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- 17. Januar 2005 1 Min.
Berlin Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat am Montag die Berichterstattung zum Mordfall Moshammer "scharf" kritisiert. Mit Begriffen wie "Ermittlungen im Homosexuellenmilieu" oder "ganz unten ins Milieu der Homosexuellen" werde eine ganze Bevölkerungsgruppe in die Nähe von Kriminalität gerückt, so LSVD-Sprecher Manfred Bruns. Der Verband habe sich an den Deutschen Presserat gewandt und auf Verhaltensregeln gegen diskriminierende Berichterstattung gedrängt.
Spiegel "ganz unten"
Es war ausgerechnet "Der Spiegel", der das Niveau am Montag nochmals senkte. Wie im Fall Sedlmayer führe die Tat womöglich nach "ganz unten ins Millieu der Homosexuellen", so das Magazin in der aktuellen Ausgabe vom Montag. Auch die "Bild"-Zeitung setzte ihre Berichterstattung zum Fall fort. Der mutmaßliche Täter wurde an den Pranger gestellt (s. Bild), zugleich "rekonstruierte" die Zeitung die Tatnacht samt wohl erfunder Details (angeblich schauten beide Pornos, Mosi wurde dabei mit der Hand befriedigt). Und Franz Josef Wagner bezeichnete Mosi in einem Brief an Daisy Moshammer als "Lumpensammler der Liebe". (nb)















da frag ich mich wie hoch oder besser gesagt wie niedrig ist der durchschnitts IQ beim durchschnitts-deutschen, das solche berichterstattungen überhaupt anklang in der bevölkerung finden?