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Kommentare zu:
München: Buntes Denkmal für homosexuelle NS-Opfer


#1 PeerAnonym
#2 appsAnonym
#3 stromboliProfil
  • 22.11.2014, 14:23hberlin
  • Antwort auf #2 von apps
  • ja, wollt ich auch gerade reinsetzen.. ein herrenausstatter für SA/SS und ley's baubrigaden... da muss wohl auch eine plakette an die unternehmenstür angebracht werden, die der vergangenheit und der zwangsarbeiter gedenkt..
    viel zu tun in münchen!

    Wenn sich der firmengründer nun im grabe umdreht ob der nähe zu den homos,wäre ja ein guter zweck erreicht.. möge er rotieren!
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#4 sperlingAnonym
  • 22.11.2014, 14:30h
  • wenn das wirklich ausgerechnet vor einer filiale der firma plaziert werden sollte, die die SA- und SS-uniformen produziert hat, dann hätte das schon eine recht makabre ironie.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 goddamn liberalAnonym
  • 22.11.2014, 14:39h
  • Ein wichtiger Denkanstoß für Gestalten wie den donnernd intoleranten öffentlich-rechtlichen Herrn Meinhard Schmidt-Degenhard, für den Homophobie nicht menschenverachtend ist, und für den volltönenden homophoben Christen Matussek, der meint wir bräuchten keine Wiedergutmachung.

    Homophobie androgyn - Matussek mit Kajal:

    cdn2.spiegel.de/images/image-612009-galleryV9-oguc.jpg
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 22.11.2014, 15:12h
  • Antwort auf #4 von sperling
  • Sicher nur ein Symbolbild. Dultstr. 2 Ecke Oberanger gibts kein Boss. Vorausgesetzt StreetView ist einigermaßen aktuell. Die Edelläden sind eher Richtung Maximilianstr. Trotzdem guter Standort. Gegenüber dem neuen jüdischen Museum. Frau Knobloch, ehemalige Vorsitzende des Zentralrates der Juden und immer noch Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde, hat erst, vor einigen Wochen protestiert,als es um sogenannte "Stolpersteine" für jüdische Opfer ging:" "Ich werde nicht darum betteln, dass man den Anstand und die Besinnung haben möge, vertriebenen, gequälten und ermordeten Menschen nicht in einem profilneurotischen künstlerischen Show Act ein vermeintliches Andenken im Dreck zu schaffen."
    Irgendwie nachvollziehbar. Und hier gehts doch auch um NS-Opfer, oder ?
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#9 JadugharProfil
  • 22.11.2014, 15:23hHamburg
  • Man sollte allen Opfern gedenken, die durch die kontinuierliche Homosexuellenverfolgung mehrerer Jahrhunderte, also auch vor dem §175 in unserer Region vorhanden war. Noch heute gibt es Opfer dieser unrechtmäßigen Gewalt, nämlich weil viele noch nicht rehabilitiert und auch nicht entschädigt worden sind. Selbst nach der Abschaffung des §175 sind die Vorbestraften des §175 in ihrer Selbstentfaltung noch immer beeinträchtigt. Mit Der Abschaffung des §175 hätte eine vollständge Rehabilitierung erfolgen müssen, besonders um der Gerechtigkeit willen, nämlich das Jüngere nach der Abschaffung für die gleiche Handlung offiziell nicht mehr benachteiligt sind.
    Somit wirkt sich die Strafe auf die Betroffenen noch heute sehr nachteilig aus, sofern man von den extrem zerstörten Leben dieser Menschen absieht.
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#10 TheDadProfil
  • 22.11.2014, 18:20hHannover
  • Antwort auf #8 von LangsamLangsam
  • Vielleicht gibt es dort tatsächlich keine eigene Filiale..

    Aber darauf kommt es eigentlich gar nicht drauf an..

    Oder doch ?

    Wie wichtig ist es in Zeiten einer "Corporate Identity" bei der Auswahl der Wohn&Geschäftsadressen auf alles mögliche zu achten ?

    Hatten wir nicht vor Monaten einen Artikel dazu über die Adresse der Hirschfeld-Stiftung ?

    Offenbar gibt es in München eine HUGO BOSS-Filiale in der "Thomas-Dehler-Strasse", und welchem älterem LGBTTIQ dreht sich bei dem Gedanken an den Vorzeige-Homophobisten der FDP als schwulenhassenden Justizminister der Adenauer-Ära nicht der Magen um ?

    Welcher Laden befindet sich also an der geplanten Stelle des Straßen-Mosaikes ?

    Eine Karstadt-Filiale mit BOSS-Store ?
    C&A, oder ähnlich arisierte Betriebe ?

    Da muß man schon genau schauen, bevor man solch ein Mahnmal errichtet, und entsprechende Verweise gleich mit errichten..
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#11 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 22.11.2014, 19:22h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • Stimmt, aber in dem Fall ist mein Beitrag rein auf den geographischen Standort bezogen, mit Hinweis, nahe des jüdischen Museums. Wenn wir jetzt noch dazu die Vergangenheit vieler deutscher Firmen zu durchleuchten, dürfte in Deutschland kein einziges Auto deutscher Fabrikation rollen und wir währen mit Arzneimitteln unterversorgt. Also wirklich nur der geographische Standort gemeint.
    Aber mir fällt noch etwas auf weil es wieder mal um ein Denkmal schwul/lesbischer Opfer des Nationalsozialismus geht. Es gab keine lesbischen Opfer des Nationalsozialismus im Gegensatz zu schwulen Verfolgten, die im KZ gequält wurden. Es gab nur lesbische Opfer nach Lesart von "Emma". Natürlich gab es lesbische Opfer. Aber nicht, weil es Lesben waren, sonder weil es z.B. Jüdinnen waren. Und was Juden für ein trauriges Schicksal hatten, wiessen wir ja. Aber Opfer weil lesbisch, gab es nicht.
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#12 goddamn liberalAnonym
  • 22.11.2014, 19:43h
  • Antwort auf #11 von LangsamLangsam
  • Na ja, spätens seit ihrem Jubelartikel über Leni Riefenstahl ist jede Äußerung der Reaktionärfeministin Schwarzer über das 3. Reich mit Vorsicht zu genießen.

    Aber:

    Lesbische Opfer des NS-Regimes gab es durchaus. Vereinzelt in Deutschland, v.a. aber in der angeschlossenen 'Ostmark'. Das hat den einfachen Grund, dass dort immer der österr. Par. 129, 1b galt, der lesbische Frauen genauso verfolgte wie schwule Männer.

    Ist im Lexikon des sehr präzise arbeitenden Historikers Günter Grau klar und ohne Mythen dokumentiert.
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#13 Robby69Ehemaliges Profil
  • 22.11.2014, 20:14h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • " Aber: Lesbische Opfer des NS-Regimes gab es durchaus. Vereinzelt in Deutschland, v.a. aber in der angeschlossenen 'Ostmark'. "
    Völlig richtig. Darauf hat auch Rita Braaz in München beim 175er Protest im Mai hingewiesen. Fand ich sehr gut, weil dieser Punkt eigentlich immer "untergeht".
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#14 Robby69Ehemaliges Profil
  • 22.11.2014, 20:15h
  • Klasse! Ich bin froh, dass das endlich durch den Stadtrat durch ist.
    Es ist ein wichtiges Zeichen für das Gedenken an homosexuelle Opfer des Nazi-Regimes.
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#15 herve64Ehemaliges Profil
  • 22.11.2014, 21:55h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • Na ja, das mit den Filialen diverser Firmen in München ist sowieso so eine Sache an sich, denn die wechseln und verändern sich ständig.

    Ansonsten ist diese Idee zwar richtig und wichtig, aber noch wichtiger wäre es mal, wenn die Stadt jenen Immobilienspekulanten das Handwerk legen würde, die durch ihre Geschäftspolitik dazu beitragen, dass schwule Betriebe mehr und mehr in Bedrängnis geraten und so ausgedünnt werden. Das wäre m. E. das vorrangigere Ziel.
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#16 TheDadProfil
  • 22.11.2014, 22:22hHannover
  • Antwort auf #11 von LangsamLangsam
  • "" Wenn wir jetzt noch dazu die Vergangenheit vieler deutscher Firmen zu durchleuchten, dürfte in Deutschland kein einziges Auto deutscher Fabrikation rollen und wir währen mit Arzneimitteln unterversorgt. Also wirklich nur der geographische Standort gemeint.""..

    Das war damit nicht gemeint, sondern ich wollte damit die "Aufgabe" verbunden sehen, neben den Stolpersteinen auch bei solchen Aktionen oder der Errichtung von Mahnmalen darauf zu achten wo die stehen sollen, und dann entsprechende "Queer-Verweise" zu setzen..

    Die meisten Leute wissen doch gar nichts über den Herrenausstatter und seine Geschichte, weil die eben immer noch verschwiegen wird..

    Das gleiche gilt dann eben auch für VW und Daimler, Grünenthal und Beiersdorf..

    "" Es gab keine lesbischen Opfer des Nationalsozialismus im Gegensatz zu schwulen Verfolgten,""..

    Das ist falsch..
    Es gibt einige wenige Berichte über Zwangsverheiratungen, Vergewaltigungen, und auch Sterilisationen..
    Opfer sind auch diejenigen, die vor dem Nazi-Terror ihre Heimat verlassen haben..
    Auch an die gehört erinnert..
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#17 LedErich
#18 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 23.11.2014, 08:49h
  • die stolpersteine - ein mahnmal am boden
    geschwister-scholl-denkmal vor der uni - am boden
    mahnmal für lesben und schwule - am boden
    auch unangenehme erinnerungen an die vergangenheit dürfen sich in den weiß-blauen bayrischen himmel erheben und müssen nicht unbedingt im dreck kauern.
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#19 LangsamLangsamEhemaliges Profil
#20 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 23.11.2014, 10:29h
  • Antwort auf #12 von goddamn liberal
  • Vereinzelt. So so. Das würde dann aber auch im Auge des Betrachters liegen. Die Diskussion gab es schon, im Zusammenhang mit dem Denkmal im Berliner Tiergarten, dort wo das Video läuft. Um des lieben Friedens willen, hat man, der Emma-Fraktion dann nachgegeben.
    Was ich, bei diesen Diskussionen schwer verstehe, wenn man kein Opfer ist, warum macht man sich, freiwillig, zu Opfer. OK "vereinzelt" wie Du schreibst.
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#21 AdrienEhemaliges Profil
#22 goddamn liberalAnonym
  • 23.11.2014, 11:52h
  • Antwort auf #20 von LangsamLangsam
  • Ich habe die Faktenlage genannt und auf den historischen Forschungsstand verwiesen.

    Die Nazis hausten auch in Österreich. Und Gesetz ist Gesetz.

    Und ich bin nicht bereit zur Entsolidarisierung von Opfergruppen, wie sie z. B. in Frankreich Gang und Gäbe ist.

    Da erklärt dann Zemmour vor einem Millionenpublikum, dass französische Schwule nicht ins KZ kamen, weil Elsässer wie Pierre Seel damals für ein paar Jahre eben keine Franzosen waren. Und die deutschen Schwulen seien sowieso alle in der SA gewesen, was er von einem Visconti-Film gelernt habe. Schwule Rechts-'Intellektuelle' beschweren sich dann im Gegenzug über zuviele Juden im Fernsehen etc. etc.

    Da bin ich eher für das Modell USA.

    83% aller amerikanischen Juden sind für die Öffnung der Ehe, obwohl ihre Religion eigentlich anders gelagert ist.

    Mit Herz und Verstand kann man Berge versetzen.

    Muss man aber beides haben.
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#23 goddamn liberalAnonym
#25 Robby69Ehemaliges Profil
#26 Robby69Ehemaliges Profil
#28 TheDadProfil
  • 23.11.2014, 21:02hHannover
  • Antwort auf #26 von Robby69
  • Das habe ich mal gedacht..
    Fällt das auf ?

    Ja..
    Zwischenzeitlich konnte ich mehrfach beobachten das die Einschätzungen des Künstlers Demnig völlig richtig ist, weil klug durchdacht..

    In einem ARD-Portrait über ihn und das Projekt erklärte er auf die geäußerten Bedenken hin, es könnten ja auch Nazi´s über diese Steine "stolpern" :
    Das sei kein Problem, ganz im Gegenteil, denn das Material ist so gewählt, je mehr nur drüberlaufen, desto blanker und auffälliger würde es..

    Das Material ist eine Messingplatte, und sie hat deshalb den "Groschen-Effekt", das heißt, jeder der vorbeiläuft "entdeckt" auch aus den Augenwinkeln zunächst eine kleine Fläche, die an eine Münze oder ähnliches erinnert..
    Das regt zum Stehenbleiben und betrachten an..

    Die Frage ist ob ein Regenbogenpflaster auf dem Gehsteig den gleichen Effekt erzielen kann ?

    Hoffentlich..
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