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Kritik an Untätigkeit der Bundesregierung
Grüne fragen: Was bringt 2015 für LGBT?
- 23. Dezember 2014 1 Min.

Volker Beck (Grüne) schaut neidisch auf die USA, die – anders als Deutschland – Homosexuelle mehr und mehr gleichstellen
In einer Kleinen Anfrage erkundigen sich die Grünen bei der Bundesregierung, ob im kommenden Jahr rechtliche Verbesserungen für Schwule, Lesben und Transsexuelle geplant sind.
Wie die Bundestagsfraktion am Dienstag mitteilte, trägt die Anfrage den Titel "Stillstand bei Gleichstellung und Antidiskriminierungspolitik?". Darin wird unter anderem kritisiert, dass die Bundesregierung seit Jahren auf EU-Ebene die Antidiskriminierungsrichtlinie blockiert (queer.de berichtete).
Außerdem fragt die Öko-Fraktion, wann die Bundesregierung endlich Eingetragene Lebenspartner und (heterosexuelle) Ehe-Leute gleichstellt. Des weiteren wird Aufklärung verlangt, ob und wann die Opfer der Antischwulen-Paragrafen 151 (DDR) und 175 (Bundesrepublik) entschädigt werden. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte gegenüber queer.de bereits im Mai eine Prüfung der Urteile versprochen (queer.de berichtete).
Der grüne Innenexperte Volker Beck erklärte, dass 2014 für LGBT in Deutschland ein Jahr des Stillstandes gewesen sei, während es beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika bei der Gleichstellung "Schlag auf Schlag" gehe. "Auf Nachfrage an die Regierung hörte man ein Jahr lang, man prüfe und prüfe und prüfe. Wir wollen jetzt endlich wissen, was die Prüfungen ergeben haben", so Beck. "Unsere Geduld ist erschöpft – wir wollen Taten sehen. Die SPD hat 100 Prozent Gleichstellung versprochen und bislang null Prozent erreicht." (pm/dk)















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