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Auch Präventionsarbeit gefährdet

Aids-Hilfe Essen: Sexsteuer gefährdet schwule Szene

  • 25. November 2014 15 2 Min.

Die Stadt Essen möchte gerne bei schwulen Saunen mitkassieren (Bild: dk)

Die geplante Einführung der Sexsteuer in Essen ist nach Ansicht der örtlichen Aids-Hilfe eine Gefahr sowohl für die schwule Szene als auch für die Präventionsarbeit.

Der Stadtrat diskutiert derzeit über die "Steuer auf entgeltliche und gewerbsmäßige sexuelle Vergnügungen". Sie soll nicht nur für käufliche Liebe gelten, sondern auch für schwule Einrichtungen wie Saunen, in denen Prostitution ausdrücklich verboten ist. Betroffen sind die Phoenix-Sauna, die Max-Sauna, der Nachtclub Drexx, der Sexshop Wiscot sowie die Man Moviethek.

"Ein 'Szenesterben' hätte direkte negative Auswirkungen auf die seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzte HIV/Aids-Prävention in der Hauptbetroffenengruppe der schwulen und bisexuellen Männer in Essen, da diese von der Vor-Ort-Arbeit nicht mehr zu erreichen wären", warnte nun die Aids-Hilfe Essen. Da nach wie vor in mehr als zwei Dritteln der Fälle HIV durch Sex zwischen Männern übertragen wird, würde das einen erheblichen Schlag gegen die Präventionsarbeit bedeuten. Die Aids-Hilfe wies auch darauf hin, dass bereits vor einigen Jahren die Einführung einer Sexsteuer in Dortmund die Szene geschwächt und die Prävention erschwert habe (queer.de berichtete)

Gemeinsam mit der schwul-lesbischen Gruppe F.E.L.S. und dem RuhrPride e.V. versucht die Aids-Hilfe, eine "maßvolle Lösung im Sinne der Stadtpolitik und nicht zuletzt des Wirtschaftsstandortes Essen zu finden". Die Ruhrmetropole müsse ein "Ort der Vielfalt" bleiben, in denen sich Schwule und Bisexuelle "mit ihren subkulturellen Lebensweisen zu Hause fühlen können".

Mit der Sexsteuer versuchen klamme Gemeinden, ihre Einnahmen zu erhöhen. Hintergrund: Kommunen haben nur sehr wenige Möglichkeiten, eigene Steuern zu erheben. Dazu zählen etwa die Hundesteuer, die Spielgerätesteuer und die Zweitwohnungssteuer. Andere Steuern, wie etwa die Hotelsteuer in Köln, bergen erhebliche juristische Risiken. (dk)

-w-

#1 Lothar DahmAnonym
  • 25.11.2014, 17:12h
  • Hurra, Champagner für die Stadträte und für die Nutten Eierlikör Was für ein blödsinniger Einfall. Politikerhirne brüten mindestens einmal jährlich ein Windei aus. Ich plädiere für 1,50 Kondomsteuern pro Kondom bei den im Stadtgebiet hängenden Automaten, Apotheken, Drogerien und Supermärkten. 4,00 Kontaktanzeigensteuer bei WAZ und NRZ. 15,00 Bett,- und Lümmelwiesen Benutzungssteuer in Bordellen und Swingerclubs sowie 1,00 Sündenerlaßsteuer, einzuziehen durch die kath. Geistlichen beim Beichtvorgang. Wollen wir doch mal sehen ob wir Essen nicht sanieren können !!!! Ups, hätte ich fast vergessen Beischlafsteuer für alle verheirateten und unverheirateten Bürger. (kann auch pauschal mit 150 jährlich abgegolten werden )
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#2 TheDad
  • 25.11.2014, 17:44hHannover
  • ""Sie soll nicht nur für käufliche Liebe gelten, sondern auch für schwule Einrichtungen wie Saunen, in denen Prostitution ausdrücklich verboten ist.""..

    Und ab hier wird es dann lustig..

    Wenn es denn verboten ist in Schwulen Saunen bezahlten Sex anzubieten, wie will man den nicht bezahlten Sex dann zählen um zu einer realen Besteuerung zu gelangen ?

    Ach so ?
    Man ist gar nicht an einer reelen Besteuerung interessiert, sondern "belegt" einfach jeden Gast mit der Steuer, egal ob er dort Sex hat, und vor allem egal, ob er dafür etwas bezahlt ?

    Wenn mann schon keinen Sex hat, und dafür nicht zahlt, kann man dann von den Steuern wenigstens Werbekosten absetzen ?

    Zum Beispiel den Eintrittspreis, der ja nun ein glänzendes Beispiel für die geleistete Werbung darstellt ?

    Schilda läßt grüßen..
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#3 probondage