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- 12. Dezember 2014 2 Min.

Bürgermeister Park Won-soon
Park Won-soon, der Bürgermeister von Seoul, hat sich am Mittwoch öffentlich bei LGBT-Aktivisten dafür entschuldigt, dass er auf Druck von christlichen Aktivisten eine Antidiskriminierungscharta gestoppt hatte.
Die Charta sah vor, Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität in der südkoreanischen Hauptstadt zu verbieten. Bürgermeister Park hatte die Charta ursprünglich unterstützt, allerdings nach mehreren Treffen mit christlich-protestantischen Gruppen vergangenen Monat seine Meinung geändert. Dies führte zu einer fast einwöchigen Besetzung des Rathauses durch LGBT-Aktivisten (queer.de berichtete).
Am Donnerstag traf Park die Aktivisten zu einem Gespräch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Danach wurde die Besetzung des Rathauses nach sechs Tagen beendet. Allerdings wird die Charta vorerst nicht umgesetzt. Der Bürgermeister versprach den Aktivisten jedoch, dass er den Diskriminierungsschutz auf andere Art einführen werde. Die Aktivisten erklärten, sie werden weiterhin Druck auf die Stadtverwaltung ausüben.
Im "Korea Herald" sagte Park, dass Verbesserungen der Bürgerrechte Zeit bräuchten. "Es hat zum Beispiel auch viele Jahre gedauert, bis Frauen das Wahlrecht erhalten haben", erklärte er. "Wir brauchen unzählige Anstrengungen, um die öffentliche Wahrnehmung zu verändern."
Park hatte sich in der Vergangenheit für LGBT-Rechte eingesetzt und sogar die Öffnung der Ehe gefordert. Allerdings werden ihm Ambitionen auf das Präsidentenamt nachgesagt, weshalb er zuletzt keine kontroversen Forderungen stellte und den Wählerblock der evangelikalen Christen hofierte, die die Gleichbehandlung von Homosexuellen grundsätzlich ablehnen. (dk)















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Das ist auch gut so.