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Einzelkommentar zu:
Moshammer-Mord aufgeklärt


#134 Insider FranzAnonym
  • 19.01.2005, 10:34h
  • Moshammer war ein Depp. Er besuchte eine Handelsschule, war dann Spüler im Imbißlokal Picnic an der Ecke Leopoldstraße/Ainmillerstraße in München, und später Bürobote im Münchner Modehaus Roedig.

    Da er schwul war und als 25jähriger nicht schlecht aussah, lernte er fast zwangsläufig die damalige Oberschwuchtel Münchens, den ehemaligen Kellner und späteren Krupp-Erben Arndt von Bohlen und Halbach sowie den ebenfalls schwulen Immobilienmakler Walter Käßmeyer kennen.

    Diese beiden brachten das notwendige Geld in eine GmbH ein. Das Haus mit der Boutique gehört übrigens dem Käßmeyer. Mosi war nur Strohmann und sehr geringfügig an der GmbH beteiligt.

    Er verhökerte dann für weit überhöhte Preise Klamotten, die er auf Kommissionsbasis - also ohne Vorleistung - von Fabriken beschaffte und in die lediglich Moshammer-Etiketten eingenäht wurden. Modeschöpfer war Mosi nie - der Typ hatte vom Schneidern und gar vom Entwerfen von Klamotten bis zu seinem Ableben Null Ahnung.

    Sein Lebensstandard war weitaus niedriger als das gemeine Volk denkt. Der Rolls-Royce war für einen Appel und ein Ei von Sixt geleast (Mosi war ein guter Bekannter von Chefin Regine Sixt), die "Villa" in Grünwald ist nur ein etwas pompöseres Reihenhaus, gehört aber dem Käßmeyer, der Chauffeur erhielt kein Gehalt, sondern lebt von Sozialhilfe (er wollte sich nur im Glanz des Mosi sonnen), und für seine gelegentlichen Geilereien mit Strichern reichte das wenige Geld, das ihm Käßmeyer für seine Strohmannrolle ließ.

    Mosi war auch kein "Engel der Obdachlosen". Er posierte nur als solcher vor der Fernsehkamera. In Wirklichkeit interessierten ihn die Obdachlosen überhaupt nicht. Er wollte nur - wie immer in seinem Leben - im Scheinwerferlicht stehen. Aus eigener Tasche hat Mosi niemals auch nur eine Mark oder einen Euro an Obdachlose bezahlt.

    Übrigens war sein Vater weder Versicherungsdirektor (sondern nur selbständiger, später pleite gegangener Versicherungsvertreter mit der schönen Bezeichnung "Bezirksleiter") noch jemals Obdachloser. Der Mosi war ein Lügner, der dem Baron von Münchhausen Konkurrenz machen hätte können.

    Mosi war also nichts als ein Scharlatan. Einfach viel Lärm um nichts. Nicht als ein absolutes Nichts war er, unser Mosi.
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