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  • 13. November 2014 17 2 Min.

Holländische Fußballfans während der WM 2006 im Gottlieb-Daimler-Stadion in Stuttgart (Bild: Dan Kamminga / flickr / by 2.0)

Die Fußballer in den holländischen Profiligen geben mit großer Mehrheit an, dass sie keine Probleme mit schwulen Mitspielern hätten.

Homophobie unter Fans und die Macho-Kultur sind nach Ansicht der in den Niederlanden spielenden Fußballprofis Hauptgründe, warum sich homosexuelle Teamkollegen nicht outen wollen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Fußballergewerkschaft VVCS und der schwul-lesbischen John Blankenstein Foundation.

Die Organisationen hatten 850 Profis einen Fragebogen zum Thema geschickt. Knapp die Hälfte der Befragten gab Antworten. Demnach würden es 70 Prozent der Sportler "in Ordnung" finden, wenn sich ein Mitspieler outet. Allerdings gaben auch 82 Prozent an, dass es für schwule Spieler "sehr schwierig" sei, offen über ihre Homosexualität zu sprechen.

Der Hauptgrund, der von 57 Prozent der befragten Profis genannt wurde, sei das Verhalten der Fans. 49 Prozent sehen die Macho-Kultur im Sport als Hindernis für schwule Spieler an, weitere 32 Prozent nennen die Medien und 17 Prozent die ablehnende Haltung von Religionsgemeinschaften.

Von allen Befragten gaben nur 17 Profis an, einen schwulen oder bisexuellen Spieler im Verein zu kennen. Das entspricht vier Prozent.

"Fans greifen jede Schwachstelle an"

VVCS-Präsident Danny Hesp, der selbst rund 300 Spiele in der Eredivisie absolviert hatte, sieht vor allem ein Problem für das Coming-out, wenn ein Spieler einmal nicht die Topleistung abliefert: "Spieler werden zunächst nach ihrer Leistung beurteilt. Wenn die mal nicht stimmt, greifen die Fans jede Schwachstelle an – egal ob Homosexualität oder die kranke Oma. Und Anhänger des Gegners wissen sowieso zielsicher, wie sie das andere Team schwächen können."

"Das Problem liegt nicht in der Umkleidekabine", erklärte Karin Blankenstein von der Blankenstein Foundation. "Jetzt müssen die Clubs handeln. Sie können sich ein Beispiel an England und Deutschland nehmen, wo in diesem Bereich schon viel mehr gemacht wird". Auch Michael van Praag, der Präsident des niederländische Fußballverbandes KNVB, beklagt, dass sich die Vereine nicht genug für Homosexuelle engagieren würden.

Vereinzelt gab es bereits Projekte, um das Thema in den Niederlanden bekannter zu machen. So schaltete der KNVB 2012 einen 30-sekündigen Videospot im Fernsehen, in dem schwule Amateur- und Profispieler zu einem Coming-out ermutigt wurden (queer.de berichtete). Außerdem nahm der damalige Bondscoach Louis van Gaal 2013 am CSD Amsterdam teil (queer.de berichtete). Ein aktiver Fußballprofi hat sich in den Niederlanden allerdings noch nie geoutet. (dk)

#1 HolzschnittAnonym
  • 13.11.2014, 15:11h
  • Im Text:

    "49 Prozent sehen die Macho-Kultur im Sport als Hindernis für schwule Spieler an, weitere 32 Prozent nennen die Medien und 17 Prozent die ablehnende Haltung von Religionsgemeinschaften."

    "Tuider: Studien zeigen, es sind vor allem Menschen, welche die Männlichkeit oder die Mittelschicht in Gefahr sehen, weil ihr Berufs- und Privatleben gefühlt unsicherer und unplanbarer geworden ist. Diese Ängste werden aufgegriffen, als Stimmungsmacher benutzt und geschürt von Vertretern aus ganz unterschiedlichen politischen Lagern: Linke, Konservative und Rechtsextreme sind darunter.

    www.spiegel.de/schulspiegel/sex-aufklaerung-forscherin-tuide
    r-ueber-streit-um-sexuelle-vielfalt-a-1001437.html


    "In opportunen Nuancen gehören Nationalismus, Chauvinismus und eine rückständige Sexualmoral natürlich zusammen, sind verwoben - weltweit."

    www.queer.de/detail.php?article_id=22684&antwort_zeigen=
    ja#c10


    " In Reaktion auf Krisenerschütterungen, auf das Auseinanderbrechen der bestehenden Gesellschaftsordnung, setzt oftmals eine verstärkte Identitätsproduktion in den betroffenen Gesellschaften ein. Wenn alles in Fluss, in Unordnung gerät, suchen die autoritär disponierten Individuen Halt - und den finden sie nur noch in der Identität, in dem, was sie scheinbar sind: Deutscher, Franzose, Sunnit, Schiit. Die Angst vor der Zukunft und den unverstandenen Umbrüchen führt zu einer Sehnsucht nach früheren, als idyllisch imaginierten Gesellschaftszuständen; sei es der rassereine Nationalstaat, die anscheinend heile Wirtschaftswunderwelt der 50er Jahre oder das frühmittelalterliche Kalifat."

    www.heise.de/tp/artikel/43/43316/1.html
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