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Großbritannien

Die muslimische Drag Queen


Szene aus dem Asifa Lahores Musikvideo "Punjabi Girl", eine Parodie auf Aquas "Barbie Girl": "I am a Punjabi Girl in a Punjabi world. My name's Asifa, I wear my burqa."

Ein schwuler Muslim aus London sorgt im Vereinigten Königreich für Schlagzeilen: Weil Asif Quraishi als Dragqueen Asifa Lahore sogar mit Niqab auf der Bühne steht, bekommt er regelmäßig Todesdrohungen.

Für die konservative, aus Pakistan stammende Familie Quraishi war alles klar: Sohn Asif sollte in London ein gutverdienender Mediziner werden, und auch eine zukünftige Braut hatte sie für ihn schon ausgesucht.

Doch daraus wurde nichts: Der 31-jährige Sohnemann hat heute einen festen Partner, steht regelmäßig als Dragqueen Asifa Lahore auf der Bühne verschiedener Gay-Clubs und wird als Rollenmodell für schwule Muslime durch die britischen Medien gereicht. Sein Motto: "Ich will andere inspirieren, sie selbst zu sein."

Zuletzt berichtete am Dienstag die BBC über den queeren Aktivisten und Performance-Künstler. Der Fernsehbeitrag beginnt mit einem Auftritt, bei dem Asifa Lahore ein schwarzes Gewand und einen Gesichtsschleier trägt – nur ihre geschminkten Augen mit künstlichen Riesen-Wimpern sind zu sehen.

Youtube | Der BBC-Bericht über Asifi Lahore

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Todesdrohungen und Hassmails von islamischen Fundamentalisten


Asifa Lahore ohne Schleier

Für die gläubige Dragqueen sind solche Bilder keine Provokation. "Ich will die Religion nicht verlassen. Ich bin wer ich bin", sagt sie im BBC-Interview, gibt aber auch zu: "Wenn man erstmal geschminkt ist und ein Kleid anhat, kann man Dinge sagen und tun, die sonst nicht möglich wären."

Religiöse Fundamentalisten sehen das freilich anders: "Ich bekomme regelmäßig Todesdrohungen, Hassmails und Online-Beschimpfungen", sagt Asif Quraishi.

Sein Coming-out in der Familie und in der lokalen Moschee in Southall in West London hatte er vor etwa fünf Jahren. Seine Eltern wollten Asif zum Arzt schicken, um ihn zu "heilen", der Imam empfahl ihm, seine Gedanken zu "vergessen", eine Frau zu heiraten und Kinder zu zeugen. "Als ich ihm sagte, dass ich kein falsches Leben führen will, empfahl er mir erst, enthaltsam zu leben", erinnert sich die Dragqueen an das Gespräch in der Moschee. "Ich sagte ihm, dass ich keine Sexorgien feiern, sondern monogam mit meinem Partner zusammenleben will und dies vor Allah rechtfertigen kann. Der Imam meinte schließlich, ich solle leben wie ich will, aber keinen Wirbel darum machen."

Viele islamische Geistliche würden Homosexualität privat akzeptieren, glaubt Asif Quraishi, nur seien sie gezwungen, sie öffentlich zu verdammen.

Youtube | Inspiriert von Conchita Wurst: Mit "You and I" will Asifa Lahore in diesem Jahr beim Eurovision antreten

Karriere als Sängerin geplant

Den freundlichen Rat des Imams, seine Homosexualität nicht zu "bewerben", befolgt Asif Quraishi allerdings nicht wirklich, auch wenn er nach wie vor regelmäßig zum Beten in die Moschee geht.

Neben seiner Karriere als Fulltime-Dragqueen, DJ, Sängerin und Moderatorin will der 31-Jährige in diesem Jahr in die Fußstapfen von Conchita Wurst treten und am Eurovision Song Contest in Wien teilnehmen. Dafür hat Asifa Lahore extra die Ballade "You and I" produziert und beim offiziellen Wettbewerb eingereicht. Musikalisch hatte die Dragqueen zuvor nur mit witzigen Parodien von Bollywood-Klassikern von sich Reden gemacht.

Das Verhältnis zur konservativen Familie hat sich übrigens mittlerweile etwas entspannt. Mit seinen Schwestern und Kusinen geht Asif regelmäßig shoppen – und seine Tante näht ihm sogar die schrillen Drag-Outfits. (cw)

Youtube | Asifa Lahores Parodie auf den Bollywood-Hit "Jimmy"
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#1 Fred i BKKAnonym
  • 07.01.2015, 08:10h
  • ....Bigoterie und Verlogenheit in den Religionen

    Wer mal durch das Araber-Viertel von Pattaya schlendert am Abend ,kann sie sehen, die Muslimen ,Soehne des Oel und der Wueste...
    Es ist augenscheinlich ,dass sie sich besonders in der Umgebung von Transgendern .Kathoys sehr wohlfuehlen und die sichtlich auch als "Herzendame" im Urlaub bevorzugen...
    zuhause haben sie dann 10 Ableger von drei "Alten"
    alle in der Burka versteckt...
    (wohl auch,dass keiner Vergleiche anstellt ,zwischen den" Schoenheiten" von Pattaya und den
    meist Maik Krueger-naesigen Toechtern der Wueste.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.01.2015, 08:46h
  • Wäre schön, wenn sie in Wien für ihr Land beim ESC startet, vielleicht beendet sie (er) ja endlich den Fluch schlechter Platzierungen!
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#3 wuermchenAnonym
  • 07.01.2015, 08:53h
  • Todesdrohungen und Hassmails von Fundamentalisten weil jemand in Vollverschleierung auftritt. Aber wahrscheinlich hätte schon das Schwulsein gereicht um Todesdrohungen der Fundamentalisten zu erhalten.
    Wann geht die Gesellschaft endlich gegen solche Extremisten vor? Warum hört man nicht die Schlagzeile, 20 Personen verhaftet die Todesdrohungen ausgesprochen haben?
    Der 'freundliche Rat' des Imans ist auch eher Hohn als Hilfe. Dann soll der 'freundliche' Iman doch seine Moschee für Schwule ganz offiziell öffnen und die Entscheidung vor seiner Gemeinde auch vertreten. Alles andere ist Blendwerk.
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