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Einzelkommentar zu:
Kritik an Kölner Überfalltelefon


#5 KurtAnonym
  • 18.01.2005, 21:07h
  • @Michael: Herr Blech hat wohl kaum gefordert, dass man antischwule Gewalt tolerieren soll.

    Es geht doch dabei darum, Methoden zu hinterfragen, die Arbeit kritisch zu begleiten. Nur weil etwas gut gemeint ist, ist es noch lange nicht gut.

    Wenn das Telefon meint, durch Aufkleber in Läden Toleranz gegenüber Schwulen verbessern zu können, dann doch in allen Läden - und nicht nur den 'nicht-deutschen'.

    Wenn man meint, es gebe vor allem antischwule Gewalt unter Ausländern, die Zahlen aber dürr sind, dann sollte man sich mit dramatischen, lauten Aussagen zurückhalten und vor allem nicht durch andauerndes Tönen Angst schüren und Ausländer unter Generalverdacht stellen. Leise Arbeit hinter den Kulissen, beispielsweise Treffen mit Vertretern der Ausländerverbände, dürften da mehr bewirken.

    Viel Gewalt passiert zwischen Strichern und Freiern. Übermässig viele Stricher dürften ärmere Ausländer oder nicht arbeiten dürfende Asylberwerber sein, was beispielsweise einen höheren Anteil in der Gesamtstatistik erklären kann. Ob man von anti-schwuler Gewalt im Sinne von homophober Gewalt sprechen kann, steht dabei auf einem anderen Blatt. In Berlin zählt das Überfalltelefon auch Übergriffe auf Berliner im Ausland hinzu, was die Täterschaft ebenfalls Richtung Ausländerschaft rückt. Das alles belegt in meinen Augen die hier unterstellte Unproffessionalität.

    Auch ich kenne die unschönen Ecken unserer Großstädte und gebe zu, manchmal Angst gerade vor Gruppen junger "Ausländer"-Kids zu haben. Angepöbelt wurde ich indess nur zweimal: von deutschen.
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