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Nach Etschenberg-Interview
Kahrs fordert "Konsequenzen" in der Hirschfeld-Stiftung
- 22. November 2014 2 Min.

Der schwule SPD-Politiker Johannes Kahrs ist einer von sieben Bundestagsabgeordneten im Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (Bild: SPD Hamburg)
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Kurator Johannes Kahrs hat scharfe Kritik an den Äußerungen der Fachbeirätin Karla Etschenberg geübt. In einem Interview mit der rechten Wochenzeitung "Junge Freiheit" hatte sich die emeritierte Professorin von Bildungsplänen zur sexuellen Vielfalt distanziert (queer.de berichtete) und damit innerhalb der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld eine heftige Debatte ausgelöst (queer.de berichtete).
"Die Aussagen von Prof. Karla Etschenberg, Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung (DGSS), in einem Interview mit der Zeitung 'Junge Freiheit' müssen Konsequenzen haben", heißt es in einer Pressemitteilung von Johannes Kahrs vom Freitag. "Es kann nicht sein, dass ein Fachbeiratsmitglied einer Bundesstiftung, die sich satzungsgemäß der 'Förderung von Bildung sowie von Wissenschaft und Forschung' zum Abbau von Diskriminierung gegenüber Homosexuellen widmet, diesen Zielen entgegenstellt."
Etschenberg spreche nicht im Sinne der Stiftungssatzung, wenn sie vor Sexualisierung von Kindern und Werbung für Homosexualität durch Aufklärung warnt, so der Beauftragte der SPD-Bundestagsfraktion für die Belange von Lesben und Schwulen. "Ich schließe mich Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh in seiner Distanzierung vollumfänglich an. Das angekündigte Gespräch muss im Ergebnis eine eindeutige Klarstellung von Frau Prof. Etschenberg zum Ziel haben."
Am Sonntag soll es zu einem Treffen zwischen Stiftungsvorstand Jörg Litwinschuh, dem Fachbeirat Benjamin Kinkel vom Verein Queere Bildung, der auch Landeskoordinator des Aufklärungsprojekts SchLAu NRW ist, sowie Karla Etschenberg in Köln kommen.
Vor Kahrs hatten auch die beiden Kuratoren Markus Johannes vom Schwulen Netzwerk NRW und Thorsten Brück vom Jugendnetzwerk Lambda eine Erklärung der Fachbeirätin sowie gegebenenfalls "personelle Konsequezen" gefordert (queer.de berichtete). (mize)














