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- 27. November 2014 2 Min.

Feuerwehrchef Kelvin Cochran mag wegen seines Glaubens keine Schwulen und Lesben - und versuchte, Untergebene ebenfalls zu Homo-Hassern zu machen
In Atlanta sorgt der Chef der städtischen Feuerwehr für Empörung, weil er Schwule und Lesben wegen seines christlichen Glaubens als "unrein" ansieht. Er wurde vorübergehend suspendiert.
Kelvin Cochran, der Direktor der Berufsfeuerwehr von Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, muss seine Arbeit für einen Monat ruhen lassen, weil er in einem im Eigenverlag veröffentlichten Buch gegen Schwule und Lesben hetzt. In "Who Told You That You Were Naked" (Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist) erklärte Cochran, dass Homosexuelle "unrein" seien, und stellte Homosexualität in eine Reihe mit "Päderastie, Tiersex und alle anderen Arten der sexuellen Perversion". Homosexualität sei zudem "nicht angemessen, widerlich und vulgär".
Seine Aussagen begründete er mit der Bibel. Schwulen und Lesben warf er vor, "ihren Körper zu entweihen und Gott zu entehren."
Muhammad Kasim Reed, der demokratische Bürgermeister von Atlanta, kritisierte die Aussagen des Feuerwehrchefs scharf und verkündete am Dienstag dessen Suspendierung für einen Monat. "Ich werde in meiner Verwaltung keine Art von Diskriminierung dulden", so Reed gegenüber dem Lokalsender WSBTV. Nun gebe es eine Untersuchung, ob Cochran gegen Antidiskriminierungsrichtlinien verstoßen habe.
Cochran wollte "die Herrlichkeit Gottes" verbreiten
Nach Medienberichten soll Cochran auch seinen Job dazu genutzt haben, seie religiösen Ansichten weiterzuverbreiten. Der Bürgermeister hat dem Feuerwehrchef nun verboten, sein Buch Untergebenen zu schenken. Besonders kritisiert wurde eine Aussage im Buch, in dem Cochran offen zugibt, dass er seine Führungsposition dazu nutze, "um die Kultur und Herrlichkeit Gottes zu verbreiten".
LGBT-Aktivisten fordern Entlassung

Bürgermeister Muhammad Kasim Reed hat Cochran zunächst für einen Monat suspendiert
LGBT-Organisationen halten die einmonatige Suspendierung Cochrans, der 30 Jahre lang für die Feuerwehr gearbeitet hatte, für nicht ausreichend. "Die Aussagen in dem Buch sind so extrem, so herabwürdigend für homo- und transsexuelle Menschen, dass ich nicht einsehen kann, dass er weiter beschäftigt werden soll", erklärte Jeff Graham von "Georgia Equality". Er forderte, den Feuerchef fristlos zu kündigen.
Insbesondere aus den konservativen Südstaaten, von denen die meisten Homosexualität noch vor elf Jahren unter Strafe gestellt haben, gibt es immer wieder Berichte von führenden Köpfen der Verwaltung, die gegen Schwule und Lesben Stimmung machen. Im vergangenen Jahr setzte ein Sheriff aus Louisiana sogar gezielt verdeckte Ermittler ein, die Schwule verführen sollten, um sie dann zu verhaften (queer.de berichtete). Später entschuldigte sich der Sheriff für die ungesetzliche Verfolgung. (dk)














Diejenigen von euch, die staendig nach Boykott schreien - sei er nun gegen Laender oder Nudeln gerichtet - muessten jetzt eigentlich auch diese Feuerwehr verteufeln.
"Wer jetzt noch sein brennendes Haus von dieser Feuerwehr loeschen laesst, hat Blut von Schwulen an den Haenden kleben" (oder so aehnlich)