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  • 28. November 2014 46 2 Min.

Das Waldschlösschen geriet ins Fadenkreuz der Frankfurter Redakteure - und wehrt sich nun. (Bild: Akademie Waldschlösschen)

Der Presserat muss sich mit einem homophoben Artikel aus der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" befassen.

Die in Niedersachsen ansässige Akademie Waldschlösschen hat beim deutschen Presserat gegen einen Artikel der "Frankfurter Allgemein Sonntagszeitung" vom 23. November Beschwerde eingelegt, da er "offensichtlich in vielfacher Hinsicht gegen den Pressekodex verstößt", erklärte die LGBT-Stiftung am Donnerstag. In dem ganzseitigen Artikel hatte Autorin Antje Schmelcher das Waldschlösschen als homosexuelle "Kaderschmiede" bezeichnet, in der auch Kindesmissbrauch unterstützt werde (queer.de berichtete).

Laut Waldschlösschen ist der Artikel Teil einer "mit allen Mitteln der Verleumdung geführten Kampf gegen die Thematisierung sexueller Vielfalt im Kontext der Schule, wofür sich die Akademie seit langem einsetzt".

Schmelcher versuche mit unhaltbaren Behauptungen, den guten Ruf der Akademie zu beschädigen und verletze damit die publizistischen Grundsätze: "In ihrem Artikel verfährt sie nach bewährtem Muster: sie reißt Zitate aus dem Zusammenhang und stellt sie in einen anderen Kontext, zitiert falsch, macht falsche Angaben und stellt offensichtlich falsche Bezüge her. Besonders infam: durch den ganzen Text zieht sich über unterschiedliche sprachliche oder vermeintliche personelle Assoziationen die Reaktivierung des uralten Vorurteils der Gleichsetzung von Homosexualität und Pädosexualität", argumentiert das Waldschlösschen.

Nicht der erste homophobe FAZ-Artikel

Die konservative "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte sich bereits zuvor mehrfach in Artikeln dagegen ausgesprochen, dass die Gleichwertigkeit von Schwulen und Lesben in Bildungsplänen der Bundesländer erwähnt wird. Dies war unter anderem als "Umerziehung der Gesellschaft" und "Förderung von Kindesmissbrauch" bezeichnet worden (queer.de berichtete).

Zusammen mit dem Waldschlössen hatte die FAZ auch erneut das Schulaufklärungsprojekt SchLAu angegriffen. Dessen NRW-Verband hat am Freitag einen FAQ mit Fakten zu seiner Arbeit veröffentlicht. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.11.2014, 15:30h
  • Gut, daß das Waldschlößchen gegen die FAZ sowie die FAS vorgeht!
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#2 Oliver43Anonym
  • 28.11.2014, 16:11h
  • Die Rüge beim Presserat ist richtig.

    Die FAZ fällt seit längerem negativ auf. Dort werden homophobe Artikelinhalte lanciert und eine Schmutzkampagne gegen LGBT-Rechte gefahren.
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#3 timpa354Ehemaliges Profil
  • 28.11.2014, 17:20h
  • Als ob der Presserat irgendeine Funktion hätte, außer tun wir mal so als gebe es ein Presserecht und einen Ehrenkodex. Die Wahrheit ist, der Presserat hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er nur auf dem Papier existiert.
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