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  • 23. Dezember 2014 25 2 Min.

Noch dürfen in vielen Ländern Schwule generell kein Blut spenden (Bild: warrenski / flickr / by-sa 2.0)

Die Regulierungsbehörde FDA will schwulen Männern die Spende erlauben, wenn sie ein Jahr lang keinen Sex hatten.

In den USA deutet sich in dem Streit um das Blutspendeverbot für schwule Männer ein Kompromiss an. Die zuständige Gesundheitsbehörde, die Food and Drug Administration (FDA), kündigte am Dienstag an, künftig zu empfehlen, dass schwule Männer erstmals seit der Aids-Krise wieder Blut spenden dürfen.

Diese Erlaubnis kommt zugleich mit einer Auflage: Die Männer dürfen mindestes ein Jahr lang keinen Sex gehabt haben, um eine Blutspende abzugeben. Damit nähert sich die Empfehlung anderen Gruppen an: Heterosexuelle werden etwa ausgeschlossen, wenn sie innerhalb von 12 Monaten Sex mit einem HIV-Positiven, mit einer Prostituierten oder mit einem Konsumenten von intravenösen Drogen hatten.

Zu der Freigabe der Blutspende sei man nach dem Austausch mit Experten und Daten aus zahlreichen Studien gekommen, so die FDA. Dazu kämen verbesserte Untersuchungen der Blutspenden. Im nächsten Jahr will die Behörde detaillierte Richtlinien veröffentlichen und zu einer Diskussion laden.

Auch andere Länder haben zuletzt für schwule Blutspenden eine Ein-Jahres-Regelung eingeführt, darunter Japan, Australien, Großbritannien ohne Nordirland, Schweden, Argentinien und Brasilien. In anderen Ländern, darunter Deutschland, gilt weiter ein generelles Verbot.

So darf in Deutschland kein Mann Blut spenden, der in seinem Leben schon einmal sexuelle Kontakte zu einem anderen Mann hatte. Bei heterosexuellen Männern gilt das Verbot nur bei "sexuellem Risikoverhalten". Im vergangenen Jahr hatte die Bundesärztekammer angekündigt, "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" auf eine Veränderung der Blutspenden-Regulierung auf EU-Ebene hinzuwirken, in diesem Jahr hatten mehrere Landtage beschlossen, dass sich die jeweilige Landesregierung für eine Aufhebung des Verbots stark macht.

In Kürze wird der Europäische Gerichtshof entscheiden, ob der generelle Ausschluss Homosexueller von der Bluspende rechtens ist. Generalanwalt Paolo Mengozzi hält eine entsprechende Regelung aus Frankreich für diskriminierend (queer.de berichtete).

-w-

#1 Rosa SoliAnonym
  • 23.12.2014, 21:07h
  • Wenn ich wählen müsste, ob ich innerhalb von 12 Monaten Sex habe oder Blut spende, dann würde ich mich doch lieber für den Sex entscheiden.

    Welcher schwule Mann hat denn in einem Jahr keinen Sex? Das kriegen selbst katholische Priester nicht hin! ;-)
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#2 joshyleinEhemaliges Profil
  • 23.12.2014, 21:38h
  • Nicht Lockern sondern aufheben !!!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil