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Kommentare zu:
Polen: Sejm lehnt erneut Lebenspartnerschaften ab


#1 FinnAnonym
  • 18.12.2014, 15:38h
  • Wirklich schlimm für die polnischen Schwulen und Lesben.

    Naja, viele von denen leben aufgrund der Situation in ihrem Land ja bereits im Ausland. Dann tragen sie eben anderswo zum Bruttosozialprodukt bei als in Polen.

    Homohass verursachte auch wirtschaftliche Schäden. Damit schaden die Polen sich nur selbst...
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#2 Michael43Anonym
  • 18.12.2014, 16:14h
  • Schade, schade, schade....

    Das ist echt bedauerlich, das Polen immer noch kein Lebenspartnerschaftsinstitut hat (geschweige denn die Ehe geöffnet hat).

    Selbst Italien wird im kommenden Jahr voraussichtlich Polen "überholen" und ein Lebenspartnerschaftsinstitut ermöglichen.

    Und auch Malta und Estland haben mittlerweile ein Lebenspartnerschaftsinstitut für gleichgeschlechtliche Paare.

    Das es hier in Polen im Sejm keine parlamentarische Mehrheit bisher gibt, ist wirklich tragisch für homosexuelle Paare in Polen (kein Besuchs-/Auskunftsrecht im Krankenhaus, keine prozessualen Aussageverweigerungsrechte, keine Witwenrente, kein steuerliche Anerkennung, kein gemeinsames Namensrecht, keine erbrechtliche Anerkennung, usw.).

    Es ist schlichtweg skandalös. das Polen als einziges unserer Nachbarländer immer noch keine staatliche Anerkennung homosexueller Paare durchgesetzt hat.

    Und das macht mich "sauer", weil ich schwule Bekannte aus Polen habe, die nach Deutschland gegangen sind, weil sie einfach hier besser leben konnten als im Nachbarland Polen.
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#3 grundAnonym
  • 18.12.2014, 16:36h
  • interessant :
    im freien Polen gab es nie gegen Schwule ausdrücklich gerichtete Gesetze, wobei Homosex 1932 völlig legalisiert wurde - ein Jahr früher als zB in Dänemark. während der kommunistischen Diktatur schon.

    katholische Identität der polnischen Gesellschaft hin oder her.
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#4 KnisfoAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.12.2014, 17:54h
  • 57 Stimmen gaben den Ausschlag, daß es in Polen immer noch keine ELPs gibt! Ich hoffe, daß sich bei diesen Abtrünnigen das schlechte Gewissen meldet und sie keine Nacht mehr schlafen können!!!
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#6 David77Anonym
#7 GeorgGAnonym
  • 18.12.2014, 19:46h
  • "Dieses Institut hätte nicht nur Homosexuellen offen gestanden, sondern auch verschiedengeschlechtlichen Paaren, die nicht heiraten, aber sich trotzdem absichern wollen."

    Dieser Vorschlag hat wahrscheinlich bewirkt, dass der Entwurf abgelehnt wurde.
    Die Polen sind immer noch stark katholisch geprägt und eine "Ehe-light" für Heterosexuelle würde aus der Sicht der meisten Polen die traditionelle heterosexuelle Ehe aushöhlen.
    Ein Gesetz nur für Schwule und Lesben hätte wohl eine größere Chance gehabt, durchzukommen.
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#8 kulturhinweisAnonym
#9 TheDadProfil
  • 18.12.2014, 20:49hHannover
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Du solltest endlich einmal mehr lesen als nur die Überschriften und den Fettdruck !

    ""Das polnischen Parlament hat es am Mittwochabend abgelehnt, über die Einführung von Eingetragenen Lebenspartnerschaften zu debattieren.""..

    Es geht überhaupt nicht um eine Abstimmung über die Einführung, sondern nur darum, ob man im Parlament überhaupt darüber reden will !

    Wie kann man eigentlich schlafen wenn man so viel Blödsinn postet ?
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#10 KnisfoAnonym
#11 FoXXXynessEhemaliges Profil
#12 gatopardo
  • 19.12.2014, 13:41h
  • Antwort auf #3 von grund
  • Freilich eine interessante Recherche. Dann denke ich aber, dass es in einem Land wie Polen zu umfassenden Demonstrationen kommen wird, falls geringste Homo-Zugeständnisse gemacht werden. Ich habe noch nie ein Land bereist, das eine derartige und allgemeine katholische Frömmigkeit an den Tag legt, die Italien noch weit übertrumpft.
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#13 Bad HomburgAnonym
  • 19.12.2014, 14:21h
  • Antwort auf #12 von gatopardo
  • Ich wollte damit eigentlich nur sagen, dass es bei weitem keinen Automatismus zwischen der katholischen Tradition bzw. Identität einer Nation und der Achtung der menschlichen Würde von schwullesbischen Mitbürgern gibt, wie christianophobe, kirchenfeindliche Kritiker das öfteren so behaupten.
    Eher zwischen dem Erbe einer menschenfeindlichen bzw. kommunistischen Diktatur, das in Osteuropa noch fast überall zu finden ist und in den Köpfen weiter lebt. Nach dem 40 Jahre langen sozialen kommunistischen Experiment mit der Gesellschaft braucht so mancher Traumatisierte dort offensichtlich immer noch eine Gruppe von Menschen, die man im freien Polen in ähnlicher Weise diskriminieren und erniedrigen, deren menschliche Würde ständig verletzen könnte wie mit ihm selbst während der Diktatur der Fall war - als seltsame "Kompensierung" so zu sagen.

    Dabei zeigt ausgerechnet die Geschichte des Landes vom hl. Johannes Paul II., dass es dort sehr wohl auch anders sein kann - und eines Tages wieder wird.
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#14 TheDadProfil
  • 19.12.2014, 14:29hHannover
  • Antwort auf #11 von FoXXXyness
  • Wer hier was ignoriert ist doch klar ersichtlich !

    Es geht immer noch nicht um eine Abstimmung die zu einem Gesetz geführt hätte, somit ist es auch nicht abgelehnt worden..

    Es ging auch nicht allein um die PO und deren Abstimmungsverhalten, das noch lange nicht gleichbedeutend damit ist, ein Gesetz ablehnen zu wollen, sondern nur die Tatsache verdeutlicht, nicht endlos darüber debattieren zu wollen, ob man ein solches überhaupt einbringen müßte, und damit bedeutet deren Ablehnung der Debatte nicht automatisch auch schon die Ablehnung eines realen Gesetzesentwurfes in der Zukunft..
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#15 FoXXXynessEhemaliges Profil
#16 KnisfoAnonym
  • 19.12.2014, 20:07h
  • Antwort auf #14 von TheDad
  • "Es geht [...] nicht um eine Abstimmung die zu einem Gesetz geführt hätte, [...]."

    "[...] nicht endlos darüber debattieren zu wollen, ob man ein solches überhaupt einbringen müßte"

    ---

    Es ging schon um einen vorliegenden Gesetzesentwurf.
    Nachdem im Januar 2013 drei Gesetzesentwürfe schon in der ersten Lesung verworfen wurden, und so nicht einmal den Weg in die Ausschüsse geschafft haben, wurde sofort ein neuer Entwurf ins Parlament eingebracht.
    Und um diesen Entwurf ging es bei der Abstimmung. Dieser Entwurf wird nun ebenfalls nicht von den Ausschüssen beraten.
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#17 gatopardo
  • 19.12.2014, 20:26h
  • Antwort auf #13 von Bad Homburg
  • Die Heiligsprechung von Johannes Paul II bezeichnet der 89jährige Ernesto Cardenal im April2014 als "monströs". Cardenal ist als Geistlicher und Poet ein Anhänger der Befreiungstheologie in Nicaragua und bekam viele Preise für sein Lebenswerk, das dem Humanismus gewidmet ist.
    Besonders bekannt wurde er, als er bei Ankunft am Flughafen Managua von Woytila vor den Augen der ganzen Welt mit dem Zeigefinger bedroht wird.
    Soviel zu diesem Papst und jeder kann sich vorstellen, was man von ihm und seinen Fürsprechern halten kann.
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#19 gatopardo
  • 20.12.2014, 12:12h
  • Antwort auf #18 von non-berger
  • Tja mein Guter, Polen ist 1989 von einem Extrem ins Andere gefallen. Schade, dass die Freiheit und Unabhängigkeit mit Unterwürfigkeit vor dem Vatikan verwechselt wird. Es kann wohl noch dauern, bis man auch dort in der Aufklärung angekommen ist. Woytila sei´s gedankt !
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