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Die Studie aus England kommt zu dem Schluss, dass homo­sexuelles Verhalten in der Evolutionsgeschichte des Menschen zur Ausbildung sozialer Bindungen erforderlich war

Homosexuelles Verhalten ist nach einer Untersuchung der Universität Portsmouth für stabile soziale Bindungen in unserer Gesellschaft notwendig.

Der Mensch braucht seine sozialen Bindungen, um zu überleben. "Homosexuelles Verhalten bot in der Evolutionsgeschichte des Menschen sehr wahrscheinlich die Möglichkeit, solche Bindungen überhaupt erst stabil ausbilden zu können", sagt die Psychologin Dr. Diana Fleischman von der University of Portsmouth in England.

Fleischman und ihr Team untersuchten in einer Studie, inwieweit der Progesterongehalt bei Frauen und Männern mit homosexuellem Verhalten und allgemein auch mit dem Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen zusammenhängen könnte. Schwul oder lesbisch bedeutet gleich mehr Progesteron? So einfach ist es nicht.

Progesteron erhöht die Bereitschaft für homosexuelles Verhalten


Dr. Diana Fleischman ist "Senior Lecturer" am "Centre for Comparative and Evolutionary Psychology" der Universität Portsmouth

Dr. Fleischman und ihr Forscherteam untersuchten zuerst 92 heterosexuelle Frauen und bestimmten deren Progesteronwerte im Speichel. Je mehr vom Hormon zu finden war, desto höher war auch die erklärte Bereitschaft der Frauen, sich auf andere Frauen einzulassen, z.B. durch einen Kuss.

In einer weiteren Studie untersuchten die Wissenschaftler 59 heterosexuelle Männer auf ihren Progesterongehalt. Die Männer wurden zudem in drei Gruppen aufgeteilt und mussten an Wortspielen teilnehmen, bei denen sie Worte der Freundschaft, der Sexualität oder neutrale Worte ergänzen mussten. Solche Probanden, die sich mit Freundschaften auseinandersetzten, zeigten eine um 26 Prozent größere Bereitschaft zu homo­sexuellem Verhalten als die Männer der anderen beiden Gruppen. Diejenigen Männer, die sowohl einen hohen Progesteronwert hatten als auch mit dem Konzept von Bindung und Freundschaft umgingen, hatten sogar eine um 41 Prozent höhere Motivation, sich anderen Männern anzunähern.

Homosexualität festigt ebenso im Tierreich soziale Bindungen

"In unserem Fall denken wir über Sex sehr oft, dass er einzig der Fortpflanzung nützt. Jedoch ist Sexualität etwas sehr Intimes und äußerst Angenehmes. Sexuelles Verhalten dient vielen Tieren, insbesondere den Affen und uns Menschen als probates Mittel, enge Beziehungen aufzubauen und diese auch aufrechterhalten zu können", sagt Dr. Fleishman. Am besten sehe man das daran, dass Paare noch immer zusammenbleiben, obwohl sie gar keine Kinder bekommen können.

Menschen haben genau wie die großen Affenarten Sex nicht nur zum Zweck der Fortpflanzung. Die Gründe, mit einem Partner eine sexuelle Bindung einzugehen, sind vielfältig und reichen von angenehmen Gefühlen über die Belohnung bis hin zur Dominanz anderer. Homo­sexuelles Verhalten tritt dabei gleichberechtigt mit der heterosexuellen Beziehungspflege auf. "Beim Menschen zeigen sogar diejenigen sehr oft Bereitschaft zu gleich­geschlechtlichem Sex, die sich selbst nicht als homo­sexuell bezeichnen würden", schließt Dr. Fleischman.

Fazit ihrer Studie: Die Abhängigkeit von vertrauensvollen und freundschaftlichen Bindungen zu anderen Menschen erhöhe unsere Bereitschaft, homo­sexuelles Verhalten zuzulassen. Homo­erotische Gedanken zu haben, heiße aber nicht zwingend, diese auch ausleben zu müssen. Doch für stabile soziale Bindungen in unserer Gesellschaft seien sie wohl früher wie heute grundlegend und notwendig. (mm)

Stichwort: Progesteron

Progesteron wird in den Eierstöcken der Frau und in den Nebennieren des Mannes gebildet. Es ist eigentlich das Schwangerschaftshormon und verhindert während der Entwicklung des Kindes eine erneute Schwangerschaft. Es ist aber auch ein wichtiges Hormon, welches uns Menschen freundlich und mitfühlend macht, sodass wir uns auf andere einlassen können. Progesteron gilt deshalb als ein wichtiger Schlüssel für Freundschaft und enge Bindungen.
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#1 liberalissimoAnonym
  • 29.11.2014, 07:59h
  • Pseudowissenschaftlicher Unsinn.
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#2 J-eyeAnonym
  • 29.11.2014, 08:30h

  • Um dann mal die "Logik" von Homophoben auf diesen Artikel anzuwenden: Die Ablehnung von Homosexualität ist unnatürlich und damit von Grund auf schlecht, weil sie dieser evolutionären (und damit natürlichen) sozialen Komponente widersprechen. Upps, Moment mal... ;)
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#3 MiepmiepAnonym