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Kommentare zu:
Der Mensch, das "homosoziale" Wesen?


#1 liberalissimoAnonym
#2 J-eyeAnonym
  • 29.11.2014, 08:30h

  • Um dann mal die "Logik" von Homophoben auf diesen Artikel anzuwenden: Die Ablehnung von Homosexualität ist unnatürlich und damit von Grund auf schlecht, weil sie dieser evolutionären (und damit natürlichen) sozialen Komponente widersprechen. Upps, Moment mal... ;)
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#3 MiepmiepAnonym
#4 Harry1972Profil
  • 29.11.2014, 09:18hBad Oeynhausen
  • Die für mich schlüssigste Erklärung lautet, daß Homosexualität einen evolutionären Vorteil bringt, denn Sippen mit homosexuellen Mitgliedern produzieren letztlich zwar weniger Nachwuchs doch werden die Ressourcen der Gruppe auf weniger Kinder gebündelt, was diesen einen besseren Start ins Leben garantiert.

    Das homosexuelles Verhalten die Bindungen innerhalb einer Gruppe festigt, klingt auch logisch. Ich kapiere nur nicht wirklich, was das mit dem Progesteron soll und das Jonglieren mit Prozentzahlen bei einer so kleinen Menge an Probanten.
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#5 XDASAnonym
  • 29.11.2014, 09:39h
  • Ja, auch sexuelle Vielfalt ist für eine Population immer enorm wichtig. Denn nur Vielfalt (an Genen, an Talenten und Fähigkeiten, etc.) erlaubt das Überleben.

    Was aus mangelnder Divergenz wird, sieht man ja bei so manchen Adelsgeschlechtern, wo jahrhundertelange Inzucht sich langsam bemerkbar macht.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 29.11.2014, 09:55h
  • Die Schlüsse, die Dr. Fleischmann aus den Untersuchungen ihrer Probanden zieht, sind durchaus interessant aber die Anzahl der Probanden ist sehr gering und von daher bin ich skeptisch ob der Ergebnisse. Ich denke auch, dass es die "homosozialen" (allerdings auch die "homoassozialen") Wesen gibt. Allerdings glaube ich eher, dass es an der frühen Selbsterkenntnis liegt, nicht wie die "Anderen" zu sein. Und so muss sich das "homosoziale Wesen" meist schon rel. früh mit der eigenen Persönlichkeit und der Nischenfindung im sozialen wie im (späteren) beruflichem Umfeld auseinandersetzen. Das kann (!) zu einer höheren Sensibilität gegenüber sozialen Zusammenhängen und Mitmenschen - egal welchen Geschlechts - führen.
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#9 Schwuler SoldatAnonym
#10 liberalissimoAnonym
#11 David77Anonym
  • 29.11.2014, 13:13h
  • Antwort auf #10 von liberalissimo

  • Wieso? Man kann sich zu frauen hingezogen fühlen, zu männern, zu beiden...wenn man das unabhängig vom eigenen geschlecht sieht: voilà - man könnte auf die idee kommen, dass das vermeintliche homo-gen dasselbe gen ist, was heterosexuelle frauen dazu bringt auf männer zu stehen und dieses gen einfach von der mutter stammt. Ich finde das recht simpel und logisch.
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#13 Community NowAnonym
#14 JadugharProfil
  • 29.11.2014, 17:52hHamburg
  • Antwort auf #1 von liberalissimo
  • Kein Mensch und kein Tier betreibt Sex um der Fortpflanzung willen. In erster Linie dient Sex um sich aneinander zu binden! Ein Wellensittich in der Wüste Australiens macht ständig Sex und Schmuserei und kann sich nur in der Regenzeit fortpflanzen. Frauen jenseits der Wechseljahre machen Sex um des Zusammenhalt willens und können sich nicht mehr fortpflanzen.
    Betrachtet man das Ganze von der Evolution her, so haben sich Zellen ursprünglich nur geteilt. Durch Attraktion (Sex) gruppierten sie sich zu Mehrzellern und organisierten sich, so daß die Überlebenschancen größer wurden. Durch das Zusammenkommen von Zellen sind manchmal die Zellmembrane verletzt worden, wobei genetisches Material ausgetauscht wurde. Über lange Zeit hinweg haben sich irgendwann daraus habloide Zellen entwickelt, die eine generische Fortpflanzung ermöglichten. Es gab noch keine Geschlechter! Die ersten Formen entwickelten sich zu Zwittern. Noch heute sind die Pflanzen überwiegend Zwitter und im Tierreich kommen sie auch noch massenhaft vor. Das Zusammenkommen von Lebewesen war zuerst da und erst die Zusammenkunft zweier Wesen bildete die Möglichkeit einer generischen Fortpflanzung aus. Also der generische Nachwuchs ist das Ergebnis eines Urverlangens des Zusammenseins! Deswegen ist dieses Verlangen immer noch im Vordergrund und nicht die Fortpflanzung!
    All das, was ich hier geschildert habe, kann man heute noch bei Ein- und Mehrzellern beobachten!
    Daß es Bananen ohne Kerne gibt, die sich auch nicht mehr generisch fortpflanzen können sondern nur über Klone ist eine Tatsache! Die Natur spielt um des Überlebens willen mit vielen Möglichkeiten und schafft somit eine Vielfalt, die von dummen Wesen nicht begriffen wird.

    Wenn Sie nicht in der Lage sind, dieses zu erkennen oder zu beobachten, so kann man nur an ihrer Erkenntnisfähigkeit und Verstand zweifeln! Sie unterstützen mich in der Annahme, daß sie einfach geistig blind sind!
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#15 Roman BolligerAnonym
#16 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 29.11.2014, 18:13h
  • Antwort auf #7 von Monster_Baby
  • Stimmt auch, Erfahrungen von Diskriminierung, Ausgrenzung oder Ablehnung können und wirken sich aber bei manchen Menschen eben auch negativ aufs eigene soziale Verhalten aus...

    Bei der vorliegenden Untersuchung ist es aber so: "untersuchten die Wissenschaftler 59 heterosexuelle Männer auf ihren Progesterongehalt." Die sind also allesamt als Heteros wahrgenommen worden, "mussten" also nicht als Schwule lernen, mit ihrer Umwelt klar zu kommen.

    Studie deutet eigentlich nur abermals Richtung Kinsey hin, der nicht davon ausging, dass der "waschechte Hetero" die Mehrheit bildet.
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#17 Robby69Ehemaliges Profil
#18 JadugharProfil
  • 29.11.2014, 18:54hHamburg
  • Antwort auf #4 von Harry1972
  • Wissenschaftler wollen nur mit Fakten gegen homophobe Hirnlose vorgehen, und beweisen, was wir eigentlich schon längst wissen. Die gesamte Wissenschaft war dadurch geprägt, einen langen Kampf gegen falsche Behauptungen zu führen, wodurch die wissenschaftliche Erkenntnis stark verzögert wurde. Je mehr Fakten man zusammenbringt, umso mehr lassen sich falsche Behauptungen zurückdrängen! Progesteron ist eines der Fakten von vielen, um zu zeigen, daß Sexualität eine vollkommen natürliche Sache und eng mit den Körper zusammenhängt und keine wandelbare selbstgewählte Modeerscheinung ist.
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#19 SpeziellAnonym
#20 JadugharProfil
#21 JadugharProfil
  • 29.11.2014, 19:20hHamburg
  • Antwort auf #10 von liberalissimo
  • Einzelne Eigenschaften sind nicht auf einzelne Gene oder Allele zurückzuführen! Wir verstehen zur Zeit gerade einmal, daß Teile der DNA für die Proteinsynthese wichtig sind. Komischerweise kann aber eine DNA ohne Proteine oder Enzyme die Proteinsynthese nicht bewerkstelligen, da die Bildung einer RNA Proteine benötigt, als auch die DNA-Verdoppelung. Andere DNA-Abschnitte sind noch nicht verstanden und werden oft als Müll bezeichnet, weil man dessen Funktion nicht kennt. Es mag sein, daß genau diese Resourcen darstellen, um bei bestimmten Notzeiten darauf rückgreifen zu können. So verbleiben sie erst einmal im ausgeschalteten Zustand. Es kann durchaus sein, daß unter jenen DNA-Abschnitten die Variationen der Sexualität mitsteuern. Auf alle Fälle ist jede Form der Sexualität natürlichen Ursprungs, da alle Formen der Sexualität eng mit den Körperfunktionen zusammenhängen. Die gesamte Zellkommunikation im hormonellen Bereich wird von den RNA´s gesteuert wobei das Gehirn die entsprechenden Signale liefert, wann welches Gen ein- oder ausgeschaltet wird.
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#22 David77Anonym
#23 JadugharProfil
  • 29.11.2014, 20:43hHamburg
  • Antwort auf #22 von David77
  • Ich habe auf deine Behauptung reagiert, weil ich sie auch sehr gut kenne. Ich habe dieses früher auch so angenommen und auch mir so vorgestellt und auch so empfunden, jedoch neige ich immer mehr dazu, diese Sache in einem größeren Kontext zu erweitern und zu verallgemeinern und auch noch zu hinterfragen, je mehr ich mich mit dieser Thematik auseinandersetze. Ich wollte nur deine Aussage damit unterstreichen!
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#24 LangsamLangsamEhemaliges Profil
#25 AllahsDienerAnonym
#26 Monster_BabyEhemaliges Profil
  • 30.11.2014, 06:39h
  • Sicher sind wir als Mensch biologisch-evolutionäre Wesen. Aber ich sehe hier den Wert z.B. der Kultur, des menschlichen Soziallebens, der Psyche (oder wie manche sagen: Seele), der Sozialisation unterbewertet.

    Denn wo es den Versuch gibt, hormonelle Ursachen oder den genetisch bedingten Nutzen von Homosexualität zu belegen, da gibt es auch den Versuch das Gegenteil zu beweisen. Den Versuch das "Schwulen- oder Homo-Gen" zu isolieren wird es vielleicht mal geben (gab oder gibt es schon???) und somit die Möglichkeit dies vorgeburtlich zu "diagnostizieren".

    Nur mal so als Gedankenspiel: wie viele Eltern würden sich wohl für bzw. gegen ein homosexuelles Kind entscheiden? Wer kann schon mit Sicherheit sagen, in welche Richtung sich die Menschheit entwickeln wird auch und gerade in den sog. zivilisierten Teilen der Welt.

    Mein Wert als homosoziales Wesen bestimmt nicht z.B. mein genetischer Nutzen, meine Funktion als Resteverwerter, Kindergärtner, sozialer Stabilisator oder "Kitt" einer heterosexuell dominierten Menschheit.

    Solange wir homosexuellen Wesen versuchen unseren Nutzen zu beweisen - solange sind wir unseres Wertes nicht bewusst oder sicher. Übrigens: interessanter Link von LangsamLangsam!
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#27 AranosAnonym
  • 03.12.2014, 21:09h
  • Antwort auf #1 von liberalissimo
  • Das ist nicht pseudo-wissenschaftlich, ganz im Gegenteil. Die Vorteile von Homo- und Bisexualität für eine auf sozialen Zusammenhalt angewiesene Gattung sind absolut einwandfrei wissenschaftlich anhand sauberer und transparenter Feldstudien und Statistiken nachgewiesen worden. Nachzulesen u.A. in
    "Homosexual Behaviour in Animals: An Evolutionary Perspective".
    Aber dazu muss man natürlich
    a) lesen können
    b) eine Fremdsprache beherrschen
    c) in der Lage sein, wissenschaftliche Texte zu verstehen und statistische Analysen nachzuvollziehen
    ...womit der durchschnittliche Homophobe ja eh überfordert sein dürfte.
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#28 Homonklin44Profil
  • 04.12.2014, 01:22hTauroa Point
  • Ja, das ist nicht nur beim schwulen Durchschnittsbürger so, bekommt man regulär den Eindruck, aber die Überheblichkeitsnummer bringt hier auch keinen weiter. Statistische Hochrechnungen treffen selten wirkliche Werte, es gibt bei großer Varianzneigung, wie sie unter Menschen gegeben ist, zu viele unvorhersehbare Faktoren, aber das ist nicht mal so das Bedeutende.

    Auf nem Forum hatten wir auch mal eine Diskussion vor Jahren, wo es um die Möglichkeit ging, dass Homosexualität ein Aspekt ist, der in der Evolution sowas wie ein Ammen-Geschlecht erzeugen könnte -- auf laaaaange Sicht, wenn man an 5 Millionen Jahre später denkt.

    So ist der Artikel und diese Idee doch was ganz Erfreuliches. Wenn Progesteron die Ursache des "Wer f*cken will, muss freundlich sein" sein soll, hat es immerhin Auswirkungen auf den Rest der kriegerischen Gesellen unserer Gesellschaft. Vielleicht müssen wir dran arbeiten, dass Leute wie Franziskuas, Bushido und Co Progesteron-Ampullen nehmen. Weil's nett macht.

    Probandenzahlen für medizinische Studien sind häufig noch viel geringer. Für eine Studie über den Erfolg von Spezial-Bewegungstraining gegen Übergewicht, Gelenkschäden und Sehnenverkürzung ect. habe ich schon mal Zahlen von knapp 1 Dutzend gesehen.
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#29 Claudia 001Anonym
  • 07.12.2014, 23:16h
  • Erstaunliche neue Erkenntnisse der Forschung, die man so noch nicht gehört hat. Nicht biologistische Determinanten, sondern soziale Faktoren seine auch wichtig bzw. sogar unerlässlich für unsere Gesellschaft? Aber was hat das mit Progesteron zu tun? Und ist das evolutionsbiologisch Geschichte oder heute noch aktuell bzw. zunehmend oder abnehmend? Da tun sich viele Fragen auf. Ist erotische Anziehung nur gesellschftlicher "Kitt" oder kulturell zunehmend überflüssig?
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