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Einzelkommentar zu:
Standesbeamter diskriminiert Homo-Paare


#33 LarsAnonym
  • 11.12.2014, 14:37h
  • Antwort auf #21 von Adrien
  • Nein, auch das wäre keine Lösung gewesen. Persönlich kann man Verständnis dafür haben, dass der Mann mit der veränderten Gesetzeslage und dem gesellschaftlichen Wandel in punkto Partnerschaft nicht einverstanden ist und sich in einem Gewissenskonflikt befindet, der zu Beginn seiner Laufbahn nicht absehbar war. (Genauso wie Lesben und Schwule frühr einen Konflikt hatten, ihre Partnerschaft nicht regeln zu dürfen) Aber: Dienst ist Dienst. Als Beamter und Angestellter des Staates ist er in einem Loyalitätsverhältnis und das Beglückwünschen gehört in diesem Beruf und Fachgebiet nunmal zu den formalen Aufgaben. Wer das nicht will, sollte nicht Beamteroder Staatsdiener werden, sondern katholischer Pastor - oder muss sich, so hart das klingt, versetzen lassen.

    Nur ein Vergleich: Selbst Frau Merkel hat Herrn Ramelow zur Wahl als Thüringer Ministerpräsident beglückwünscht, auch wenn er politisch ihr Gegener ist - das gehört zu ihrem Job, dafür wird sie bezahlt und das kriegt sie mit ihrem Gewissen, glaube ich, gut hin. Und der Hausmeister des Präsidenten muss auch die Flagge für Staatsgäste hissen, auch wenn er sie moralisch nicht akzeptiert.

    Die einzige Möglichkeit für den Beamten (!) wäre gewesen, sich intern mit seiner Vorgesetzten abzusprechen, und sich so eine Weile um die Aufgabe herumzudrücken im Sinne von "Don´t ask don´t tell". Ich kann aber verstehen, wenn diese das nicht mitmacht.

    Was auf keinen Fall geht, ist die Bürger, die er nach bestimmten Richtlinien zu betreuen hat, in seine persönlichen Gewissenskonflikte einzubeziehen und sie in gewisser Weise auch mitverantwortlich zu machen. Da übersteigt er die Kompetenzen und den Status, der ihm von Amts wegen "verliehen" ist.
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