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  • 23. Dezember 2014 11 2 Min.

Luka Magnotta am Set eines seiner Filme

Der auf der Flucht in Berlin festgenommene Pornodarsteller Luka Magnotta landet nach einer Jury-Entscheidung im Gefängnis und nicht in der Psychiatrie.

Der kanadische Pornodarsteller Luka Rocco Magnotta ist am Dienstag von einer Jury in Montreal des Mordes an dem chinesischen Austauschstudenten Jun Lin schuldig gesprochen worden. Die zwölfköpfige Jury hatte nach einem zehnwöchigen Prozess dazu acht Tage beraten und dann den Schuldspruch gefällt: First-degree murder.

Nach kanadischem Recht bedeutet das automatisch lebenslänglich, ein Antrag auf vorzeitige Entlassung aus der Haft kann erst nach 25 Jahren gestellt werden. Der 32-Jährige, der in Pornofilmen unter Pseudonymen wie Eric Clinton Newman oder Vladimir Romanov bekannt geworden war, hatte sich in dem Prozess nicht schuldig bekannt und angegeben, im Rahmen einer unkontrollierten Schizophrenie gehandelt zu haben. Mit einem Berufungsverfahren wird gerechnet.

Magnotta war vorgeworfen worden, im Mai 2012 seinen damals 33-jährigen Freund mit einem Eispickel erstochen und die Leiche anschließend zerstückelt zu haben (queer.de berichtete). Teile der Leiche des chinesischen Austauschstudenten hatte er danach an diverse Schulen und Parteizentralen geschickt, darunter auch an das Büro von Premierminister Stephen Harper.

In einem der Pakete lag die schriftliche Ankündigung, weitere Morde begehen zu wollen. Später war auch ein selbstgedrehtes Video auf einer Internetseite aufgetaucht, das die Tat zeigte. Magnotta wurde international per Haftbefehl gesucht und schließlich in einem Internetcafé in Berlin festgenommen (queer.de berichtete). Zwei Wochen später lieferten die deutschen Behörden den Tatverdächtigen nach Kanada aus.

Die Jury sprach Magnotta auch in allen vier weiteren Anklagepunkten schuldig: wegen Leichenschändung, der Veröffentlichung und postalischen Versendung obszöner Materialien sowie wegen Belästigung des Premierministers und anderer Parlamentsabgeordneter.

Die Staatsanwaltschaft konnte im Prozess nachweisen, dass Magnotta die Tat in den Tagen zuvor geplant hatte. Bereits als er Videos gepostet hatte, in denen er Katzen tötete, hatte er davon gesprochen, dass ein Mensch sein nächstes Opfer werden könnte.

In dem Prozess kam auch heraus, dass das Video des Mordes zunächst einen anderen Mann auf dem Bett Magnottas in der gleichen Pose wie sein späteres Opfer zeigt. Überwachungskameras zeigten, dass dieser Mann später das Apartment verstört verließ. Er ist bis heute nicht identifiziert.

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.12.2014, 22:45h
  • Die Haftstrafe und das Urteil sind angemessen!
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#2 Dizzy71Anonym
  • 23.12.2014, 23:25h

  • Ich denke nicht, dass er in Haft gehört, sondern in eine Psychiatrie
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