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Gegen Menschenfeindlichkeit
LGBT-Proteste gegen Pegida-Ableger in Berlin und Köln
- 04. Januar 2015 2 Min.

Pegida-Anhänger kürzlich in Düsseldorf (Bild: Grüne NRW)
Der Cologne Pride, der LSVD und Enough is Enough laden dazu ein, sich am Montag der Anti-Islam-Bewegung entgegenzustellen.
In mehreren deutschen Städten gehen am Montag Anhänger der Pegida-Bewegung auf die Straße. Die Proteste der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" schüren Fremdenfeindlichkeit und Rassismus – nebenbei richtet sich das Positionspapier der Bewegung auch gegen ein vermeintlich "wahnwitziges 'Gender Mainstreaming'".
In Köln will am Montag "Ködiga" demonstrieren. Dazu sind zahlreiche Gegenproteste geplant, der Dom will etwa seine Beleuchtung abschalten, um den Pegida-Anhängern, die vom Deutzer Bahnhof zum Roncalliplatz ziehen, keine Kulisse zu bieten.
Das Aktionsbündnis "Köln stellt sich quer" ruft wie seine Bündnispartner Kölner Lesben- und Schwulentag, LSVD Köln und Schwusos NRW und Köln mit über 50 Gruppen zur Gegendemo auf (Beginn ab 17.30 Uhr unterhalb des LVR-Turms in Deutz). "Gleich ob es gegen Schwule und Lesben, gegen Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer Herkunft oder ihrer sozialen Stellung geht: Menschenhass und Gewalt jeder Art, gleich gegen wenn auch immer, hat keinen Platz in unserer Gesellschaft", so der Cologne Pride in seinem Demoaufruf, der Parallelen zwischen Pegida und der Anti-Bildungsplanbewegung sieht.
Versammlungen in Berlin und anderswo
Die Berliner Gruppe "Enough is Enough" hat derweil zu einem Protest gegen seinen örtlichen Pegida-Ableger aufgerufen. Der Protest unter dem Titel "Berlin für mehr Respekt und Akzeptanz" beginnt am Montag um 17.45 Uhr am Denkmal für die im Nazionalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Von dort geht es um 18.15 Uhr zum Gegenprotest am Brandenburger Tor.
"Hass, Fremdenfeindlichkeit und Fanatismus bleiben Hass, Fremdenfeindlichkeit und Fanatismus, egal ob sie sich als Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie oder Homo- und Transphobie verkleiden. Wir wissen, was es heißt, nicht willkommen zu sein und nicht die gleichen Rechte zu haben", heißt es in dem Demoaufruf bei Facebook. "Deswegen können wir nicht tatenlos zusehen, wenn mit vorgeschobenen Argumenten rechte Meinung mehrheitsfähig gemacht wird, die auch gegen uns gerichtet ist."
Der Berliner CSD ruft derweil zur Teilnahme an dieser Veranstaltung des Bündnis gegen Rassismus auf; diese beginnt um 17 Uhr an der Stralauer Straße / Ecke Jüdenstraße (U2 Klosterstraße).
Auch in Hamburg, Dresden, Münster, Kassel, Marburg München, Stuttgart, Rostock und Würzburg gibt es am Montag zumeist von Bündnissen organisierte Gegenproteste zu Pegida-Veranstaltungen. Eine Übersicht gibt es u.a. hier. In Stuttgart ruft etwa das schwul-lesbische Zentrum Weissenburg zur Teilnahme auf. (nb)










Es gibt Gründe gegen Pegida zu sein. Das hat aber nichts mit Schwulsein oder nicht zutun. Die Pegida Befürworter die ich kenne sind nicht homophob.