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Kommentare zu:
Vergiss Stonewall! Die Deutschen sind die wahren Homo-Revolutionäre


#1 KlaroAnonym
  • 10.01.2015, 15:20h
  • "dass sie ihre Gay-Pride-Märsche heute ausgerechnet "Christoper Street Day" (CSD) nennen. In völliger Negierung der eigenen Leistung."

    Kein Volk hasst sich selbst so wie die Deutschen. Dass es in Berlin viel liberaler war (und ist) als in den USA, darf nicht sein.
    Wer über Deutschland und die deutsche Sprache positiv spricht, wird schnell als "Neo-Nazi" abgestempelt.
    Keine soziale Gruppe in Deutschland ist stärker amerikanisiert als die Schwulen.
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#2 reiserobbyEhemaliges Profil
#3 JensAnonym
  • 10.01.2015, 15:41h
  • Antwort auf #1 von Klaro

  • Das sich Deutschland anders verhält hat man nach der WM 2014 gesehen, einen Tag nach dem Finale waren die schwarzrotgoldenen Fahnen verschwunden und außer der organisierten Feier war nichts mehr mit Weltmeistergefühl
    Als Frankreich Weltmeister wurde, war am nächsten Tag und länger noch alles mit in den Nationalfarben behangen.
    Nach der deutschen Feier gab es eine Debatte über den Gaucho Song.
    In anderen Ländern sind solche Songs im Fußball normal ( in Deutschland in der Bundesliga auch und niemand juckts).
    Diese Befangenheit liegt noch am 2.Weltkrieg.

    Auf der anderen Seite hat diese Befangenheit, (in diesem Sinne das Gespür) auch positive Aspekte, wir merken vielleicht schneller wenn etwas aus dem Ruder läuft und stellen uns zum Beidpiel zahlreich gegen Pegida und AFD. Während in anderen Ländern Rechtspopulisten schon mit hoher Prozentzahl in den Parlamenten sitzen.

    Man muss aber eben genau dort den Unterschied machen, zwischen Spiel und Spaß ( dazu gehören auch Fußballsongs) auf der einen und rechtspopulistischem Patriotismusgedöns auf der anderen Seite.
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#4 ursusAnonym
  • 10.01.2015, 15:41h
  • Antwort auf #1 von Klaro
  • >"Kein Volk hasst sich selbst so wie die Deutschen."

    schön, dass du all dem deutschen selbsthass mit diesem kommentar so viel positives entgegensetzt. ;-)

    zum artikel: endlich mal eine buchbesprechung, die richtig bock macht, das buch auch zu lesen. danke dafür.
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#5 TheDadProfil
  • 10.01.2015, 15:53hHannover
  • Antwort auf #3 von Jens
  • ""Nach der deutschen Feier gab es eine Debatte über den Gaucho Song.
    In anderen Ländern sind solche Songs im Fußball normal ( in Deutschland in der Bundesliga auch und niemand juckts).""..

    Das ist nicht die Frage, denn die lautet nicht, ob das in anderen Ländern "normal" ist, sondern warum das so ist..

    Warum wird nicht auch in den anderen Ländern eine Diskussion über solche "Lieder" geführt ?

    Warum nicht in der Bundesliga ?
    Warum wird nicht wirklich etwas gegen Rassismus und Homophobismus in der Bundesliga getan ?

    Das die Vereine Mitglied in Bündnissen sind, reicht offensichtlich nicht aus, um die Hooligan´s aus den Stadien zu drängen, genügt nicht um einem Spieler die Möglichkeit zum Coming Out während der aktiven Karriere zu verschaffen..

    ""Man muss aber eben genau dort den Unterschied machen, zwischen Spiel und Spaß ( dazu gehören auch Fußballsongs) auf der einen und rechtspopulistischem Patriotismusgedöns auf der anderen Seite.""..

    Eben nicht..
    Es gibt dort keinen Platz für " Spiel & Spaß", wenn Rassismus und Homophobismus die Strukturen der Vereine und der Ligen immer noch bestimmen..
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#6 FinnAnonym
  • 10.01.2015, 15:56h
  • Man sollte nicht streiten, wer die ersten Vorkämpfer in Sachen Homorechte waren, denn dann hätten die antiken Griechen und Chinesen auch noch ein Wort mitzureden...

    Letztendlich gibt es überall Bewegungen, die sich gegenseitig beeinflussen. Und wer jetzt der erste war ist nicht nur schwer zu belegen, sondern auch irrelevant.

    Das wichtigste wäre, dass wir alle zusammen halten und gemeinsam für unsere Rechte kämpfen. Aber das bekommen wir ja nicht mal innerhalb eines Landes hin - geschweige denn über Ländergrenzen hinweg...
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#7 KlugscheißerAnonym
#8 pink tableAnonym
  • 10.01.2015, 16:10h
  • Eine wirklich interessante Buchbesprechung. Ich werde mir ein Exemplar zulegen! Danke für diesen Tipp.
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#9 paren57Ehemaliges Profil
  • 10.01.2015, 16:16h
  • Es gibt eben auch eine deutsche Vergangenheit zwischen 1933 und 1945. Und die Jahre in der Bundesrepublik danach waren auch kein Ruhmesblatt. Mit Nachwirkungen bis heute. Die damals rechtmäßig Verurteilten sind es bis heute. Keine Rehabilitierung.

    Da verbietet sich Stolz von ganz allein. Und im Moment sind wir ja offensichtlich im Retrotaumel. Wir müssen aufpassen, dass 175 nicht wieder eingeführt wird. Kinder müssen vor zersetzender Homopropaganda geschützt werden. So lautet das Gesetz in Russland, die Argumente der Bildungsplangegner sind fast ein 1:1-Abklatsch. Deutschland als Avantgarde? Fragt sich nur wofür!
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#10 anomeProfil
  • 10.01.2015, 17:34hKassel
  • Das alles wundert mich kein bisschen in Anbetracht der Anzahl von großartigen Erfindungen, Ideen, Bewegungen, die allesamt ihren Anfang in Deutschland gefunden haben. Man hat hier weder Zeit noch Platz genug, sie alle aufzuschreiben ;)

    Ich für meinen Teil liebe es hier zu leben, im Land der Literatur, der Erfindungen und der Liberalität. Holland und Schweden können einpacken
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#11 Robby69Ehemaliges Profil
#12 Robby69Ehemaliges Profil
  • 10.01.2015, 20:14h
  • Antwort auf #1 von Klaro
  • " Dass es in Berlin viel liberaler war (und ist) als in den USA, darf nicht sein"
    Was für ein Dünnpfiff! - Informier Dich, bevor Du irgendwas zusammenfantasierst. Lies z.B. mal die Biographie "Tom of Finland - life and work of a gay hero" von "F. Valentine Hooven III", dann weißt Du auch, wie freizügig in Berlin damals (sprich: vor der Machtergreifung der Nazis) mit Homosexualität noch umgegangen wurde. -
    Oder auch die Bücher von Isherwood...
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#13 FoXXXynessEhemaliges Profil
#14 Dont_talk_aboutProfil
  • 10.01.2015, 20:21hFrankfurt
  • Der Schwulenbewegung kommt eben die "deutsche Gründlichkeit" zugute. Es gibt ja auch nirgendwo so viele Vereine wie in Deutschland. In anderen Ländern poppen die Leute einfach, in Deutschland muss das ganze organisiert werden.

    Ich bin mir sicher, dass es etwa in Afrika oder auch in der Türkei ungleich viel mehr Sex zwischen Männern gibt als hierzulande. Trotzdem sind diese Länder homophob
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#15 MatainaAnonym
  • 10.01.2015, 20:48h
  • Antwort auf #10 von anome
  • Ich hab auch gleich beschlossen, mir dieses Buch zu holen. Klingt interessant und unterhaltsam. Bloß werde ich mir die Mühe machen, in den schwulen Buchladen Prinz Eisenherz zu gehen und mir das Buch da zu kaufen. Amazon wäre zwar einfacher, aber ich finde, wir sollten die Community durch solch einfache Handlungen stärken. Das Internet hat schon zu viele Bereiche des schwulen Lebens negativ beeinträchtigt. Wo wir früher noch alle in Bars und Discos rannten, ist heute Gayromeo & Co. die bequemere Alternative. Ist ja in gewisser Weise auch ein Fortschritt, aber auch ein Rückschritt in Sachen direkter Kommunikation. Auch wenns übel nach "political correctness" klingt: geht ruhig öfter mal in schwule Läden, damit diese Orte nicht irgendwann aussterben. Und gerade bei solchen Dingen wie Büchern, die wegen der Buchpreisbindung über gleich viel kosten, kann man damit schon was bewegen. (und sorry queer.de - sieht fast so aus, als ob amazon euch sponsort, aber die werden das verkraften!)
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#16 Michael43Anonym
  • 10.01.2015, 20:56h
  • Also das es vor Stonewall bereits in den 1900er/1910er/1920er eine "Erste Schwulenbewegung" gab, das es Magnus Hirschfeld gab und ihm zu Ehren es die Magnus-Hirschfeld-Stiftung in Berlin gibt, das es den Juristen Ulrichs oder auch die Hardenberg-Eulenburg-Affäre gab, ist doch längst "alter Kaffee" und wirklich keine neue Erkenntnis in der deutschen LGBT-Szene. Dem Autor Beachy kann dort nur geantwortet werden, das wissen wir deutschen Schwulen doch alles und ist für uns echt keine neue Erkenntnis.

    Mag ja sein, das dies den südkoreanischen Studeneten von Beachy vermittelt werden muss, oder dies auch in der US-amerikanischen Szene in New York City oder Kalifornien nicht ausreichend bekannt ist, aber ich habe diese Themen bereits als junger schwuler Student mit Anfang 20 zu Wendezeiten 1990 mir am Schwulen Autonomen Asta-Referat einer Uni erlesen. Und so wie ich dürften dies auch die allermeisten anderen schwulen Studenten in Deutschland dies sich erlesen haben, denn in der Tat im deutschen Schulunterricht werden Hirschfeld, Ullrichs oder die Harden-Eulenburg-Affäre nicht thematisiert ("selbst wenn man Geschichte Leistungskurs hatte") und daher ist es auch richtig, wenn nunmehr in den 2010er die Lehr- und Bildungspläne hier in Deutschland reformiert werden, damit diese Themen altersgerecht in den Schulunterricht kommen.

    Und es gibt doch auch hierzu gute Bücher in Deutschland: besonders zu empfehlen finde ich da immer noch das Buch des deutschen Historikers Bernd-Ulrich Hergemöller "Mann für Mann" (Biografisches Lexikon).

    Also Herr Beachy erzählt uns deutschen Schwulen nichts Neues, was wir nicht schon längst wüßten.

    ----------------
    Was die Frage angeht, warum in Deutschland Die Demonstrationen CSD genannt werden, das hat auch historische Gründe, die in den 1970er begründet sind. Westdeutschland war halt in den 1960er/1970er massiv ideologisch und medial auf die USA konzentriert, da es nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg sich den US-amerikanischen Besatzungskräften unterordnen musste und dann durch das Fernsehen US-amerikanische Filme vorrangig in Deutschland gezeigt wurden und ebenso die US-Musik (Elvis Presley, usw.) nach Deutschland kulturell importiert wurden.

    Diese kulturelle "US-Hörigkeit" gipfelte in den 1970er genau zu der Zeit als Stonewall war und so wurde auch der Begriff des CSD kulturell in Westdeutschland übernommen und nach der Wende 1989 dann für ganz Deutschland übernommen.

    Diese kulturelle US-Hörigkeit hat in den 1990er mit der Öffnung des "Eisernen Vorhangs" und der Einwanderung von osteuropäischen Menschen (Polen, Rumänen) und nsbesondere von Russland-Deutschen aber auch durch die sehr negative Einstellung der Deutschen gegenüber der Politik der beiden US-Präsidenten Bushs sich abgeschwächt, wenngleich auch heute noch eine starke Orientierung in bestimmten Sektoren an der US-Gesellschaft besteht, was insbesondere im Bereich der Informationstechnologie (Silicon Valley) zu beobachten ist.

    Heute würde sich der Begriff "CSD" oder "Stonewall" nicht mehr so ohne weiteres etablieren, wie es in den 1970er der Fall gewesen ist, weil die deutsche Gesellschaft insgesamt "ein Stück weit", von der US-Gesellschaft sich entfernt hat.

    Trotzdem ist das Buch gut und wertvoll, weil es den Südkoreanern oder auch den US-Amerikanern die Geschichte der Ersten Schwulenbewegung in englischer Sprache vermittelt. Hier in Deutschland hingegen besteht dort kein Nachholbedarf, weil wir deutschen Schwulen zumindest diese Themen und Inhalte zur Ersten Schwulenbewegung in Deutschland bereits kennen.
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#17 Michael43Anonym
  • 10.01.2015, 21:05h
  • Antwort auf #15 von Mataina
  • @Mataina
    "Auch wenns übel nach "political correctness" klingt: geht ruhig öfter mal in schwule Läden, damit diese Orte nicht irgendwann aussterben. Und gerade bei solchen Dingen wie Büchern, die wegen der Buchpreisbindung über gleich viel kosten, kann man damit schon was bewegen."

    --> Da hast du vollkommen Recht. So sehr ich das Internet, Internetplattformen, usw. begüße und froh bin, das es die Neuen Medien gibt, kaufe ich meine Bücher immer noch lieber im Buchladen und nicht bei Amazon. Bücher sollte man NIE bei Amazon kaufen, sondern IMMER aufgrund der Buchpreisbindung im Buchladen kaufen. weil hierdurch die "kleinen" Buchläden unterstützt werden.
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#18 David77Anonym
#19 David77Anonym
  • 10.01.2015, 21:36h
  • Antwort auf #14 von Dont_talk_about
  • " In anderen Ländern poppen die Leute einfach, in Deutschland muss das ganze organisiert werden."

    Nur weil die Leute sich anderswo eher an deinen Nick halten?
    Bist du schonmal auf die Idee gekommen, dass es eine normale Folge ist, wenn Menschen, die sich verfolgt fühlen, sich auch zusammentun und sich zurecht wehren?
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#20 goddamn liberalAnonym
#21 Jörg BressauAnonym
  • 11.01.2015, 00:36h
  • Hey Kevin, wer wäre denn geeigneter als Du, "Gay Berlin" ins Deutsche zu übersetzen ? L.G. Jörg
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#22 MiepmiepAnonym
  • 11.01.2015, 00:50h

  • "Männer zu verkaufen" - Uh, die Cover/Boys waren vor 85 Jahren schon heiß!!!
    Die 50 Pfennig hätt ich damals sicher auch zusammengekratzt. ;) Obwohl, Moment, ähhh das muß ziemlich viel Geld damals gewesen sein. Das Original-"Insel"-Heft würde mich jedenfalls mal interessieren.
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#23 Miguel53deProfil
#24 NiemandSPDAnonym
  • 11.01.2015, 04:54h
  • Das sind interessante Ansichten, die der Historiker da vertritt...

    Ja, in Berlin kann man sich sehr gut selbst verwirklichen. Dank derer, die einen langen Kampf für unsere Rechte geführt haben.
    Auch ich möchte mich bei ihnen bedanken, bei Wissenschaftlern, Aktivisten, einfachen Menschen, die aber ihre eigene Person hinter ein gemeinsames Interesse stellten: den Abbau von Diskriminierung und die Sichtbarkeit für ein bisschen schwulen Frieden.

    Das war aber NIEMALS die SPD.
    Ich möchte mich bei meinen Vorrednern bedanken, dass noch niemand meinte schreiben zu müssen, dass die schwule Emanzipation irgendwas mit der SPD zu tun hatte. Denn das wäre eine Lüge!
    ____

    Niemand wählt SPD, nicht die Oma, nicht der schwule Enkel, nicht die lesbische Krankenschwester, nicht der Friedhofsgärtner!
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#25 VeganBearEhemaliges Profil
#26 goddamn liberalAnonym
  • 11.01.2015, 10:20h
  • Antwort auf #14 von Dont_talk_about
  • Das Organisationsbedürfnis und - talent ist auch in der Türkei entwickelt.

    Neben der deutschen Vereinsmeierei kommt aber wie auch in den USA mit ihren sehr vielen Deutschstämmigen noch etwas anderes hinzu:

    Die gründliche Gewissenserforschung in einer protestantisch geprägten Kultur:

    Darf ich das?

    Warum tue ich das?

    Wie kann ich das rechtfertigen?

    Wie kann ich für meine Rechte kämpfen?

    Beim letzteren wirds politisch und da sind dann politische Allianzen mit progressiven Kräften und mit kooperationswilligen Minderheiten gefragt.

    Es ist kein Zufall, dass 83% der amerikanischen Juden für die eheliche Gleichstellung sind. Das hängt damit zusammen, dass sie sich selbst ihre Gleichstellung erst erkämpfen mussten und sich dessen sehr bewusst sind.

    Dieses Bewusstsein ist z. B. in Frankreich auf beiden Seiten unterentwickelt.

    Was bei uns auch damit zusammenhängt, dass es in den letzten 200 Jahren keine wirklich gravierende Strafverfolgung von Homosexualität gab.
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#27 goddamn liberalAnonym
  • 11.01.2015, 10:31h
  • Antwort auf #24 von NiemandSPD
  • "Am 26. Oktober 1921 wurde der Rechtsphilosoph und Rechtswissenschaftler Gustav Radbruch (SPD) Reichsjustizminister. Er war Unterzeichner der Petition zur Streichung des § 175 und war erfolglos bemüht, einfache Homosexualität straffrei zu halten. Stattdessen wurde der Paragraph von der am 15. Januar 1925 gewählten konservativen Regierung verschärft, aber im Juni 1927 vom vierten Kabinett Marx wieder etwas entschärft. Mit knapper Mehrheit empfahl der Strafrechts-Ausschuss des Reichstages am 16. Oktober 1929 die Straffreiheit der einfachen Homosexualität unter Erwachsenen. Aufgrund der Krisen der Weimarer Republik und der Stimmenzugewinne der Nationalsozialisten konnte dieser Beschluss jedoch nicht umgesetzt werden." (wiki)

    "Besonderes Augenmerk richtete er [Heinemann, SPD]auf das Sexualstrafrecht und sorgte dafür, dass Ehebruch und praktizierte männliche Homosexualität (Paragraph 175) keine Straftaten mehr sind. Nichteheliche und eheliche Kinder wurden rechtlich gleichgestellt und erhielten den gleichen Anspruch auf Unterhalt. Heinemann begründete dies mit pragmatischer Vernunft und dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. So argumentierte er im Fall der Homosexualität mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau, da lesbische Beziehungen nicht strafbar waren." (wiki)

    Trotzdem wehen bei der SPD die Fahnen der Fortschritts meist auf Halbmast.

    Siehe Öffnung der Ehe.
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#28 Petrillo
  • 11.01.2015, 10:44h
  • Das Buch ist bei "Random House" erschienen - die gehören inzwischen Bertelsmann.

    Ob sich dieser eher konservative Verlag traut, das Werk auch in deutsch zu veröffentlichen? Die Nachfrage wäre sicher da - und ein Preis von 10-15,- Euro (wenn es in USA < 15$ kostet), wäre fair und dem Absatz sicher zuträglich.

    Wer hat Connections zu Bertelsmann und bringt das dort ins Gespräch?
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#29 Harry1972Profil
#30 goddamn liberalAnonym
#31 stromboliProfil
  • 11.01.2015, 16:23hberlin
  • Antwort auf #25 von VeganBear
  • ""Hierher zur blutigen Leiche! Zittert, ihr Verfolger! Ich, ich erstehe als euer Ankläger, ich fordre euch vors Gericht vor diesem Todten! Euch lade ich vor, die ihr die Verfolgung der Natur gepriesen habt, die ihr die Abschaffung gehindert habt, euch: Migault zu Bremen, Virchow zu Berlin, Schwarze zu Dresden. Tretet heran! Hier ist ein Todtengericht. Wen trifft die Blutschuld? Sprechet! ich fordre Rechenschaft. Es liegt ein Ermordeter hier! Gegen wen schreit sein Blut zum Himmel?""

    Dank dir für die verlinkung des liebevollen beitrags von zaunfink.
    Er ist gleichsam auch die bestätigung des historischen ..
    wir dachten an, aber wir erfinder der wissenschaflichen homosexualität, fanden nie selbst zum revolutionären fanal!

    Das mussten wie immer in der geschichte der aufklärung , andere und andere staaten für uns beginnen.

    So bleibt "stonewall das was es ist: die erste wirklich körperliche auflehnung gegen den staat, gegen den heterosexismus .
    Und als solches sollte sie auch ihren platz in unseren köpfen behalten !

    Was K.H. Ulrichs 1869, also genau 100 jahre vor stonewall, in seinem schwulen J'accuse !
    hinausschreit ist die mündliche aufbegehr, die hundert jahre braucht, um in die herzen und köpfe der betroffenen zu gelangen, und so stonewall möglich macht.

    Dazwischen liegt "bürgerlich wissenschaftliches aufarbeiten", kleinbürgerliche vereinsgründung und heterowohlgefällig - ghettohafte bedeutungslosigkeit!
    Geduldete!

    Und heute... 45 jahre nach stonewall...
    besser lässt sich mein gefühl zu dem mich umgebenden realitäten und mitmenschen nicht beschreiben, als Ulrichs es beschreibt:

    ""Meine Anstrengungen verliefen im Sande. Doch das eine kann ich sagen: Ich habe die Samenkörner ausgestreut. Sie fielen auf Steine oder unter Dornen, eines aber fiel auf ein menschliches Herz. Dieses hat einen Keim hervorgebracht, der erblühte und jetzt in voller Kraft steht. [ ... ]

    ""Ich war lange voller Hoffnung, doch irgendwann hatte ich keine Hoffnung mehr. Nun kehrt die Erinnerung daran zurück, wie stark die Hoffnung war, die mir damals Kraft gab.""
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#32 WesterProfil
  • 11.01.2015, 16:43hNürnberg
  • Antwort auf #16 von Michael43
  • lieber Michael43 - vielen Dank für deinen "Vortrag"... allerdings hinkt dein ellenlanger CSD-Kommentar sehr. Die Bezeichnung "CSD" kommt nicht aus den USA, denn in den USA weiß niemand, was "CSD" bedeutet. Dieser gewisse Demonstrations-, Umzugs-, Gedenk-, Feier-, Politorganisationstag, hat die Bezeichnung "Christopher-Street-Day" nur in Deutschland und der Schweiz. Da du dieses Thema zu 80% deines Aufsatzes gemacht hast - und so auf Holz gebaut hast - wird dies eine negative Auswirkung haben. Setzen, 6 (mit Sternchen)! :-)
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#33 pink tableAnonym
#34 AnregungAnonym
#36 ABCXYZAnonym
  • 12.01.2015, 07:33h
  • Antwort auf #6 von Finn

  • Danke Finn!

    So sehe ich das auch.

    Nicht zu vergessen die Kulturen der westafrikanischen Dagara, von dessen Stammeswissen Sobonfu E. Some und Malidoma erzählen. Die nordamerikanischen Indianerstämme möchte ich hier auch noch mal besonders erwähnen. Denn auch sie hatten in den Kolonialzeiten erheblich leiden müssen.
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#37 FoXXXynessEhemaliges Profil
#38 Enzo CanuzziAnonym
#39 TheDadProfil
#40 Jürgen BieniekAnonym
  • 12.01.2015, 22:40h
  • Sorry Leute, alles eiskalter Kaffee, den uns der Herr Historiker und der Autor Clarke da einschenken. Es gab vor genau 30 Jahren in Berlin eine Ausstellung namens ELDORADO (benannt nach einem legendären Homolokal in der Motzstraße der 1930er Jahre), die ganz offiziell im Berlin-Museum stattfand, wo all das schon dargestellt wurde ... Es ist einfach nur putzig (oder gar peinlich?), dass es in Zeiten der totalen Verfügbarkeit von Informationen immer noch Leute gibt, die glauben, sie hätten was Neues entdeckt!
  • Antworten » | Direktlink »
#41 DienstagAnonym
  • 12.01.2015, 23:41h
  • Äm, das ist doch eigentlich Allgemeinwissen?

    In den 90ern wurde die ganze deutsche LGBT Geschichte intensiv aufgearbeitet. Es gibt auch viel deutsche Literatur dazu.
    Die "Jugend von Heute" hat das anscheinend vergessen.
    Tja, das sind dann wohl die Folgen des Schwule-Buchladen-Sterbens...
    (Salut an den Männerschwarm, der diesen Monat die Tore schliesst)

    Vielleicht wäre es mal (wieder) Zeit für eine Serie über schwule Geschichte oder so?
  • Antworten » | Direktlink »
#42 ursusAnonym
  • 13.01.2015, 13:43h
  • klar, die deutschen wurzeln der schwulenbewegung sind nichts wirklich neues. das heißt doch aber nicht, dass mit einem neuen buch nicht noch weitere details, weitere fakten und bisher wenig beleuchtete zusammenhänge zu einer lesenswerten neuen perspektive zusammengestellt werden könnten.

    oder will hier ernsthaft jemand behaupten, über die deutsche schwulenhistorie wirklich schon alles zu wissen?

    und erscheinen etwa seit dreißig jahren keine bücher mehr über den zweiten weltkrieg, weil man "doch schließlich inzwischen weiß, was da passiert ist"?
  • Antworten » | Direktlink »
#43 Michael43Anonym
  • 16.01.2015, 08:20h
  • Antwort auf #20 von goddamn liberal
  • @goddamn liberal
    " im Lande der Literatur ..Stimmt.
    Thomas und Heinrich Mann. Heine. Tucholsky.
    Marx und Freud nicht zu vergessen.
    Die haben die Welt nicht nur verändert, sondern regelrecht umgepflügt. Alle nicht in Deutschland u. Co. gestorben. Warum wohl?

    Ist schon klar lieber linker Genosse...

    Aber wenn dann bitte auch die KLASSIKER der deutschen Literatur nicht vergessen, die Weltrang haben, wie

    GOETHE
    SCHILLER
    LESSING
    KLOPSTOCK
    FICHTE
    EICHENDORFF
    BRENTANO
    HAUPTMANN
    HOFFMANN
    KLEIST
    HÖLDERLIN
    HERDER
    usw.

    ALLE in Deutschland oder ehemaligen Reichsgebieten von Deutschland (Schlesien, Ostpreussen) geboren und dort auch gestorben. Warum wohl ?

    Und alle unsere GROSSEN Philosophen:

    HEGEL
    KANT
    LEIBNITZ
    NIETZSCHE
    HEIDEGGER
    WEBER (Soziologe)
    SCHELLING
    HABERMAS
    usw.

    Was wäre die Welt ohne die deutschen Dichter und Denker, die in Deutschland geboren und gestorben sind ??? Sie haben die Welt nicht nur umgepflügt, sondern die Welt neu bepflanzt.

    Aber war klar, das Du als Linker dir ausgerechnet Marx und Familie Mann raussuchst...
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#44 Michael43Anonym
  • 16.01.2015, 08:33h
  • Antwort auf #32 von Wester
  • @Wester und @pink table
    Sorry Du irrst Dich: ich schrieb von CSD in bezug auf DEUTSCHLAND und das wir hier diese Begriffe übernommen haben in den 1970er und nach der Wende dann auch im Ostteil von Deutschland. Ich schrieb nicht davon, wie die Demonstrationen in den USA lauten. Wenn Du dies in den Kommentar von mir hineindeutest, ist das deine Fehlinterpretation.

    Daher SETZEN 6 (mit Sternchen) für EUER LESEN. Ihr beiden leidet wohl unter Leseschwäche.
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#45 Michael43Anonym
  • 16.01.2015, 08:35h
  • Antwort auf #40 von Jürgen Bieniek
  • @Jürgen Bieniek
    "Sorry Leute, alles eiskalter Kaffee, den uns der Herr Historiker und der Autor Clarke da einschenken. Es gab vor genau 30 Jahren in Berlin eine Ausstellung namens ELDORADO (benannt nach einem legendären Homolokal in der Motzstraße der 1930er Jahre), die ganz offiziell im Berlin-Museum stattfand, wo all das schon dargestellt wurde ... Es ist einfach nur putzig (oder gar peinlich?), dass es in Zeiten der totalen Verfügbarkeit von Informationen immer noch Leute gibt, die glauben, sie hätten was Neues entdeckt!"

    --> Da hast du vollkommen Recht. Das ist echt "kalter Kaffee", was uns der Autor präsentiert.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#46 Harry1972Profil
  • 16.01.2015, 09:41hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #44 von Michael43
  • Ich weiss ja nicht, wen Du für dumm verkaufen willst aber Du hast wörtlich geschrieben:

    "Diese kulturelle "US-Hörigkeit" gipfelte in den 1970er genau zu der Zeit als Stonewall war und so wurde auch der Begriff des CSD kulturell in Westdeutschland übernommen..."

    "wurde...der Begriff...übernommen"
    Da gibt es nichts zu deuten oder falsch zu Lesen.

    Zu Deinem Kommentar Nr.43:
    Schade, daß Dein Lieblingsdeutscher ausgerechnet in Österreich geboren wurde, wa?
    Sachen gibt's
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#47 Michael43Anonym
  • 16.01.2015, 13:33h
  • @Harry1972
    " Zeit als Stonewall war und so wurde auch der Begriff des CSD "

    Der BEGRIFF wurde übernommen, das hatte ich geschrieben, wie Du richtig mich zitierst. Ich hatte nicht geschrieben, das die Umzüge in den USA so heißen.

    Sorry wenn Du falsch interpretierst, dann ist das Dir selbst in deiner Unfähigkeit zuzuschieben.

    Aber bei Dir hatten wir schon das Thema deiner verfehlten Sozialisierung und Ghettosierung ausreichend besprochen, da wundert es nicht weiter, das Du nicht fähig bist, richtige Textanalyse zu leisten. Im Deutsch-Leistungskurs hattest Du wahrscheinlich eine SECHS. Tja der Doofe hier in der Runde bist dann wohl Du, gell.

    ---
    Und was die Österreicher angeht, da war es wohl eher unser LINKER goddamn liberal, der den Freud als Deutschen ausgegeben hat.

    Ansonsten ist doch jedem bekannt, das Sigmund Freud Österreicher war. Beschwer Dich also bei godamn liberal, wenn der so doof ist, und den Freud als Deutschen ausgibt.
  • Antworten » | Direktlink »
#48 Harry1972Profil
#49 TheDadProfil
  • 16.01.2015, 15:14hHannover
  • Antwort auf #47 von Michael43
  • ""Ansonsten ist doch jedem bekannt, das Sigmund Freud Österreicher war. Beschwer Dich also bei godamn liberal, wenn der so doof ist, und den Freud als Deutschen ausgibt.""..

    Naja..
    Zunächst war Freud vor allem Jude in einer zutiefst antisemitischen Wiener Gesellschaft..
    Geboren in Mähren, heute Tchechien, kam er mit 3 Jahren nach Leipzig, mit 4 nach Wien..

    Schiller hatte auch die französische Staatsbügerschaft..

    Beim Antisemiten Fichte, dessen Judenhass auch eines seiner Hauptwerke, die Kantrezeption beherrschte..
    Naja..

    Hoffmann..
    Heinrich Hoffmann ?
    Der Struwwelpeter ? Der Suppenkaspar ?

    Der Mann war eigentlich gar kein Schriftsteller, sondern Psychiater, und hat die erste Figur der Geschichte, den Zappelphilipp, für seinen Sohn verfasst, der an ADHS erkrankte war..
    Damit gilt Hoffmann als Mitbegründer der Kinder-und Jugend-Psychiatrie..
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#50 Michael43Anonym
  • 16.01.2015, 17:42h
  • Antwort auf #48 von Harry1972
  • @Harry1972
    "Es ist halt nicht jedem gegeben, einen simplen Fehler einzugestehen."

    --> Schön das du hier von Dir selbst schreibst. Wenn du falsche Inhalte anderen Autoren zuschreibst, ist dein Dein Fehler, so einfach ist das.

    -------------

    Ansonsten wen hast Du denn gemeint, wenn nicht Sigmund Freud, den goddamnliberal fälschlicherweise als Deutschen einsortiert hat ?
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#51 Michael43Anonym
  • 16.01.2015, 17:59h
  • Antwort auf #49 von TheDad
  • @LinksparteiDad
    Den Österreicher Sigmund Freud auf sein Judentum zu reduzieren, ist schon fragwürdig.
    Aber da ich das Judentum im Unterschied zum Islam sehr schätze, will ich dich auch nicht gross von deiner Einschätzung abhalten.

    ----

    Fichte als Antisemiten einzustufen, ist auch gewagt. Aber dieses Thema habe ich keine grosse Lust, es zu Fichte zu vertiefen.

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    Das Du aber beim Namen Hoffmann zuerst auf Heinrich Hoffmann schließt, zeigt deinen geistigen Horizont aber nur allzu deutlich.

    Den bedeutenden Schrifsteller der Romantik Ernst Theodor Amadeus Hoffmann hattest du wohl nicht "auf dem Plan" bzw. eventuell noch schlimmer, den kennst du wahrscheinlich nicht.

    Dir sollte doch klar sein, wenn ich Namen wie Brentano oder Eichendorff nenne, die großartige Schaffensperiode der Romantik bevorzuge...von Namen wie Novalis, Bettina und Achim von Arnim scheinst du wohl auch nicht viel zu wissen.

    Während Ihr linken Forenschreiber hier Leute wie Marx und Geschwister Mann hofieren, erinnere ich lieber an die schöpferische Kraft deutscher Philosophen und Dichter in der Romantik in Deutschland.

    Aber ich hatte Euch sogar den Gefallen gemacht, Friedrich Nietzsche als bedeutenden Philosophen mitaufzulisten, der in Deutschland geboren und gestorben ist, aber das habt Ihr wohl in Eurer Dummheit überhaupt nicht gecheckt.

    Aber es bestätigt halt, linke Schreiberlinge, haben immer eine grosse Klappe aber an Wissen is oftmals nichts vorhanden.
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#52 Harry1972Profil
  • 16.01.2015, 18:47hBad Oeynhausen
  • Antwort auf #50 von Michael43
  • Junge, Deine Taktik geht nicht auf und wenn Du noch so strampelst und zeterst.

    Du hast ganz klar gesagt, der Begriff CSD stamme von den Amerikanern, was faktisch nunmal falsch ist und Dich natürlich blöd dastehen lässt.
    Kann ich ja verstehen, daß das für Dich unangenehm ist aber nun musst Du es ja nicht noch so super peinlich abstreiten.

    Was Deinen liebsten Deutschen angeht, der gar kein Deutscher war, beziehe ich mich nicht auf einen Beitrag von goddamn liberal sondern auf Deinen Beitrag Nr. 43, mit Deiner Aufzählung.
    Dazu hatte ich geschrieben: "Schade, daß Dein Lieblingsdeutscher ausgerechnet in Österreich geboren wurde, wa? Sachen gibt's "
    Das hat mit goddamn liberal nix zu tun :)
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#54 TheDadProfil
  • 16.01.2015, 21:19hHannover
  • Antwort auf #51 von Michael43
  • ""Den Österreicher Sigmund Freud auf sein Judentum zu reduzieren, ist schon fragwürdig.""..

    Äh ?
    Nicht nur Kritiker der Psychoanalyse bemängeln das von Freud entwickelte Grundkonzept der Sexuellen Störungen, die Freud im überbetontem Ödipal-Komplex verarbeitete..

    Diese muss vor dem Hintergrund betrachtet werden, das im Judentum nur Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat..

    Daher ist hier die Sohn-Mutter-Bindung unter besonderen Aspekten zu betrachten, die noch lange nichts mit sexuellen Vorlieben, Obzessionen, Perversionen, und Abweichungen zu tun haben..

    Interessanterweise bearbeitete Freud diesen definierten Komplex zunächst aus eigener Sicht, was automatisch zu verzerrenden Ansichten führen muss..
    Jung hat diese zwar später korrigiert, ebenso wie Adler..
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, das Freud letztlich die Schuld an seiner eigenen Verfolgung als Jude, ebenso schuldhaft der Mutter zuwies, wie die eigene "sexuelle deformation"..

    Dem gleichem Komplex unterliegen hier mehrere Leute, die anderen die Schuld für Diskriminierung zuweisen, die daraus entstünde, das diese "zu öffentlich" seien..

    Ganz so wie die Mutter Freud´s, die ihr jüdisch-sein sehr öffentlich auslebte..

    Das hat deshalb auch nichts damit zu tun Freud hier auf sein jüdisch-sein zu reduzieren..
    Er tat dies selbst, und es war treibende Kraft in der Entwicklung der Psychoanalyse, die es ohne diese komplizierte Beziehung Freud´s zu seiner jüdischen Mutter wahrscheinlich gar nicht geben würde..
    Jedenfalls nicht von ihm begründet..

    ""Das Du aber beim Namen Hoffmann zuerst auf Heinrich Hoffmann schließt, zeigt deinen geistigen Horizont aber nur allzu deutlich.""..

    Natürlich..
    Schließlich arbeite ich im Pädagogischen Bereich mit genau den Kindern, die Hoffmann erstmals beschrieb..

    Wer sich irgendwelchen Romantikern hingibt, muß daher keinen "größeren geistigen Horizont" für sich herbeireden..

    Ändert aber alles nichts daran, das Du keine Ahnung von den 70´ern und der Schwulen Emanzipation hast, die eben so gut wie nichts aus den USA "übernommen" hat..
    Nicht einmal den Begriff "CSD", wie Du oben fälschlich behauptet hast..

    ""Was die Frage angeht, warum in Deutschland Die Demonstrationen CSD genannt werden, das hat auch historische Gründe, die in den 1970er begründet sind. Westdeutschland war halt in den 1960er/1970er massiv ideologisch und medial auf die USA konzentriert, da es nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg sich den US-amerikanischen Besatzungskräften unterordnen musste und dann durch das Fernsehen US-amerikanische Filme vorrangig in Deutschland gezeigt wurden und ebenso die US-Musik (Elvis Presley, usw.) nach Deutschland kulturell importiert wurden.""

    Zumal der hier geschlagene historische Bogen ausgerechnet über die Besatzung durch die US-Armee und die Musik von Elvis sehr absurd daherkommt..
    Da fehlt jetzt nur noch Lassie und Timmy als Erklärung für den Jugendkult in der Szene, und die Geschichtsklitterung ist perfekt..

    Denn Timmy hieß ursprünglich Priscilla und wurde von einem kleinem Mädchen verkörpert, die später zum Weltstar avancierte..
    Liz Taylor..
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#55 TheDadProfil
#56 Michael43Anonym
  • 18.01.2015, 19:48h
  • Antwort auf #52 von Harry1972
  • @Harry1972
    Wie doof bist Du eigentlich ???

    Sigmund Freud wurde nicht von mir als Lieblingsdeutscher falsch genannt, sondern diese Fehlleistung erging durch goddamn liberal.

    Aber wir wissen bekanntlich ausreichend, das du Texte nicht liest und keine Ahnung von Textanalyse hast.
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#57 Harry1972Profil

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