Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=22712
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Ein Kuckucksei in der Hirschfeld-Stiftung?


#92 wiking77
  • 17.11.2015, 15:45h
  • nun, man muss schon auch einer differenzierten Betrachtungsweise fähig sein. Warum soll eine wissenschaftliche Stiftung nicht gegensätzlliche Meinungen in den eigenen Reihen aushalten können? Nur sowas befruchtet den Diskurs, die Meinungsbildung, und es bringt letztendlich ein gutes Ergebnis.

    Es ist auch gute Tradition eine pluralistischen Gesellschaft, dass abweichende Meinungen vom generellen Kurs einer Institution nicht nur geduldet, sondern auch in den Gremien Gehör finden.

    Ich verstehe diese Keiferei nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#90 TheDadProfil
  • 19.11.2014, 21:39hHannover
  • Antwort auf #89 von Miepmiep
  • Das unterschreibe ich alles so..

    Bis auf zwei Dinge :

    ""Auch sind leibliche Kinder in Regenbogenfamilien doch wahrscheinlich zu einem viel größeren Anteil Wunschkinder als in Heterofamilien ""..

    Das gilt mit Sicherheit in bestehenden Regenbogenfamilien, weil dort die Vorstellung "Familie" anders gedacht wird..

    In Beziehungen zwischen Schwulen und Hetero´s sind die Kinder ebenso häufig geplant wie ungeplant wie in anderen Beziehungen auch, wobei der Gedanke nicht vernachlässigt werden sollte, das Schwule die sich in Pseudo-Hetero-Ehen "verstecken" die "perfekte Familie" wahrscheinlich nur mit Kind als "gelungen" empfinden..

    Die Soziologie steckt dort noch in den Anfängen, weil die Parameter für den Mikrozensus beispielsweise immer noch keine Regenbogenfamilien enthalten, oder gar Schwule und Lesbische Beziehungen..

    ""Auf das Argument, 'Homos sein die besseren Eltern' haben die Homogegner gerade noch gewartet.""..

    Das ist aber nicht von der Hand zu weisen, vor allem vor dem Hintergrund der Wunschkind-Realitäten in diesen Beziehungen, denn überall dort wo Wunschkinder in Familien leben, geht es denen sichtlich besser, als Kindern die "einfach nur so" entstanden sind, also ungeplant..

    Die Lebenssituation von ungewünschten Kindern in Familien ist sozial immer die schlechteste, weil solche Kinder als Grund für das "Versagen" der Eltern in Karriere und Gesellschaft herhalten müssen, von Kindern die als Ergebnis einer Vergewaltigung gezeugt wurden, mal ganz zu schweigen..

    Der zweite Punkt ist die "Rollen-Funktion" die innerhalb der Diskussionen immer wieder auf die Vater-Mutter-Schiene reduziert wird..

    Und zwar von den Adoptions- und Bildungsplangegnern, nicht von uns..

    Hier muß deutlich gemacht werden das Kinder kein Eigentum der Eltern sind, sondern ein Teil der Familie, wie auch immer sie sich zusammensetzt..

    Eltern haben nicht das Recht die einzige Bezugsperson der Kinder zu sein, und durch offensive Planung diesen "Kreis der Erlauchten" möglichst gering zu halten..

    Kinder haben einen Anspruch auf einen UMFASSENDEN Kreis von Bezugspersonen, und es ist aus psychologischer Sicht völlig unwichtig ob die eine Funktion als Vater oder Mutter übernehmen..

    Kinder brauchen männliche und weibliche Bezugspersonen, und das gilt für Mädchen ebenso wie für Jungen..

    Für Jungen die bei Alleinerziehenden Müttern aufwachsen gilt dieser Anspruch auf männliche Bezugspersonen ganz besonders, denn Dymorphologien oder andere psychische Störungen wie Bulimie entwickeln sich bei Jungen besonders dann, wenn diese Bezugspersonen fehlen..
    Analoges gilt für Mädchen bei Alleinerziehenden Vätern..

    Interessanterweise ist die Möglichkeit das sich ein Junge mangels männlicher Bezugsperson zu einem Macho entwickelt besonders hoch..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #89 springen »
#89 MiepmiepAnonym
  • 19.11.2014, 18:17h
  • Antwort auf #79 von TheDad

  • Soo, der Nettigkeiten sind genug gewechselt *zwinker*, jetzt muss ich nochmal einhaken.

    Die Gegen-Hypothese (advocato diaboli!) wäre, daß LGBTTIQ*-Familien bisher von der Forschung (gewissermaßen - die "Spießerkriterien erfüllend und überentfüllend - "heteronormativ") selektiert worden sind & sich selbsselektiert, d.h. für Studien/Befragungen zur Verfügung gestellt, haben, dass der Befund disfunktionaler Familienverhältnisse bei ihnen ohnehin äußerst unwahrscheinlich gewesen ist.
    Auch sind leibliche Kinder in Regenbogenfamilien doch wahrscheinlich zu einem viel größeren Anteil Wunschkinder als in Heterofamilien - damit, so könnten Kritiker_innen argumentieren, wird der Vergleich zur vollen Bandbreite von Heterofamilien etwas wohlfeil.
    In der Tat sind in der Vergangenheit Familiensoziolog_innen bereits heftig in die Kritik geraten, als sie beispielsweise die "Problematik des fehlenden Vaters" bei Kindern lesbischer Eltern (invitro-Fertlisiation!) empirisch untersuchten & diskutierten... das beruhte auch auf dem Mißverständnis, die Forscher_innen seien vorurteilsbelastet und böswillig von einer "defizitären" Situation (der fehlenden Mama-Papa-Kind-Triade) ausgegangen und wollten mit ihrer Arbeit Regenbogenfamilien diffamieren. Soweit ich es verstanden habe, ging es ihnen aber vielmehr darum zu zeigen, wie Regenbogenfamilien in der Realität gelingen(!) gerade weil soziale Rollen (des "Vaters"...) von der biologischen Reproduktionsfunktion (des "Erzeugers") abgelöst werden und von
    "Dritten" übernommen werden, wodurch z.B. auch gewisses Konfliktpotential, wie es für "traditionellen" heteronormativen Familienverhältnisse typisch ist, reduziert wird... Eigentlich sehr überzeugende wissenschaftliche Arbeit PRO Regenbogenfamilien. Im
    Rahmen der "Kindeswohl"-Debatte können solche Ausführungen durch Auslassungen und manipulierte Zitate freilich auch ins Gegenteil verkehrt und mißbraucht werden, aber vor solcherlei Bosheit ist man nie gefeit. Je mehr Regenbogenfamilien gesellschaftliche Realität werden, desto mehr wird auch die familiensoziologische Forschung auf diesem Gebiet vorankommen.
    Um damit abschließend nochmal auf die Kindesverwahrlosung, -mißhandlung usw. in Heterofamilien zurückzukommen: Auf das Argument, 'Homos sein die besseren Eltern' haben die Homogegner gerade noch gewartet. Also Vorsicht.
    Sarkastisch-ironisch (oder empörter) O-Ton ja schon jetzt: "Heute muß man wohl schwul sein, das ist ja hip, überall nur noch Schwule!" - Das kenn ich übrigens auch aus meinem unmittelbaren persönlichen Umfeld und es war einer der vielen 'Tropfen', die über Jahre 'den Stein gehöhlt' haben und dafür sorgten, daß ich mich erst sehr spät geoutet habe...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#88 Danny387Profil
  • 19.11.2014, 17:39hMannheim
  • Ist dieses JF-Interview irgendwo im Netz zu lesen? Ich finde es nicht, aber mich würde interessieren, was Frau Etschenberg da gesagt hat, will aber nicht die JF kaufen ...
  • Antworten » | Direktlink »
#87 AdrienEhemaliges Profil
  • 19.11.2014, 16:42h
  • Antwort auf #67 von Miguel53de
  • Siehst du:
    Aus den von dir in den drei letzten Absätzen genannten Gründen ist die aus manchen Beiträgen erkennbare Vorverurteilung nicht hinzunehmen.
    Wie schnell ist der Ruf eines Menschen, und das evtl. völlig unberechtigt, ruiniert?
    Ein abschließendes Urteil maße ich mir derzeit nicht an.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #67 springen »
#86 sperlingAnonym
  • 19.11.2014, 14:55h
  • Antwort auf #85 von TheDad
  • >"aber Ulrichs beispielsweise war und ist zu wenig bekannt, und als Jurist denkbar ungeeignet einer Stiftung den Namen zu geben die sich zunächst mit Sexualforschung und der Kommunikation der Ergebnisse in die Bevölkerung hinein beschäftigen soll.."

    ich bin ja vielleicht als großer ulrichs-fan voreingenommen. aber eigentlich hat ulrichs fast alles, was hirschfeld später tat, zumindest versucht. wenn auch - was in seiner zeit ein wunder gewesen wäre - nicht immer erfolgreich. er war der erste, der sich an einer einigermaßen wissenschaftlichen homosexualitätsdefinition versucht hat. er hat netzwerkarbeit und politischen lobbyismus betrieben. er hat sogar eine hilfskasse für in not geratene "urninge" gegründet.

    im gegensatz zu hirschfeld, der sich niemals öffentlich als schwul zu erkennen gab, trat ulrichs offen homosexuell auf.

    hirschfeld selbst sagte, dass er ulrichs in vielerlei hinsicht beerbte. er meinte das durchaus auch wissenschaftlich.

    ulrichs kann man, anders als hirschfeld, nicht vorwerfen, jemals eine pathologisierung von homosexualität zugelassen zu haben. nichts war ihm schrecklicher als die behauptung, "urninge" seien krank oder unnatürlich. er argumentierte mit gerechtigkeit, nicht mit krankheit. mitanzusehen, dass seine eigenen konzepte von krafft-ebing aufgegriffen, aber in eine pathologisierung umgeformt wurden, brach ulrichs das herz.

    was aber die benennung angeht: natürlich ist hirschfelds eher submissive, bittende, anbiedernde haltung der hirschfeld-stiftung näher als ulrichs fordernde, aggressiv anklagende grundhaltung. insofern passt da schon alles zusammen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #85 springen »
#85 TheDadProfil
  • 19.11.2014, 14:01hHannover
  • Antwort auf #82 von bernhard g
  • ""Das konnte nicht gutgehen.""..

    Hirschfeld ist, wie viele Andere mit ihm, ins Exil gegangen, und hat sich dort das Leben genommen..

    Die gegen ihn und seine Forschungen erhobene Vorwürfe bis hin zum "Nestbeschmutzer" haben sich in den Vergangenen 80 Jahren überhaupt nicht verändert..

    Natürlich kann man darüber spekulieren ob eine Stiftung zur Gleichstellung mit einem anderem Namen besser gedient gewesen wäre, aber Ulrichs beispielsweise war und ist zu wenig bekannt, und als Jurist denkbar ungeeignet einer Stiftung den Namen zu geben die sich zunächst mit Sexualforschung und der Kommunikation der Ergebnisse in die Bevölkerung hinein beschäftigen soll..

    Vor allem darf dabei aber nicht vergessen werden das sich nicht nur die Forschung in den vergangenen 100 Jahren weiterentwickelt hat, sondern mit ihr auch die Sprache der Forschung..

    Im Gegensatz zu der Sprache der Gegner, die weiterhin mit 100 Jahren alten Vorwürfen und Pseudo-Argumenten operieren, und die gleichen Ausdücke und Begriffe verwendet wie damals..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#84 goddamn liberalAnonym
  • 19.11.2014, 13:23h
  • Antwort auf #82 von bernhard g
  • Die Strategie war schon damals schon deshalb richtig, weil sie auf demokratische Prozesse und rationalistische Argumente setzte.

    Hirschfeld hat allein durch seine politische Postiionierung den bis heute nachwirkenden Schaden verhindert, den peinliche Ästheten wie Jean Cocteau ('Salut a Breker') angerichtet haben. Dessen Ruf konnte nur durch den heroischen Kriegseinsatz seines Freundes Jean Marais einigermaßen wiederhergestellt werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#83 bernhard gAnonym
#82 bernhard gAnonym
#81 goddamn liberalAnonym
  • 19.11.2014, 12:13h
  • Antwort auf #80 von bernhard g
  • Mit der Gesundheit und dem 'gesunden Menschenverstand' ist das ja so eine Sache.

    Ach Freud hantierte mit dem Begriff der Perversion und es kann leicht übersehen werden, dass er damit nicht nur uns, sondern auch sich selbst und alle anderen meinte.

    Hirschfeld hat jedenfalls hat öffentlich das Recht aur vollentwickelte Liebe unsereinem (also auch sich) nicht nur zugestanden, sondern auch gefordert.

    Sogar im epochemachenden Film 'Anders als die anderen' von Richard Oswald.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#80 bernhard gAnonym
  • 19.11.2014, 11:31h
  • Antwort auf #76 von goddamn liberal
  • Da bin ich anderer Meinung. "Emanzipation" durch Pathologisierung ist für mich kein akzeptabler Weg, und auch damals waren manche schon weiter, etwa Freud, dessen Gedankengänge zwar heute ebenfalls seltsam anmuten, aber wenigstens nicht diskriminierend waren.
    Ich muß an die Situation im jetzigen Iran denken, wo Schwule nur nach einer Geschlechtsumwandlung halbwegs akzeptiert werden: dass ein gesunder, normaler Mann einen anderen Mann will, ist in diesen Konzepten nicht vorgesehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #76 springen »
#79 TheDadProfil
  • 19.11.2014, 11:06hHannover
  • Antwort auf #68 von Miepmiep
  • ""Was Du über das Heranwachsen neuer, toleranter Generationen""..

    Jepp..
    Da arbeiten viele dran und darauf kann man auch zurecht hoffen, denn die heutige Schülerschaft ist in großen Teilen toleranter und auch interessierter als man es gemeinhin annehmen mag..

    Besieht man sich dazu als Beispiel das Statement der B.-W.- Gesamtschülervertretung und vergleicht diese dann mit der Pressmitteilung der Niedersächsischen Schüler-Union erkennt man klar wo die Gegner stehen :
    In den rechtskonservativen Parteien und vor allem den mit diesen verbundenen religiösen Vereinigungen..

    Was die Abwertung der Hetero-Familie betrifft bin ich durchaus der Meinung das es sich bei den Verweisen auf die Infunktionalität um legitime Kritik handelt, während die Hetero-Kritik an den Regenbogenfamilien durchweg durch die vorliegenden Erfahrungen versagt und ad absurdum geführt wird..

    Es gibt keinen einzigen Bericht über eine Regenbogenfamilie der nachweisen würde, das in ihr ein Kind vernachlässigt, vergewaltigt oder durch die Eltern zu Tode gekommen wäre..

    Derlei Berichte über Hetero-Familien gibt es dagegen beinahe täglich, was die Zahlen über in ihren Familien misshandelte Kinder auch immer wieder bestätigen..

    Ich finde Deine Kommentare hier übrigens durchweg lesens-und beachtenswert, weil Du immer wieder Sichtweisen einbringst die bei vielen anderen einfach fehlen..
    Einfach mal Danke dafür..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#78 AdrienEhemaliges Profil
#77 AdrienEhemaliges Profil
#76 goddamn liberalAnonym
#75 AdrienEhemaliges Profil
#74 AdrienEhemaliges Profil
#73 AdrienEhemaliges Profil
  • 19.11.2014, 10:22h
  • Diese Auffassung teilt nicht jeder, so dass man sich über nichts mehr wundern muss.
  • Antworten » | Direktlink »
#72 stromboliProfil
  • 19.11.2014, 10:00hberlin
  • Antwort auf #63 von Adrien
  • Das mit dem ton und der hörbaren musik, ist als methaper eine erfindung der herrschenden gegenüber den fordernden...
    ins kleinbürgerliche übersetzt, die forderung, ja nicht andere töne anzuschlagen als von orchesterleitung vorgegeben...

    Entsetzt dann die "dirigenten , wenn ihnen nicht die noten entgegenklingen, die sie als grundlage in die notenständer gestellt haben.
    Was , wenn dann noch die singenden ihre eigenen lieder singen, statt das der dirigenten-texter-komponisten...

    Um dich beim wort zu nehmen ..
    Du bist das Paradebeispiel dafür, wie es NICHT ablaufen sollte.
    "Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet

    de.wikipedia.org/wiki/Der_Revoluzzer

    www.youtube.com/watch?v=1XpUGyVq9jE


    Von musik versteh ich jeden ton, meine schwester spiel grammophon . G.Kreisler
  • Antworten » | Direktlink » | zu #63 springen »
#71 bernhard gAnonym
  • 19.11.2014, 09:58h
  • Antwort auf #9 von goddamn liberal
  • "Hirschfeld war eben wie z. B. auch Alfred Adler ein Kind seiner Zeit. Die schlimmsten Stellen sind übrigens aus dem Nachlass. Er wird gewusst haben, weshalb er das nicht veröffentlicht hat. Er wollte den antisemitischen und homophoben Todfeind ncht füttern."

    Solche Äußerungen lassen sich nicht mit der damaligen Zeit rechtfertigen, mit diesem Argument ist alles entschuldbar.
    Ich habe nie verstanden, wie man eine Stiftung für Homosexuelle nach dieser sonderbaren Gestalt benennen konnte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#70 goddamn liberalAnonym
  • 19.11.2014, 09:18h
  • Antwort auf #69 von fritzrth
  • "Sollen wir herumsitzen und Haßrede nur stumm zuhören, ohne was dagegen zu sagen?"

    Nach der Ansicht von massiv homophoben Propagandisten wie JF-Chef Dieter Stein sollen wir das wohl.

    Herzumsitzen und warten, bis wir 'abgeholt' werden.

    Wohin wir dann nach alter deutscher Sitte verfrachtet werden sollen, ist ja wohl klar.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#69 fritzrth
#68 MiepmiepAnonym
  • 19.11.2014, 00:52h
  • Antwort auf #64 von TheDad

  • Das Argument mit den geschiedenen Heteroehen und gescheiterten Heterofamilien kommt mir aber seltsam bekannt vor *videoguck* *hüstel*
    ACHTUNG: IRONIE!

    Im Ernst: Die Reaktionen des Publikums im Video zeigen beispielhaft, wie kontraproduktiv gerade die Demaskierung und Dekonstruktion der traditionell-bürgerlichen Ehe sein kann, will man damit alternative Familienformen (vergleichsweise) "aufwerten". Diese "moralische Nivellierung nach unten" wird nämlich als ultimativer Affront gegen das Allerheiligste aufgefasst. Man legt den Finger in die Wunde dessen, der sowieso schon seit jeher am lautesten "Haltet den Dieb!" schreit... etc. etc.
    Die Ideologie ist stärker als die Realität und überformt die Realität. Um es mit dem Ehepaar^^ Thomas zu sagen: Was Menschen als real definieren, das ist real in seinen Konsequenzen.

    Was Du über das Heranwachsen neuer, toleranter Generationen schriebst, ist fraglos wichtig und lässt für die Zukunft hoffen. Hoffen wir vor allem, daß es auf absehbare Zeit wirklich gelingen wird, wirksame Bildungspläne flächendeckend(!) durchzusetzen und zu implementieren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#67 Miguel53deProfil
  • 18.11.2014, 23:20hOttawa
  • Antwort auf #54 von Adrien
  • Ich verweise auf die mir bisher vorliegenden Beitraege #1 - 64, von denen ich allerdings die #37, 39, 42, 47, 54 ausnehme, weil sie nichts zum Thema beisteuern. Alle anderen, auch die #26, kann man als Beitraege zum Thema mehr als gut gelten lassen. Man muss nicht immer uebereinstimmen, aber das macht die Diskussion ja erst interessant.

    Die #####, die ich ausgenommen habe, muss man einfach nur uebergehen. Sie sagen nichts ueber das Thema, wohl aber jede Menge ueber den Verfasser aus.

    Mehr kann, bzw. darf ich nicht schreiben.

    Ich kann mir trotz des Artikels, des Videos und der Diskussion hier keine echte Meinung bilden. War es tatsaechlich naiv oder doch mutig, sich in die Hoehle der Loewen zu begeben? Hat sie mit ihren Ausfuehrungen etwas unter den Zuschauern bewegt? Haette sie nicht noch deutlicher und mutiger sein koennen oder sogar muessen?

    Und hat sie gewisse Aussagen mit einem ironischen Hintergedanken gemacht? Haette sie zum Thema Adoption nicht deutlicher und positiver sprechen muessen, wo sie doch als Wissenschaftlerin wissen muesste, das Kinder in Regenbogenfamilien laengst Alltag sind und dort zumeist gleich gut oder sogar besser aufgehoben sind, als in "Mama-Papa" Idyllen, die so eher seltener geworden ist?

    Nein, ich konnte mir bisher kein abschliessendes Urteil bilden. Hoffe aber, auf weitere, sinnvolle Beitraege. Davon ist ja leider von der Adrien-Kueste nicht viel zu erwarten, obwohl doch unter #26 zumindest ein Ansatz erkennbar war. Dieser kurze, beinahe ueberraschende, Eindruck hat sich dann aber mit den oben genannten Nummern schnell im Kuestennebel verfluechtigt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#66 GregoriaAnonym
#65 ZwischenrufAnonym
#64 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 20:05hHannover
  • Antwort auf #55 von Miepmiep
  • ""es sollte die verschiedenen "Eskalationsstufen" der Konfrontation mit dem "Fremden" und vermeintlich "Abartigen" für homophobe(?), vorurteilsbelandene bzw. "fremdelnde" Erwachsene versinnbildlichen..""..

    Erzieht man Kinder zu Menschen die nicht "fremdeln" und vorurteilsbeladen sind, erhält man irgendwann vorurteilsfreie Erwachsene..

    Die Kinder dienen auch als "Multiplikatoren" die dann umgekehrt die Eltern "erziehen"..

    Wir werden die Gesellschaft nicht von Heute auf Morgen verändern können, das muß jedem klar sein..

    Bei Erwachsenen habe ich schon lange damit aufgehört "nur schonende Themen" anzusprechen, denn die verschonen mich mit ihren obskuren bis absurden Ideen von Familie ja auch nicht, ganz im Gegenteil..
    Ein bißchen Off Topic, aber trotzdem gehört es hier her als kleine Exkursion mit welcher Art Mensch wir es in der Gesellschaft oft zu tun haben :

    Alle Statistiken sprechen dafür das die "heile Familie" nicht existiert..
    Ehe-Dauer, Scheidungsrate, Wiederheirat und/oder nachfolgende "wilde Ehe", Patchworkfamilien und die Masse von Alleinerziehenden beweisen doch überzeugend das ein "religiöses Konstrukt" Vater-Mutter-Kind-Kind-Familie (die es übrigens erst seit wenigen Jahren gibt, denn die RKK propagierte bis in die 70´er Jahre hinein die Großfamilie, die heute noch in italienischer Nudelreklame vorkommt) nicht funktioniert..

    Das Bigotte daran :
    Und IMMER haben die Töchter der Kirchen Caritas und Diakonie vom Niedergang der heilen Welt finanziell profitiert..

    In den ausgehenden 40´ern bauten sie riesige Kinderheime um Kriegswaisen zu "erziehen"..
    Später sperrten sie in diese Heime "schwer erziehbare" ein..

    Anfang der 60´er "entdeckten" sie Behinderte als Markt, und bauten riesige Wohnanlagen mit Stationen zum Wohnen, und Arbeitsplätzen in "beschützten Werkstätten"..
    Diese Teils an "Contergan-Kind--Knäste" erinnernden Lager-artigen Gelände, teils schön abseits der Großstädte auf dem Land gelegen, oft Meterhoch eingezäunt um Fluchten zu verhindern, erinnern mich immer mit Abscheu daran, was man diesen Kindern angetan hat..

    Ohne Schulbildung und ohne Berufsausbildung zu einfachen Job´s angelernt montierten sie automatische Antennen für die Automobilindustrie, später Handy´s, oder zählten Schrauben-Set´s für IKEA-Schränke in Plastikschläuche, und mit dem "Gehalt" dafür erkauften sie sich Essen und Wohnen in diesen Heimen..
    Was blieb war ein Taschengeld für eine Full-Time-40-Stunden-Woche bei 3 Wochen Urlaub mit der Gruppe im Harz oder an der Nordsee..

    Von Selbstbestimmten Leben, vom Traum auf eine eigene Familie hatten sie meist keine Ahnung..

    Tausende Kinder mit Down-Syndrom wurde bis weit in die 70´er Jahre hinein sterilisiert um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern, und nicht selten wurden ERWACHSENE Menschen in solchen Heimen, wenn sie beim Sex miteinander erwischt wurden, mit Prügelstrafen, Freizeit-und Taschengeld Entzug bestraft..

    Erst 2012 flog ein florierender Prostitutions-Ring in einem solchem Heim am Stadtrand von Hildesheim auf, in dem sich Bewohner unter der Anleitung der "Betreuer" einen lukrativen Nebenverdienst erarbeiteten..

    In den 70´ern entdeckten die Helferlein Gottes dann die Alten, und ein "Altenpflegeheim" nach dem anderem, die sich Heute Neu-Deutsch "Seniorenresidenz", "Stift", oder "Refugium für den Lebensabend" nennen, schossen wie Pilze aus dem Boden, und die Diakonie und die Caritas verdient sich auf diesem Markt bis Heute als Marktführer eine goldene Nase..

    Berichte über gefesselte und mit Medikamenten geknebelten Menschen die in ihrem eigenem Dreck liegen füllen immer wieder die Zeitungen, und längst nicht alle "Heime" sind zwischenzeitlich abgeschafft und zu "Wohnen im Alter" umfunktioniert..

    All das kann mich nicht mehr schocken..

    Aber ich erspare auch meinen Mitmenschen keinerlei Schocks..
    Das halte ich für einen gerechten Ausgleich..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#63 AdrienEhemaliges Profil
#62 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 19:28hHannover
  • Antwort auf #54 von Adrien
  • ""Mehr kann bzw. darf ich nicht schreiben.""..

    UUUuuuh..wie misteriös..

    Das hatten wir hier schon einmal..

    Wen willst Du mit solchen lächerlichen James-Bond-Allüren beeindrucken ?

    MEINE Argumente stehen dort klar nachlesbar in beiden Postings !

    Deine BEHAUPTUUNG das Verhalten so genannter "auffälliger Schwuler" hätte negativen Einfluß auf die Gleichstellung oder gar Dein persönliches Leben in Form von negativen Anfeindungen durch Deine persönliche Umgebung, steht wie immer unbewiesen, weil UNBEWEISBAR im Raum !

    So oft hier die Diskussion geführt wurde, nicht ein einziges Mal hast Du für diese Behauptung ein Argument angeführt, das auch nur in entferntester Weise diese These hätte stützen können !

    Und dabei wäre es noch einfach gewesen aus den Kommentaren anderer User abzuschreiben, die sich wenigstens bemüht hatten diese absurde These zu stützen..

    Dein Beharren auf die eigene These macht sie nicht glaubwürdiger, oder gar schlüssiger..

    Dein lächerlicher Versuch
    ""Mehr kann bzw. darf ich nicht schreiben""
    macht das Ganze nicht glaubwürdiger, es bestätigt nur den weiteren Versuch Dich hier als moralische Instanz zu installieren, der Du nicht annähernd gerecht werden kannst, weil Deine dutzendfach in Kommentaren offen zutage tretende Empathielosigkeit längst erwiesen hat das Du nicht den blassesten Schimmer von Ethik besitzt !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#61 Robby69Ehemaliges Profil
  • 18.11.2014, 19:02h
  • Antwort auf #47 von Adrien
  • "Ich bleibe bei meiner Auffassung." Natürlich, Schätzchen, wie immer. Kennen wir doch alle schon. Und nun wird es sicher nicht mehr lange dauern, bis Du - wie jedesmal, wenn Du für Deine Geschwurbel und Deine Märchen keine sachlichen Argumente vorweisen kannst (was so gut wie immer der Fall ist, grins...) - das Thema "für beendet" erklärst, nicht?! Grins...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#60 Robby69Ehemaliges Profil
#59 Robby69Ehemaliges Profil
#58 Robby69Ehemaliges Profil
  • 18.11.2014, 18:53h
  • Antwort auf #26 von Adrien
  • Dein Deinem Kommentar sieht man wieder mal, dass Du nicht fähig bist, ein X von einem U zu unterscheiden.
    Soll diese durchgeknallte Homo-Hasserin NOCH DEUTLICHER hetzen, damit es sogar DU mal kapierst, dass die GEGEN uns LGBTIs ist?! Oder brauchst Du von ihr und ihrem ganzen verdammten homophoben Gefolge noch "Einzelunterricht" - weil Du wieder mal die Fakten so dreist wegleugnest und wieder mal Deine Ammenmärchen-Platte auflegst, weil Du zu feig bist, der verdammten Wahrheit - dass diese Trulla eine HOMO-HASSERIN ist - ins Gesicht zu sehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#57 Robby69Ehemaliges Profil
#56 Robby69Ehemaliges Profil
#55 MiepmiepAnonym
  • 18.11.2014, 17:53h
  • Antwort auf #52 von TheDad

  • Okay okay, aber mir gings grad mit dem "Outing... Cruising" nicht um Sexualaufklärung von Kindern, es sollte die verschiedenen "Eskalationsstufen" der Konfrontation mit dem "Fremden" und vermeintlich "Abartigen" für homophobe(?), vorurteilsbelandene bzw. "fremdelnde" Erwachsene versinnbildlichen... wie man nicht unbedingt mit "shocking extremes" einsteigt. Sorry, war etwas sprunghaft und obskur von mir.

    Daß die Schmutz- und Hetzkampagne gegen Sexualkunde UND Bildungsplan bodenlos & zum Kotzen ist, steht gar nich zur Diskussion. Rechtspopulistische Agitation besteht nunmal zu großen Teil aus haltlosen Behauptungen, die beim
    Dumpfbürger-Klientel naive Empörung provozieren und reaktionäre Schutzreflexe aktivieren. Das ist eben "Rufmord" auf der Ebene des gesellschaftlichen Diskurses... auch von der schwachsinnigsten Verleumdung bleibt noch beim Publikum im zugigen Oberstübchen genug hängen, um das politisch zu instrumentalisieren (vgl. "Kinderf...-Partei Grüne", "Überfremdung durch Wirtschaftsflüchtlinge" etc. etc.) ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#54 AdrienEhemaliges Profil
  • 18.11.2014, 17:43h
  • Antwort auf #50 von TheDad
  • Ohne schmückendes Beiwerk bleibt im Wesentlichen folgende Aussage:

    "Erkenntnisresistent wie immer, nur die eigenen Argumente sind folgerichtig, weil..."

    Da du keine Argumente zum Thema hast, "bleibe ich nach wie vor bei meiner Auffassung."

    Mehr kann bzw. darf ich nicht schreiben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#53 morabarAnonym
  • 18.11.2014, 17:32h
  • Die Olle wurde da reingewählt, weil die Bundesstiftung aus einem Haufen konservativer, ignoranter und reicher Wichtigtuer besteht, die sich einen Dreck um die Emanzipation scheren, solange sie nicht ihre verblödete Visage in die Kamera halten können.
  • Antworten » | Direktlink »
#52 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 16:21hHannover
  • Antwort auf #49 von Miepmiep
  • Keine Sorge, wir ziehen da am gleichem Strang..

    ""Wenn man die Bildungsplangegner_innen nicht als relevante Bedrohung unserer Interessen auffasst, kann man sie getrost ignorieren.""..

    Geht leider nicht, denn sie sind real eine Bedrohung für solche Bidungspläne die Vorgaben setzen wie Toleranz und Akzeptanz in Kindern und Jugendlichen gesetzt werden können, und das gegen gelerntes aus der Familie, denn genau dem Gelerntem haben wir ja die bestehenden Vorurteile zu verdanken..

    ""habe ich nicht erklärt, was Cruising ist.""..

    Da ist es wie mit den vielfach zitierten "Vaginalkugeln, Dildo´s und ähnlichen Sexspielzeugen", denn die werden gar nicht genutzt, es sei denn die Fragen kommen von den Schülern, und Fragen dazu muß man mit den richtigen Antworten begegnen, und nicht mit Ausreden wie teils immer noch üblich, die dann besagen, ´dazu seid ihr noch zu jung´, oder schlimmer noch, das sei ´alles pervers´..

    Altersgerechte Aufklärungbedeutet auch nicht zwingend auf alles mögliche einzugehen, sondern den Unterrichtsstoff so aufzubereiten, das er von den Schülern auch verstanden wird..

    Ein Dritt-Klässler wird vielleicht nicht verstehen was eine Regenbogenfamilie ist, weil der Begriff gar nicht geläufig..

    Aber die verstehen was Zwei Papa´s sind, oder eine Adoption..
    Die verstehen auch was Zwei Mama´s sind, und auch was Lesben und Schwule sind, wenn es erklärt wird..

    Wenn ein 7-Jähriger Junge fragt :
    Was sind Schwule ?
    Und man antwortet :
    Zwei Männer die sich lieben und vielleicht sogar zusammen leben wie Ernie und Bert,
    dann sind alle Fragen meist beantwortet..

    Oder eben ähnliches..
    Die Möglichkeiten für die Lehrkräfte sind vielfältig, und eben auch von ihnen selbst abhängig, weil sie selbst die Unterrichte gestalten..

    Keine Lehrkraft wurde Aufklärung mit einem Film über Abtreibung beginnen..
    Oder der Geburt..

    Was die Gender-Theorie betrifft, so bin ich da ja eher der Meinung das die aus der Emanzipationsbewegung der Frauen kommt, als aus unseren Reihen, denn eigentlich muß man Gender-Theorie als konsequente Weiterentwicklung emanzipatorischen Bemühens um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau denken..

    Schwäbische Landmutti´s fragt man da vielleicht als erstes, ob sie zu Haue eigentlich getrennte Toiletten für sich und ihre Familie haben, und ob dort für die männlichen Familienmitglieder wie selbstverständlich ein Pissoir an der Wand hängt..

    Wenn das nicht greift kann man noch die Frage anfügen, ob sie Linkshänder-Scheren für Teufelswerk halten..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 goddamn liberalAnonym
  • 18.11.2014, 16:17h
  • Antwort auf #44 von Lars
  • Deine Einfühlsamkeit mit Deinen Feinden in allen Ehren.

    Es ist aber gestattet zu hinterfragen, ob eine Dame, die meint, man könne 'Werbung für Homosexualität' machen und anscheinend keine Ahnung von der tatsächlichen Arbeit von im Wortsinn lebenswichtigen, weil lebensrettenden Coming-Out-Projekten an Schulen hat, in einem gemeinnützigen Fachbeirat noch gut aufgehoben ist.

    Wer rechtsreaktionären Blättern wie der JF zuarbeitet, die nicht nur gegen uns gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit verbrietet, schadet dem Gemeinsinn.

    Queer.de stellt nur eine Frage und benutzt dazu eben auch ein FRAGEZEICHEN in der Überschrift.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#50 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 15:53hHannover
  • Antwort auf #47 von Adrien
  • ""Ich bleibe bei meiner Auffassung.""..

    Natürlich..
    Wer hätte anderes erwartet ?
    Erkenntnisresistent wie immer, nur die eigenen Argumnete sind folgerichtig, weil im eigenem Hirn so festgesetzt, das sie von den Vorurteilen der Anderen gar nicht unterscheidbar, sich mit diesen Vermengend zu einem Meinungsbrei verkommen, der an braune Sosse erinnert..

    Deine "Mitgehangen - Mitgefangen" - Strategie ist ein Fall für die Psychotherapie !

    KEIN Verhalten anderer Menschen hat auf die Wahrnehmung DEINER Person größere Auswirkungen, als Dein eigenes !

    Alles andere was Du hier erneut anführst ist die Umkehrung des Vorurteils-Prinzipes in eine Double-Bind-Argumentation, die daraus besteht, den Menschen die Schuld für die über sie bestehenden Vorurteile in die Schuhe zu schieben !

    Perfider geht es kaum, denn das war schon die Logik eines Hugenberg, und eines Goebbels, die den Juden selbst die Schuld an ihrer Unterdrückung durch den Antisemitismus der Nazi´s erklärten, und zur Untermauerung diverse Propaganda-Artikel im Stürmer lancierten, oder Filme wie "Der ewige Jude" und "Jud Süss" in die Kino´s des Reiches brachten !

    ""Der ewige Jude" gehört mit "Jud Süß" und "Die Rothschilds" zu den drei 1940 in Deutschland uraufgeführten Filmen, die Juden nicht mehr, wie bis dahin gemäß nationalsozialistischer Filmpolitik üblich, als komische Figuren, sondern als gefährliche Untermenschen darstellen.[2]""..

    ""Dieser Film zeigt Originalaufnahmen aus den polnischen Ghettos, er zeigt uns Juden, wie sie in Wirklichkeit aussehen, bevor sie sich hinter der Maske des zivilisierten Europäers verstecken.""..

    Vor diesem Hintergrund lasse man sich Formulierungen wie :

    ""Die gutbürgerlichen homosexuellen Männer, die ich kenne, die sind weder schrill noch küssen sich in der Öffentlichkeit oder gehen auf den CSD. Das sind ganz solide, nette, sympathische, gebildete Menschen, die durch nichts auffallen.""

    auf der Zunge zergehen !

    Warum sprechen eigentlich so wenige Leute ihre Muttersprache ?

    Sprache ist keine simple Aneinanderreihung von Worten und Begriffen um der eigenen Stimme einen Klang zu verleihen !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#49 MiepmiepAnonym
  • 18.11.2014, 15:33h
  • Antwort auf #43 von TheDad

  • Zustimmung. Die Frage hier war bloß, inwieweit man über die einzuklagende, zukünftige Gesetzgebung hinaus auch noch für gesellschaftliche Akzeptanz werben kann...
    Wenn man die Bildungsplangegner_innen nicht als relevante Bedrohung unserer Interessen auffasst, kann man sie getrost ignorieren. Wenn doch, muß man aufklären und - so traurig es ist - bei "Toleranz" beginnen, weil offensichtlich noch nicht mal diese "gewährt" wird...
    Ich verstehe, wie Du das mit dem "Beschwichtigen" meintest, allerdings kann man LEIDER der schwäbischen Dorfmutti mit "abstrakten" Menschenrechten nicht kommen, gerade WEIL die Lügen von der "Gender-Ideologie" so verfangen...
    Seelig sind die geistig Armen; erzähle ihnen von Carola, 41, Ärztin, und Stefanie, 35, kaufmännische Angestellte, Familienmenschen, CDU-Wählerinnen, Eigenheim, Hund, Katze, Vereinsgängerinnen, die wollen ein Kind adoptieren. die Chance, daß die das schlucken, mag denkbar gering sein, aber vielleicht noch höher als wenn man Ihnen die "Vielfalt" in Form zweier Fetisch-Trans-Punks aus der autonomen Kommune vor den Kopf brettert und dann noch sämtliche Ausprägungen des Lebensweisen- und Gender-Universums laut mitdenkt. Kleine Schritte... Ich geb Dir Recht, daß das im Sinne der Heteronormierung Homosexueller nach hinten losgehen kann, aber WIE WIE WIE soll man einen Anfang in die richtige Richtung machen?

    Ich möchte mal nen kruden Vergleich machen: Als ich mich ggü. meiner Familie geoutet habe, habe ich nicht erklärt, was Cruising ist.
    Es geht um Überforderung... Und auch ich finde es Scheiße, daß 2014 in Deutschland noch über LGBTTIQ*-Rechte diskutiert werden muss und offenbar da ein wesentlicher Teil der politischen Elite und der Bevölkerung "überfordert" ist, aber man muß die Konsequenzen drausziehen.

    Ich schreib das im Übrigen nicht um zu pöbeln oder zu provozieren, sondern weil es mich selbst umtreibt und ich mir nicht im Klaren bin, wie man mit diesen paradoxalen Zuständen umgehen soll. Ich schätze Deine Beiträge in der Regel auch sehr... Und: nix läge mir ferner als Hass gg. LGBTTIQ* zu relativieren und zu beschönigen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#48 LorenProfil
  • 18.11.2014, 15:30hGreifswald
  • Offenbar ist es die Strategie der Frau Professorin, in der "Höhle des Löwen" (das im Video gezeigte Forum; die JF) Stellung zu nehmen. Es gelingt ihr aber m.E. nicht, die Fallen zu umgehen, in die man bei Diskussionen mit Vertretern und Anhängern gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hineintappen kann. Sei es die angebliche "Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen" im Aufklärungsunterricht, sei es der diffamierende Vorwurf der "Umerziehung", sei es der heraufbeschworene negative Einfluss von "Lobbyisten" oder das positiv gemeinte stereotypisierende Bild "gutbürgerlicher" Lesben und Schwulen (als Gegenbild zur "Stürmer-Karrikatur" der Homophoben): Sie liefert -unbeabsichtigt oder nicht, dazu sollte sie mal Stellung nehmen- den Hetzern und Diffamierern Futter für ihr widerliches Gebräu, das mit dem Begriff "Argumentation" nicht angemessen widergegeben werden kann.

    Prof. Dr. Etschenberg sollte zu der Kritik öffentlich Stellung nehmen. Ich würde ihr raten, sich zukünftig eher schriftlich an der gesellschaftlichen Debatte zu beteiligen, da sie die Fallstricke in Gesprächssituationen bislang nicht hinreichend beachtet hat. Ihre schriftlichen Arbeiten weisen sie durchaus als progressive und nachdenkliche Wissenschaftlerin aus. Da sollte sie in der Bildungsplandebatte zukünftig konsequent anknüpfen oder es ganz sein lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#47 AdrienEhemaliges Profil
  • 18.11.2014, 15:29h
  • Antwort auf #45 von TheDad
  • Jetzt hast du wieder weit, sehr weit ausgeholt.

    Du solltest dich kurz fassen und dich auf das Wesentliche beschränken; dieses schmückende Beiwerk ist entbehrlich, dient es in der Regel doch nur der Ablenkung bzw. Verschleierung.

    Es geht nicht um die "Wahrnehmung" der Person an sich, sondern um deren Auswirkungen auf andere, wie du selbst unter Nr. 40 letzter Absatz geschrieben hast.

    Ich bleibe bei meiner Auffassung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#46 SteuerzahlerinAnonym
#45 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 15:11hHannover
  • Antwort auf #42 von Adrien
  • ""Bezieht sich dein Roman tatsächlich auf die Nr. 37?""..

    Natürlich nicht..
    Ich poste hier einfach nur wild in der Gegend rum !

    Was hätte der Post von "Miepmiep" mit meinem persönlichem Eindruck rhetorischer Unfähigkeit zu tun ?

    Ursache und Wirkung von Sätzen ?
    Subtexte und Kernaussagen ?
    Hier bereits von einigen Anderen als "unglückliche Formulierungen" beschrieben, muß ich nicht dezidierter darauf einegehen, es sei denn Du möchtest einen weiteren Vortrag über die Wirkung eigener Worte auf andere Menschen lesen !?..

    ""Dass dies "keinerlei Auswirkungen" auf andere, gemäßigte, weniger aggressive Schwule haben soll, ist und bleibt halt nur eine Behauptung; die Realität sieht anders aus.""..

    Deine Realität hat sich durch diverse Änderungen von Nick´s hier nicht verändert, und so gilt weiterhin, was schon Mikesch lesen mußte :

    Für die Wahrnehmung Deiner Person als Mensch, Mann, Schwuler durch Deine persönliche Umgebung bist ausschließlich Du selbst verantwortlich, und niemand anderes !

    Übrigens ist das "gemäßigte" auch eine Form von Beleidigung in sich..

    Sind Menschen die offensiv für ihre Rechte eintreten schon "radikal" ?

    Und waren die Juden die sich widerstandslos deportieren ließen in diesem Zusammenhang dann die "gemäßigten" ?

    Ich habe hier genügend über mich geschrieben um deutlich zu machen, das ich zu keiner Zeit zu den Deportierten gehört hätte, sondern immer zu den Aufständischen von Sobibor oder Warschau, zur Ressistance in Frankreich, oder den Attentätern von Paris, Rom und auch der Wolfsschanze..

    de.wikipedia.org/wiki/Liste_bekannter_Attentate#1930er_Jahre
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 LarsAnonym
  • 18.11.2014, 15:09h
  • Antwort auf #33 von goddamn liberal
  • Aggressiv ist die Tatsache, dass es in dem Artikel nicht um eine Auseinandersetzung mit den Aussagen und dem politisch wohlmöglich naiven Alleingang von Frau Etschberg geht, sondern sofort um die Frage, wie man die Dame "loswerden" kann. Damit vedrängt man aber das Problem.

    Die Probleme, Hemmungen und Ängste, die selbst tolerante, aber zugleich konservativ-prüde geprägte Menschen mit Teilen der Bildungsplänen haben, wird man so nicht los.

    Auch sexuelle Introvertiertheit ist, gerade bei Teilen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration, eine nur bedingt veränderbare Prägung und Facette sexueller Vielfalt. Sie ist nicht das Böse, genausowenig wie der extrovertierte Szeneschwule. Der Respekt verlangt, auch dieser Prägung sensibel, erwachsen und konstruktiv zu begegnen, auch wenns schwerfällt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#43 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 14:56hHannover
  • Antwort auf #41 von Miepmiep
  • Wenn ich das hätte würde ich es jeden wissen lassen, das sei Dir versichert..

    Wir können nichts "erzwingen" was mit Toleranz (ein Scheiß-Wort),und mit Akzeptanz zu tun hat..

    Aber wir können Rechte erzwingen..
    Machen wir ständig..
    Dutzende Urteile höchster Gerichte zwngen die Dumpfbacken in die Grenzen des GG..

    Daran müssen wir festhalten, vor allem so lange wir Landes-und Bundes-Regierungen haben die den Verfassungsauftrag zur Gleichstellung aller Bürger konsequent ignorieren..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#42 AdrienEhemaliges Profil
  • 18.11.2014, 14:42h
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • Bezieht sich dein Roman tatsächlich auf die Nr. 37?

    Hinsichtlich des Themas Adoption solltest du die Ausführungen von Miepmiep, Nr. 24, die es ganz gut treffen und denen ich mich anschließe, lesen.

    Zur "Ausdrucks- und Verhaltensweise" verweise ich auf die Nrn. 32 vorletzter Absatz und die neue Nr. 39.
    Dazu passen auch deine Ausführungen im letzten Absatz. Dass dies "keinerlei Auswirkungen" auf andere, gemäßigte, weniger aggressive Schwule haben soll, ist und bleibt halt nur eine Behauptung; die Realität sieht anders aus.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#41 MiepmiepAnonym
#40 TheDadProfil
  • 18.11.2014, 13:48hHannover
  • Antwort auf #37 von Adrien
  • Man "beschwichtigt" die Vorurteile der Adoptions-Gegener nicht damit indem man erklärt, adoptieren wollen würden ja nur diejenigen, die so heteronormativ angepaßt als "bürgerliche homosexuelle" lebten..

    Die werden nämlich von den Adoptions-Gegnern gar nicht wahrgenommen !

    Diese Nicht-Wahrnehmung der angepaßten Spießer mit der angeblichen ÜBER-Wahrnehmung anderer Queer-Menschen zu verknüpfen, und ihnen damit zu unterstellen die GLeichstellung zu behindern ist nichts weiter als Wasser auf die Mühlen der Gleichstellungsgegner !

    Gleichstellung ist unabhängig vom persönlichem Verhalten ein Gebot des GG !
    Da gibt es kein wenn und aber !

    Man "bgründet" seine Beschwichtigungen auch nicht mit Sätzen die da lauten
    "ich kenne NUR bürgerliche homosexuelle, die nicht auf csd´s gehen, und sich nicht öffentlich küssen"
    und ähnlichen schwachsinn, denn Vielfalt bedeutet einen Querschnitt durch alle Möglichkeiten im Auge zu behalten, gerade wenn man sich als Fachbeirat an einer solchen Diskussion beteiligt..

    Fakt bleibt :
    LGBTTIQ´s SIND NICHT NUR SCHWULE !

    Diese Diskussion gehört endlich einmal beendet..

    Es werden nicht nur Schwule Männer diskriminiert, aber genau das ist es was die Gegener in solchen Diskussionen mit solchen Begriffen assoziieren, sondern eben auch Lesben, Bisexuelle, und vor allem Transidentische und Intersexuelle Menschen..

    Wer nicht in der Lage ist das in der Diskussion mitzudenken und sprachlich auch zu transportieren ist kein vernünftiger "Verteidiger" in der Diskussion, und hier hat Frau Etschenberg wie viele andere vor ihr, ebenso versagt..

    Das Schlimme ist das es auch hier einige Überangepaßte gibt die ihre eigene Situation den offensichtlich sichtbaren in die Schuhe schieben..

    Wer sich unsichtbar macht, muß sich aber auch nicht wundern nicht gesehen zu werden !

    Daran sind nicht die Anderen schuld, sondern immer nur man selbst..

    Mein öffentliches Leben hat mit Sicherheit KEINELEI Auswirkungen auf Deines, oder das von anderen dieser Unsichtbaren, denn ihr BLEIBT weiterhin unsichtbar..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#39 AdrienEhemaliges Profil
#38 goddamn liberalAnonym
  • 18.11.2014, 11:47h
  • Antwort auf #37 von Adrien
  • Die Wirkung auf Dritte ist hier nur dann verheerend, wenn ab und an der Zickenkrieg ausbricht und es persönlich wird.

    Ansonsten ist die Formulierung selbstverständlicher Rechte und die Benennung historischer Tatsachen eher ein Denkanstoß für Dritte.

    Dazu gehört dann eben auch, dass die Volkstod-Fantasien von Herrn Leisenberg leider nachweisbar in nationalsozialistischer Tradition stehen. Man kann sich da auf Himmler-Reden gegen Homosexualität beziehen.

    Muss man sich mit solchen Leuten an einen Tisch setzen?

    Ihre Thesen sind, wenn man sich auf die völkische Ebene herablässt (was man ja nicht tun sollte), zudem fortpflanzungsmedizinisch überholt. Nie waren homosexuelle Menschen (v.a. Frauen) so wenig steril wie heute.

    Hier sucht sich, wie in anderen Bereichen auch, der Hass mal wieder eine rational daherkommende Tarnkappe, die nicht so recht passen will.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#37 AdrienEhemaliges Profil
#36 David77Anonym
#35 goddamn liberalAnonym
  • 18.11.2014, 09:55h
  • Antwort auf #34 von Pervertierung
  • "Sollte es dabei bleiben, darf diese Stiftung, die offenbar Homophobie fördert"

    In einer Demokratie kann man nicht jedes Fachbeiratsmitglied 24 Stunden lang kontrollieren, wenn es - vielleicht auch altersbedingt - aus dem Ruder läuft und auch irgendwie aus der Zeit fällt.

    An dem Aufsatz von Frau Etschenberg über Homosexualität im Unterricht, den ich hier mal verlinkt hatte, gab es wenig zu kritisieren.

    Untergründige Ressentiments sind bei allen Menschen oft schwer zu ermitteln, bis sie dann endlich zutage treten (Stichwort: 'Homo-Lobby', 'Werbung für Homosexualität').
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#34 PervertierungAnonym
  • 18.11.2014, 09:36h
  • Die Hirschfeld-Stiftung macht sich komplett zum Narren und pervertiert die ursprüngliche Stiftungs-Idee, wenn sie sich nicht von diesern Dame trennt.

    Sollte es dabei bleiben, darf diese Stiftung, die offenbar Homophobie fördert und verbreitet keine Steuergelder mehr bekommen. Dann lieber ganz auflösen, ehe das eine Unterstützung für Homohass wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#33 goddamn liberalAnonym
#32 MiepmiepAnonym
  • 18.11.2014, 08:51h
  • Antwort auf #29 von differenzieren

  • Natürlich vergaloppiert sie sich! Es ist trotzdem unlauter, sich gerade an besagtem Satz hochzuziehen, der ist nunmal anders gemeint als im Artikel suggeriert und dann kann man ruhig mal bei der Wahrheit bleiben.
    Es war naiv bis senil, zu der Veranstaltung hinzugehn und sich da instrumentalisieren zu lassen, seh ich auch so. Und daß sie die Mär einer drohenden Frühsexualisierung durch eine "Homo-Lobby" quasi mit ihrem Renomé "adelt", ist echt übel.
    Davon werden unwahre Behauptungen im queer.de-Beitrag trotzdem nicht wahr.

    Im Saal waren Leute, für die Homosexuelle "Falschprogrammierte" vom
    anderen Stern sind, die ihre kleine heile Welt zerstören wollen.
    Ich kann solche Leute natürlich auch einfach in "guter" AA-Tradition mit Slogans wie "Nazis verpisst Euch, keiner vermisst Euch!" bombardieren... sie werden davon wahnsinnig beeindruckt sein, und sicherlich fühl ich mich dann auch sehr politisch und aktiv und überlegen. Doch manche Akademiker_innen kommen halt auf die schräge Idee, Argumente vorzubringen und zu diskutieren, um vielleicht die vorgefertigten, stereotypen Einstellungsmuster aufzubrechen. Nennt sich Pädagogik. Wenn man diese Strategie grundsätzlich ablehnt, braucht man sich nicht zu wundern, daß es höchstens eine Verhärtung der Fronten gibt.
    Daß Frau Professor hier nicht angemessen agiert hat, ist zutreffend.

    Ich frag mich aber generell, wo die angeblich so unglaublich kompetenteren und eloquenteren Expert_innen bleiben, zumindest in den einschlägigen TV-Talks vermisse ich die immer.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#31 LarsAnonym
  • 18.11.2014, 02:15h
  • Mir ist dieser Artikel zu tendenziös und aggressiv. Bei bestimmten Punkten der Bildungspläne in Baden-Württemberg und Niedersachsen gibt es Unsicherheiten und Vorbehalte, auch unter den Queers - abhängig von Alter, kultureller Prägung, positiven oder negativen Erfahrungen beim Erlernen und Entfalten von Liebe und Sexualität, aber auch in der Begegnung mit Szenekultur(en) und der Community.

    Dass der Bildungsplan zum politischen Spielball geworden ist, ist bedauerlich. Trotzdem braucht ein so sensibles Thema weiterhin einen möglichst breiten Konsens.

    Nötig ist eine klare, deeskalierende Diskussion und nochmalige Aufklärung über die einzelnen Punkte, die sich als strittig und zu sensibel erwiesen haben. Personen-bashing zu betreiben und "Abweichler" zu attackieren, scheint mir dazu nicht das richtige Mittel.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 kuesschen11Profil
  • 18.11.2014, 01:35hFrankfurt/Main
  • Die ganze Runde im Video "Initiative Familienschutz" finde ich bieder und altbacken, also eine Besetzung älterer Jahrgänge. Da fehlt einfach die Perspektive aus der jüngeren Generation, die modernen Familienkonstellationen aufgeschlossener und freier gegenübersteht.

    Auf der einen Seite spricht Frau Prof. Eschenberg für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, andererseits verweigert sie Aufklärung in Schulen und ist gegen den Bildungsplan, vergaloppiert sich ziemlich oft in ihrer Meinung und wirkt weder souverän noch besonnen.

    Es gibt heute mit Sicherheit kompetentere Wissenschaftler, die überzeugender zur Thematik hätten beitragen können.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 differenzierenAnonym
  • 18.11.2014, 00:57h

  • Was laufen denn jetzt hier wieder für Verschwörungen ab? Ja, sie hat in dem Video Homos tw. ganz nett verteidigt, das wird übrigens auch von der Redaktion erwähnt. Das ändert nichts dran, dass sie zu der Hasserversammlung gegangen ist, tw. Stuss geredet hat und vor allem denen genügend Munition gegeben hat - sie mag zwischen Bildungsplan und angeblich überzogener Sexualpädagogik unterscheiden, die werden einen Teufel tun. Sie hat der JF ein Interview gegeben. Sie hat da und in anderen Interviews mehrfach vor einer Art Homo-Propaganda gewarnt. Sie zerstört ohne Ahnung den Ruf vom Aufklärungsprojekt Schlau. Usw. Nimmt man das alles zusammen, ist die Kritik mehr als berechtigt. Man sollte sich nicht von niedlichen Videos blenden lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#28 David77Anonym
#27 Danny387Profil
  • 18.11.2014, 00:33hMannheim
  • Antwort auf #23 von Dont_talk_about
  • Ich finde auch: Dass diese Versammlung überhaupt so stattgefunden hat, ist schlimm genug. Aber wir können froh sein, dass Frau Etschenberg in dieser Runde von Knalltüten so ruhig zu differenzierterem Denken angeregt hat.
    Und du hast völlig recht: Mit ihrer Aussage zu "gutbürgerlichen Homosexuellen" will sie ein (vermutlich zu recht) vermutetes Vorurteil unter den anderen Gästen und dem Publikum demaskieren. Sie will damit nicht sagen, dass Schwule sich nicht küssen SOLLTEN oder Händchen halten SOLLTEN.
    Ich bin allerdings auch der Meinung, dass sie noch dazusagen hätten können: "Selbst wenn sich Schwule öffentlich küssen: So what! Heterosexuelle tun das auch!"
    Aber jetzt, bleiben wir doch mal fair: Das ist eine live Diskussion, die Frau spricht völlig frei und spricht ruhig und ohne Aggression. Und auch sehr ausführlich! Und das finde ich gut. Besser als erwartet. In einem schriftlichen Vortrag hätte sie das wahrscheinlich auch anders formuliert. Dennoch, wie gesagt: Ich bin froh, dass sie da war und die Leute ihr zugehört haben!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#26 AdrienEhemaliges Profil
  • 18.11.2014, 00:05h
  • Auch zu Nrn. 20, 21, 23, 24

    Ich hab' mir das Video jetzt auch mal angeschaut.
    Hätte man vorher nicht den obigen Bericht gelesen, wäre man zweifelsfrei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Frau Prof. Dr. Etschenberg sehr wohl für schwul-lesbische Belange einsetzt und dieser "skandalöse" Satz tatsächlich anders zu interpretieren ist.

    Mutig, konfrontativ, dennoch besonnen, Maß und Mitte nicht aus den Augen verlierend, sich für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzend, trifft es ganz gut.
    Insbesondere hat sie ja auch die Gleichsetzung von Homosexualität mit Pädophilie zurückgewiesen und widerlegt.

    An diesem Beispiel sieht man mal wieder, wie die öffentliche Meinung manipuliert werden kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#25 David77Anonym
#24 MiepmiepAnonym
  • 17.11.2014, 22:59h
  • Antwort auf #20 von Dont_talk_about

  • Ich muß jetzt auch mal sagen, daß der zitierte, von Frau Professorin geäußerte Satz zu den konservativen vs. schrillen Homos nur im Zusammenhang des Gesamtvideos fair zu interpretieren ist, es ging ihr um den Adoptionswillen (!) bestimmter Homosexueller, den sie mit sichtlicher emotionaler Erregung gegen die geballte Dummdreistigkeit der anderen Teilnehmer_innen verteidigt hat. Wie die anschließende Diskussion mit dem Publikum zeigt, waren da offenbar mehrheitlich Leute im Saal, denen "schwul" gleichbedeutend mit "halbnackt auf dem CSD rumtanzen" ist... schwäbische Dummbolz_innen. Daß die Worte en detail unglücklich gewählt sein mochten, räume ich ein, aber ich würde Euch mal gern auf so einsamen Posten rhetorisch durchstarten sehen - und zwar frei Schnauze, spontan und ohne jegliche Unterstützung.
    Aus dem Satz ist nicht abzuleiten, daß sie NUR (über)angepasste, monogame und unauffällige Schwule gutheißt. Daß es hedonistische Party-Rampensäue gibt, die sich keine Kinder wünschen, kann man ja wohl nich in Zweifel ziehen. Darum gings. Sie wollte nur die Leute im Saal dort abholen, wo sie sind: auf einer ganz ganz traurigen geistigen Stufe nämlich ;)
    Das ist jedenfalls mein Eindruck.

    (Das JF-Interview ist freilich was anderes, sowas ist unverzeihlich!)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#23 Dont_talk_aboutProfil
#22 goddamn liberalAnonym
  • 17.11.2014, 22:44h
  • Antwort auf #20 von Dont_talk_about
  • "Werdet nicht ähnlich verbort wie das "Forum Familie""

    Tu ich nicht.

    Ich sehe nur, dass man zum Werkzeug des Gegners wird, wenn man der JF oder anderen Homophoben Zugeständnisse macht.

    Das ist angesichts einer international ziemlich geklärten Rechtslage auch gar nicht mehr nötig.

    Und überflüssig, da man Leute, die hassen wollen, weder mit Argumenten noch gar mit Zugeständnissen von ihrem Hass abbringen kann.

    Die hassen nämlich nicht, weil sie es nicht besser wissen, sondern weil sie eine tierische Freude dran haben.

    So einfach ist das.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#21 MiroAnonym
  • 17.11.2014, 22:26h
  • "Zwar unterstützt Etschenberg offiziell das Erziehungsziel "Akzeptanz sexueller Lebensweisen", warnt jedoch vor einer "Übertreibung""

    Das wundert ich jetzt gar nicht, dass die ständig hetzende und aufgehetzte Gruppe von queer.de oder Homoverbänden zum Waffengang aufruft, wenn jemand in seinem Handeln Maß und Mitte nicht aus den Augen verlieren will.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 Dont_talk_aboutProfil
  • 17.11.2014, 21:35hFrankfurt
  • Die Sendung im Video ist extrem homophob. Frau Etschenberg hält da dann sehr tapfer dagegen. Ich weiß wirklich nicht, wie man unsere Interessen in so einer Runde besser vertreten kann. Bei Minute 49 will sie lediglich zum Ausdruck bringen, dass viele Schwule auch konservativ sind. Man muss wirklich auch das Video davor anschauen. Der Artikel von queer ist ein klassisches Eigentor. Außerhalb eines gewissen Dunstkreises wird das niemand mehr nachvollziehen können. Werdet nicht ähnlich verbort wie das "Forum Familie"
  • Antworten » | Direktlink »
#19 TheDadProfil
#18 Just meAnonym
  • 17.11.2014, 21:15h
  • Antwort auf #6 von BildungsplanReal
  • "Und notwendigerweise - da bisher so nicht wahrnehmbar - in organisierter Form, z. B. lokale Visibility-Gruppen bilden, die in regelmäßigen Schichten an stark frequentierten Orten schwule Liebe, Zärtlichkeit, Erotik sichtbar machen!"

    Genau das hatte ich hier auch schon ein paar Mal angeregt, nur bislang keinerlei Feedback bekommen. Schön, dass du denselben Gedanken äußerst. Im Grunde wäre es auch gar nicht so schwer: Ort und Zeit festlegen, kommen, Raum einnehmen, fertig. Selbst wenn wir nur ein paar Menschen sind, würden wir garantiert auffallen, gerade WEIL wir sonst so selten sichtbar werden. Allein die ganzen verstörten/verängstigten Gesichter derer zu sehen, die dieselbe Selbstverständlichkeit permanent für sich in Anspruch nehmen, sie anderen aber absprechen möchten, wäre eine Genugtuung. Plötzlich müssten die 'toleranten Eltern' ihren Sprösslingen erklären, "warum die beiden Männer dort sich so lieb haben." Die 'perversen Homos' warten einfach nicht mehr darauf, dass man ihnen gnädig ihren Platz im öffentlichen Raum zuweist, sondern holen sich diesen - ganz ohne um Erlaubnis zu bitten - zurück. Wer hätte Lust, da mitzumachen? Wer hat Spaß an solchen subversiven Alltagspraxen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#17 Dont_talk_aboutProfil
  • 17.11.2014, 20:31hFrankfurt
  • Bei Minute 13:20 im Video klingelt das Handy von Madame Etschenberg. Die Frau hat einfach keine Manieren
  • Antworten » | Direktlink »
#16 daVinci6667
  • 17.11.2014, 18:40h

  • "Andererseits unterschied die Kölner Professorin zwischen guten und bösen Homose­xuellen: "Die gutbürgerlichen homose­xuellen Männer, die ich kenne, die sind weder schrill noch küssen sich in der Öffentlichkeit oder gehen auf den CSD. Das sind ganz solide, nette, sympathische, gebildete Menschen, die durch nichts auffallen."

    Ach, wer an den CSD geht ist ungebildet? Gebildete küssen sich auch nicht in der Öffentlichkeit? Na dann sind die Heten alle strunzdumm. Nur schon deshalb hat nie nichts mehr in diesem Gremium zu suchen.

    Die alte Dame mag allenfalls bisher viel geleistet haben. Ich masse mir nicht an dies zu beurteilen. Doch jetzt scheinen sich doch viele Hirnzellen zu verabschieden. Ich denke mal nicht, dass dies die Nebenwirkungen eines CSDs waren.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 Reto77
  • 17.11.2014, 18:02h
  • Für ihr Lebenswerk wurde Karla Etschenberg vor zwei Jahren von der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung die Magnus Hirschfeld Medaille verliehen.
    Wer bekommt dann als nächstes die Medaille? Norbert Geis oder Josef Ratzinger?

    Die Magnus Hirschfeld-Stiftung ist für mich ab jetzt ähnlich unglaubwürdig in der Vertretung unserer Gleichberechtigungsanliegen wie die Bundesinteressengemeinschaft "Homosexuelle in der AfD".
  • Antworten » | Direktlink »
#14 HinnerkAnonym
  • 17.11.2014, 17:55h
  • Niemand braucht eine steuerfinanzierte Stiftung, die angeblich Menschenrechte vertritt, wo dann aber in Wahrheit Homohasser durchgefuttert werden.

    Entweder diese Madame verschwindet aus dem "Fachbeirat" oder man kann die ganze Stiftung gleich auflösen.

    Denn in dieser Form hat die Stiftung keine Daseinsberechtigung.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 goddamn liberalAnonym
  • 17.11.2014, 17:32h
  • Antwort auf #12 von Dont_talk_about
  • Nice Try....

    Es muss aber Verfassungsfeind heißen:

    "Leben eingetragene Lebenspartner mit dem leiblichen oder angenommenen Kind eines Lebenspartners in sozial-familiärer Gemeinschaft, bilden sie mit diesem eine durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Familie im Sinne des Grundgesetzes." (Bundesverfassungsgericht)

    Alles klar?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#12 Dont_talk_aboutProfil
  • 17.11.2014, 17:21hFrankfurt
  • Die Fachbeiräte sollten schon linientreu sein und nicht das Lied des Klassenfeindes singen
  • Antworten » | Direktlink »
#11 David77Anonym
  • 17.11.2014, 16:15h
  • Magnus Hirschfeld würde sich im Grab umdrehen...

    ""Die gutbürgerlichen homosexuellen Männer, die ich kenne, die sind weder schrill noch küssen sich in der Öffentlichkeit oder gehen auf den CSD."

    Natürlich nicht. Gutbürgerliche Homos sind unsichtbar und zeigen auch keinerlei Zuneigung zueinander... am besten stellen sie sich als Fremde vor...

    Gutbürgerliche Heterosexuelle machen sowas natürlich auch nicht. Es ist völlig unüblich zu sehen, dass sich Ehepaare ihre Zuneigung öffentlich zeigen, und das verliebte heterosexuelle Paare Händchenhalten...das macht man doch nicht in der Öffentlichkeit! Davon könnten sie die böööhsen Homos mal ne Scheibe abschneiden, die gutbürgerlichen Heteros zeigen, wie man sich benimmt...
  • Antworten » | Direktlink »
#10 timpa354Ehemaliges Profil
  • 17.11.2014, 16:11h
  • Wird hier die Stiftung etwa gerade entlarvt? Sieht so aus.Eine Stiftung gibt vor unter politischer Führung etwas für die Menschenrechte von Minderheiten tun zu wollen, jetzt stellt sich das heraus, was man die ganze Zeit geahnt hat, das die Stiftung nur ein politisches Feigenblatt ist und hier im Gegenteil gegen diese Rechte gearbeitet wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 goddamn liberalAnonym
  • 17.11.2014, 16:10h
  • Antwort auf #8 von Archiv
  • Hirschfeld war eben wie z. B. auch Alfred Adler ein Kind seiner Zeit. Die schlimmsten Stellen sind übrigens aus dem Nachlass. Er wird gewusst haben, weshalb er das nicht veröffentlicht hat. Er wollte den antisemitischen und homophoben Todfeind ncht füttern.

    Zurück ins Heute:

    An betreffender Dame kann man das Problem einer Toleranz unter Vorbehalt nach dem Motto 'Sei doch froh, wenn man dich leben lässt' gut beobachten.

    Die Toleranz währt nur solange, wie die Machtfrage nicht gestellt wird.

    Toleranz heißt nur Dulden.

    Bürgerrechte und soziale Rechte, Gleichberechtigung sind etwas ganz anderes.

    Wenn die erst mal annährend erreicht sind, schlägt oft genug das tolerante Mitleid in Hass gegen den kecken Emporkömmling um.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#8 ArchivAnonym
  • 17.11.2014, 15:42h
  • Hirschin im Kuckucksfeld

    "Andreas Seeck referierte 1998 in den Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft eine Reihe von Textstellen Hirschfelds, in denen dieser über die Jahre hin immer wieder Homosexualität mit "einer krankhaften Anlage des Nervensystems" in Verbindung brachte und "die in den Ehen Homosexueller erzeugten Kinder" als "selten vollwertig" und "degeneriert" bezeichnete."

    www.trend.infopartisan.net/trd7800/t357800.htm
  • Antworten » | Direktlink »
#7 sperlingAnonym
  • 17.11.2014, 15:36h
  • ein "kuckucksei in der hirschfeld-stiftung"? ich würde eher sagen, die stiftung selbst ist ein kuckucksei in dem, was von der bewegung noch übrig ist.

    emanzipation von herrschenden machtstrukturen und -ideologien wird nicht stattfinden, indem man sich in diese strukturen in freiwilliger abhängigkeit einbindet. okay, um emanzipation geht es vielen funktionär_innen ohnehin nicht mehr. aber noch drastischer als hier kann man die vorhersehbaren konflikte doch eigentlich nicht vor augen geführt bekommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 BildungsplanRealAnonym
  • 17.11.2014, 15:21h
  • "Die gutbürgerlichen homosexuellen Männer, die ich kenne, die sind weder schrill noch küssen sich in der Öffentlichkeit oder gehen auf den CSD."

    Eben deshalb, ganz un"gutbürgerlich":

    Bildungsplan real, im Alltag, im öffentlichen Raum, überall und jeden Tag!

    Und notwendigerweise - da bisher so nicht wahrnehmbar - in organisierter Form, z. B. lokale Visibility-Gruppen bilden, die in regelmäßigen Schichten an stark frequentierten Orten schwule Liebe, Zärtlichkeit, Erotik sichtbar machen!

    Das wird dann für viele Schwule ein enorm wichtiges, gemeinsames Einüben eines selbstverständlichen Zeigens von Schwulsein in der Öffentlichkeit, das bis zum heutigen Tage überwiegend NICHT stattfindet. Gerade weil die schwulen "Vorbilder" fehlen, die sich auch nur ansatzweise vergleichbar selbstverständlich mit ihrer Sexualität zeigen, wie später heterosexuell lebenden Menschen das von kleinauf vorgelebt wird. (Und eben deshalb wollen die reaktionären Aggressoren ja auch mit allen Mitteln dafür sorgen, dass das so bleibt!)

    Vor allem:

    OHNE um Erlaubnis zu betteln! (Auch nicht um die Erlaubnis schwul-lesbischer Anbiederer und/oder Stiftungs-/ Verbands-..."Funktionäre", denen es in erster Linie um die Sicherung ihrer eigenen sozialen Privilegien geht, nicht um die Lebenswirklichkeit und tatsächlich GLEICHE Lebensrechte von Kindern und Jugendlichen der Arbeiter*innenklasse.)

    Eine der Fragen, die es aufzuwerfen gilt:

    Sperren die "Kindeswohl"-Homophoben dann ihre Kinder ganz ein oder filtern über eine Spezialbrille, welche Liebe und Sexualität diese draußen sehen dürfen (*natürlich* nur die heterosexuelle)?

    Wie lange dauert es eigentlich noch, bis "gutbürgerliche" rechte Allianzen (schon wieder) nach einem offiziellen Verbot homosexueller Sichtbarkeit rufen?
  • Antworten » | Direktlink »
#5 TheDadProfil
  • 17.11.2014, 15:12hHannover
  • ""Wenn Homosexuelle in der Schule homosexuell veranlagten Jugendlichen den Umgang mit ihrer Sexualität erleichtern wollen, ist das anerkennenswert. Wenn dabei aber für homosexuelles Handeln geworben wird, ist das inakzeptabel.""..

    Diesen Blödsinn kann sich die Dame gepflegt hinter den Schminkspiegel stecken, denn Aufklärung ist nicht dazu da, um irgendwem beim Umgeng mit seiner Sexualität zu helfen, sondern um die Kinder und Jugendlichen an ihre Sexuelle Identität heranzuführen, und ihnen den vernünftigen Umgang damit zu ermöglichen..

    Das trifft nicht nur auf "Homosexuelle" zu, sondern auf alle..

    Aber die Dame toppt das Ganze noch mit dieser Plattitüde des Grauens :

    ""Die gutbürgerlichen homosexuellen Männer, die ich kenne, die sind weder schrill noch küssen sich in der Öffentlichkeit oder gehen auf den CSD. Das sind ganz solide, nette, sympathische, gebildete Menschen, die durch nichts auffallen.""..

    Aha..
    Daher weht der Wind..
    Schwule müßen öffentlich UNSICHTBAR bleiben..
    Dürfen sich nicht in der Öffentlichkeit küssen..
    Wer einen CSD besucht um für seine Rechte zu kämpfen, gilt als schrill, und gar nicht mehr "gutbürgerlich"..

    Ich kenne "Gut Bürgerliche Küche"..

    Und ich kenne Spießer, deren Anliegen es ist, bloß nicht aufzufallen..

    Wohlmöglich verstecken sich hinter den Menschen die auf CSD´s gehen gar welche, die eine Ehe-Öffnung fordern, ein gemeinsames Adoptionsrecht für Paare, künstliche Befruchtung auf Kosten der Krankenkassen, wie bei Heten´s auch..

    Diese Dame gehört mit ihren Ansichten umgehend aus dem Fachbeirat entfernt, denn sie hat deutlich gezeigt das sie keine Ahnung über LGBTTIQ´s im Allgemeinen, und über Schwule im Besonderem hat !

    Dieses Inselwissen (Die gutbürgerlichen homosexuellen Männer, die ich kenne) führt anden Zielen der Stiftung vorbei, und zwar weiter noch als Kolumbus an Amerika, der doch eigentlich immer nach Indien wollte..
  • Antworten » | Direktlink »
#4 AlexAnonym
  • 17.11.2014, 15:10h

  • War doch klar, dass die Regierung da Homohasser einschleust.

    Wenn diese Person im Beirat bleibt, macht die Magnus-Hirschfeld-Stiftung sich komplett unglaubwürdig.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 kurz und knappAnonym
  • 17.11.2014, 14:47h
  • was "toleranzschmieden" des bürgerlichen staates eben so hervorbringen, um unter dem deckmantel von "toleranz" letztlich die herrschende, gewalttätig hergestellte ordnung zu zementieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#1 FoXXXynessEhemaliges Profil

» zurück zum Artikel