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Einzelkommentar zu:
Russland verbietet Transsexuellen und Dildo-Fans das Autofahren


#22 JulianoRheinAnonym
  • 09.01.2015, 12:38h

  • Oje was für ein dummes Video.

    Aber mal bezogen auf Trans in Deutschland und der Einstufung von Transsexualität in WHO oder ICD...Ich sage nicht, dass Transsxualität nicht ernst genommen werden soll, im Gegenteil, aber es ist definitiv anders zu bewerten als Homosexualität, was die Folgen für den eigenen Körper betrifft.

    Sieht man von gesellschaftlichen Diskriminierungen ab, gibt es für Homosexuelle keinen Leidensdruck mehr. Wäre die Welt offen gegenüber Schwulen und Lesben und man könnte als Homosexueller überall Hand in Hand herlaufen, in der Schule offen für seinen Mitschüler schwärmen ohne gemobbt zu werden, bei egal welchen Job man macht zum Schwulsein stehen, dann würde kein Schwuler mehr auf die Idee kommen eine Therapie wegen seiner Homosexualität zu machen

    Bei Transsexuellen mit Geschlechts- Anpasdungswunsch ist das insofern anders, als das diese selbst in einer offenen Gesellschaft immer noch das Problem des "im Körper fremd- fühlens haben, was eine medizinische und damit auch psychologische Behandlung erfordert. Hormongabe und OP's sind nicht ohne und um diese medizinisch zu begründen und auch zu genehmigen müssen sich Ärzte auf Kriterien beziehen. Diese müssen wie bei allen anderen medizinischen Eingriffen auch, als Diagnose festgelegt sein.
    Deswegen kann Transsexualität nicht aus dem Katalog/ Diagnoseschlüssel verschwinden, höchstens der Inhalt geändert werden.

    Desweiteren stellt sich die Frage wie man mit Minderjährigen umgeht.
    Das kann man wieder nicht mit Homosexualität vergleichen, denn auch wenn die meisten früh wissen welche Sexuelle Orientierung haben, gibt es welche die das erst spät merken. Selbst bei einer offenen Gesellschaft wären nicht alle sofort festgelegt. Ob Hetero, Homo oder bi, nach der Pubertät und wenn man erwachsen wird ändert das sich bei manchen oder es wird einem dann erst richtig bewusst was man ist.

    Bei Transgender- Kindern ist das auch so. Es gibt Kinder die wollen länger anhaltend das andere Geschlecht sein und wenn diese dann ihren Eltern das mitteilen, überlegt man was getan wird. Während die einen einfach nicht geschlechtskonform sind, sich aber weiter in dem Geschlecht wohl fühlen in dem sie geboren wurden ( in einer offenen Gesellschaft wäre das kein Problem),
    gibt es jene die hartnäckig sagen dass sie sich als Mädchen oder Junge fühlen obwohl ihr Körper das Gegengeschlecht ist. Diese bezeichnet man wenn es lange andauert als Transsexualität.
    Es gibt aber welche die ihre gesamte Kindheit durch bis nach der Pubertät und weiter das andere Geschlecht sein wollen, sich als Erwachsene aber klar als geschlechtskonform bezeichnen.

    Wenn man an Minderjährigen eine Geschlechtsanpassung mit Hormonen und OP's durchführt, könnte es aufgrund der jungen, noch nicht abgeschlossene Persönlichkeitsentwicklung, zu Fehlentscheidungen kommen.

    Das viele Ärzte vor so etwas Respekt haben und nicht einfach sagen, ach ein transsexuelles Kind, machen wir uns an die Arbeit, ist verständlich.
    Was wenn das Kind es später bereut.

    So einfach ist es also nicht.
    Man kann nicht immer nur über den Gesetzgeber meckern und diesbezüglich ablehnenden Ärzten Ignoranz vorwerfen.
    Es ist vor allem nicht mit Homosexualität zu vergleichen, welche sich eben bei dem einen entwickelt und bei dem anderen nicht, bzw falls angeboren, dem einen eher bewußt wird, dem anderen später.
    Bei Transsexuellen kann die spätere Erkenntnis doch nicht trans zu sein, zum Verhängnis werden wenn erstmal operiert und substituiert wurde.

    Deswegen finde ich es schwierig bei so einem komplexen Thema wie Transsexualität der Medizin und dem deutschen Gesetz pauschal Diskriminierung zu unterstellen.

    Was schlagt ihr denn vor, was soll man ändern.
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