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"Du kannst etwas verändern"

Video: bpd erklärt Homophobie

  • Von Micha Schulze
    04. Dezember 2014 13 2 Min.



"Stell Dir vor, die Regierung verbietet dir, den Menschen, den du liebst, zu heiraten" – dieser Satz fehlt leider im neuen Aufklärungsvideo der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die staatliche Homophobie vor allem im Ausland sieht. Im Clip der nachgeordneten Behörde des Bundesinnenministeriums heißt es nur: "Stell Dir vor, die Regierung verbietet dir, mit dem Menschen, den du liebst, zusammenzuleben."

Davon abgesehen, ist der knapp dreiminütige Kurzfilm durchaus gelungen. In illustrierten Beispielen zeigt er Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung und thematisiert etwa die hohe Selbstmordrate unter LGBT-Jugendlichen und die Abneigung vieler Heteros gegen lesbisch-schwule Küsse in der Öffentlichkeit. Natürlich darf auch Hitzlsperger nicht fehlen, und am Ende heißt es: "Du kannst etwas verändern":

Zufall oder nicht? Der Anti-Homophobie-Clip wurde nur einen Tag nach einer umstrittenen Veranstaltung zum Thema Familie veröffentlicht, bei der die Bundeszentrale für politische Bildung ausgerechnet die homophobe Journalistin Birgit Kelle als Expertin eingeladen hatte (queer.de berichtete). Vielleicht hilft das Video ja mit, dass auch innerhalb der Behörde noch etwas mehr über Homophobie und den Umgang mit erklärten Homo-Gegnern nachgedacht wird…

Neben dem Homophobie-Clip hat die bpb auch zwei Spots zu Rassismus und Antisemitismus produzieren lassen:

Die bpb ist eine nachgeordnete Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern mit Sitz in Bonn. Ihre Aufgabe ist es, "durch Maßnahmen der politischen Bildung Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken". Die bpb unterhält Medienzentren in Bonn und Berlin. Seit Juni 2000 ist Thomas Krüger Präsident der bpb.

-w-

#1 NicoAnonym
  • 04.12.2014, 08:57h
  • Solange die Homohassern und anderen Faschisten ein Forum bieten, ist die Bundeszentrale für politische Bildung unglaubwürdig.
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#2 janxAnonym
  • 04.12.2014, 09:34h

  • Stell dir vor die Regierung verbietet dir mit dem Menschen den du liebst *zusammenzuleben*. Schon sehr auffällig wie künstlich das naheliegende Wort heiraten vermieden wird. Peinlicher gehts echt nicht mehr. Sonst könnte einem ja auffallen dass es nicht irgendein exotisches homophobes Land ist sondern das eigene. Und sowas nennt sich "Aufklärung". Pah!
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#3 PeerAnonym
  • 04.12.2014, 10:22h
  • " "Stell Dir vor, die Regierung verbietet dir, den Menschen, den du liebst, zu heiraten" dieser Satz fehlt leider im neuen Aufklärungsvideo der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die staatliche Homophobie vor allem im Ausland sieht."

    Ist doch klar. Da die am Bundesinnenministerium hängen und nicht wirklich unabhängig sind, werden die natürlich sicher nichts sagen, was der Regierung missfällt.

    Da wird dann nur aufs Ausland verwiesen, obwohl es auch hierzulande genug zu kritisieren gäbe.
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