Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?22857
  • 10. Dezember 2014 50 2 Min.

Der "Islamische Staat" beherrscht große Teile Syriens und des Iraks

Die islamistische Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) hat am Dienstag Fotos veröffentlicht, auf denen angeblich die Hinrichtung eines schwulen Mannes gezeigt wird.

Auf den Bildern ist zu sehen, wie ein Mann von einem dreistöckigen Haus geworfen wird. Dazu schrieben die Extremisten, dass der Mann von einem "islamischen Gericht" im syrisch-irakischen Grenzgebiet wegen Unzucht verurteilt worden sei. Er müsse daher "vom höchsten Punkt der Stadt heruntergeworfen und anschließend zu Tode gesteinigt" werden.

Bereits vor zwei Wochen gab es Berichte, wonach der IS zwei junge Männer gesteinigt haben soll, weil sie schwul gewesen sein sollen (queer.de berichtete). Menschenrechtsaktivisten merkten damals allerdings an, dass die Opfer auch wegen ihres offenen Widerstandes gegen den IS hingerichtet worden sein könnten. Die Homosexualität der Opfer sei möglicherweise nur ein vorgeschobener Grund.

Am Montag hatte die Terrorgruppe auch erklärt, in einem Dorf in Norden Syriens einen Mann wegen Gotteslästerung öffentlich geköpft zu haben. Auch hier wurden Bilder veröffentlicht, auf denen auch viele Zuschauer zu sehen waren, darunter auch Kinder.

Bereits vor der Ausbreitung der IS waren Homo­sexuelle in Syrien verfolgt worden. In dem Land des Diktators Baschar al-Assad steht auf gleich­geschlechtliche Liebe eine Haftstrafe von drei Jahren. Letztes Jahr berichtete ein anonymer Homo-Aktivst im Magazin "Vice", dass die syrische Regierung ihre Gegner als schwul beschimpft, weil Homo­sexuelle die einfachste Zielscheibe im Land seien.

Erst vor zwei Monaten kam es zu Protesten gegen eine schwule Partyreihe in Tel Aviv, die mit Werbemotiven an die Ästhetik des "Islamischen Staates" erinnerte. Ein Bild erinnerte dabei an die grausamen Enthauptungsvideos, die weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatten (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 alles LügnerAnonym
  • 10.12.2014, 15:48h
  • Wo ist der Aufschrei der Empörung über diese Vorkommnisse in der muslimischen Welt zu hören?

    Wo sind Anti-IS-Demonstationen in der muslimischen Welt zu sehen?

    Wo sind die Erklärungen, in denen sich die muslimische Welt solidarisch mit den schwulen Opfern erklärt, wenn das Verhalten des IS doch angeblich "unmuslimisch" und gegen den Koran gerichtet ist?

    Ich sehe nichts, ich höre nichts dergleichen aus der muslimischen Welt.
  • Direktlink »
#2 GeorgGAnonym
  • 10.12.2014, 17:26h
  • "Er müsse daher "vom höchsten Punkt der Stadt heruntergeworfen und anschließend zu Tode gesteinigt" werden."

    Ja, so sieht es der Islam bei strenger Auslegung vor.

    Im Iran werden daher schwule Männer aufgehängt, andere von einem hohen Berg geworfen. Dann werden sie gesteinigt und der Körper in vier Teile gerissen.
  • Direktlink »
#3 yelimSEhemaliges Profil
  • 10.12.2014, 18:15h
  • Antwort auf #1 von alles Lügner
  • Die Opfer der Kriegsverbrechen, der Morde, der Versklavung und des Terrors des IS sind - von einer Handvoll Westlern abgesehen - nahezu ausschließlich Muslime. Zehntausende.

    Jene Männer und Frauen die im bewaffneten Kampf gegen den IS ihr Leben gegeben haben sind nahezu ausschließlich Muslime. Zehntausende.

    Dieser Tote mehr, ob schwul oder nicht, war ebenso Muslim.

    Abdul-Aziz ibn Abdullah al ash-Sheikh, Großmufti von Saudi-Arabien hat mehrfach den Terror des IS verurteilt. Sunnitische Imame und Sufi-Gelehrte aus aller Welt haben in einer gemeinsamen Erklärung noch im September dem IS abgesprochen sein Handeln unter Berufung auf Koran und die Hadithen legitimieren zu dürfen und dessen religiöse Aussagen streng verurteilt. Nach dem Mord an einem französischen Bergwanderer in Algerien durch dortige IS-Sympathisanten hat es eine Solidaritätsaktion in der Großen Pariser Moschee gegeben. Kurden und Jesiden und ganz allgemein Muslime haben weltweit demonstriert gegen den IS. Sogar in Deutschland.

    Und so fort.

    ..

    Wo demonstrieren Christen gegen die Folterpraktiken der CIA?

    Wo ist denn die Solidarität des Papstes mit den schwulen Opfern christlicher Repression?

    Die evangelischen Lichterketten gegen LGBT-Mobbing scheinen mir nicht viel länger als die in Saudi-Arabien gegen diesen Mord.
  • Direktlink »