Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?22719

Ray Cole ist wieder zurück in seiner Heimat Kent

Ein Gericht in Marokko hat am Montag formal die Klage wegen Homosexualität gegen den 70-jährigen Engländer Ray Cole fallengelassen.

Der Tourist war im September zu vier Monaten Haft verurteilt worden, weil er mit einem Marokkaner einvernehmlichen Sex gehabt haben soll (queer.de berichtete). Auch die Ermittlungen gegen den Marokkaner wurden eingestellt.

Grund für das Einlenken ist eine Kampagne in Großbritannien gegen die Verfolgung aufgrund der Homosexualität. Als Cole im Gefängnis gesessen war, hatte unter anderem der konservative Unterhausabgeordnete Charlie Elphicke, der den Wahlkreis Coles vertritt, zu einem Reiseboykott Marokkos aufgerufen. Auch Martin Schulz, der Präsident des Europarlamentes, hatte sich mit einem Brief an die marokkanischen Behörden für die sofortige Freilassung des EU-Bürgers eingesetzt. Daraufhin wurde im Oktober der Prozess neu aufgerollt und Cole durfte nach drei Wochen das Gefängnis verlassen und nach England ausreisen (queer.de berichtete). Jetzt ist das Verfahren abgeschlossen.

"Jetzt ist diese schreckliche Episode endlich hinter uns", erklärte Cole in einer ersten Reaktion. "Obwohl ich darüber glücklich bin, bleiben mir die Erinnerungen daran, wie schrecklich ich von der Polizei behandelt worden bin und wie angsteinflößend die Zustände im Gefängnis waren." Zudem habe ihm das Verfahren rund 9.000 Euro gekostet und er habe von den marokkanischen Behörden weder eine Entschuldigung noch eine Entschädigung erhalten.

Auf gleich­geschlechtliche Handlungen stehen in dem Land eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren. Die Menschenrechtsorganisation "Association marocaine des droits humains" (AMDH) beklagt, dass in Marokko oft Kindesmissbrauch milder bestraft werde als homo­sexuelle Handlungen. Homosexualität gilt innerhalb der marokkanischen Gesellschaft als Tabu, wird aber gerade in Touristen-Orten wie Marrakesch, Agadir oder Tanger toleriert. (dk)

-w-

-w-

-w-

#1 AdrienEhemaliges Profil
  • 18.11.2014, 15:36h
  • Hoffentlich hat er daraus gelernt.
  • Direktlink »
#2 Oliver43Anonym
  • 18.11.2014, 16:12h
  • Gerade Länder wie Marokko, Tunesien und Ägypten sind massiv von der Tourismusbranche abhängig. Mit Boykottdrohungen der EU und europäischer Staaten im Tourismussektor könnten diese Länder dazu bewegt werden, endlich homosexuelle Handlungen zu legalisieren. Leider fehlt dazu aber der notwendige politische Wille in Deutschland, in Frankreich oder in den Niederlanden.
  • Direktlink »
#3 David77Anonym