demokratische Staaten rein gar nichts machen, gegen Autoritäre Regierungen, im Gegenteil sie investieren sogar, einfach nur beschämend.
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#2 Oliver43Anonym
  • 11.11.2014, 18:09h
  • Antwort auf #1 von Hugo
  • In Saudi-Arabien sind die Wahhabiten an der Macht und die sind die Fundamentalisten des Islams. Dagegen ist die türkische Islamverbandsgemeinde das reinste "Kaffeekränzchen".

    In Saudi-Arabien dürfen Frauen nicht einmal alleine ein Auto fahren und müssen dafür einen männlichen Verwandten mitnehmen. !!!

    Wie formulierte der deutsche Komiker Dieter Nuhr so treffend:

    DER ISLAM IST NUR SO LANGE TOLERANT, WIE ER KEINE MACHT HAT. SORGEN WIR DAFÜR DAS ES SO BLEIBT.
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#3 Imre GürüzAnonym
  • 11.11.2014, 18:31h
  • Der deutsche tragische Komiker Oliver43 unterstützt in Deutschland die Freunde Saudi-Arabiens, die dafür Sorgen, dass Schwule noch nicht einaml heiraten dürfen.

    Sorgen wir dafür, dass das nicht so bleibt!
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