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Nach nur drei Verhandlungstagen
Ägypten: 26 mutmaßliche Schwule freigesprochen
- 12. Januar 2015 2 Min.

Die Verhaftung wurde von einer Fernsehjournalistin gefilmt
"Nicht schuldig" lautete das Urteil gegen die Männer, die vergangenes Jahr in einem Hammam verhaftet worden sind.
Ein ägyptischen Gericht hat am Montag 26 Männer freigesprochen, die Anfang Dezember in einem Hammam in Kairo wegen angeblicher homosexueller "Orgien" verhaftet worden waren (queer.de berichtete). Laut Berichten der Nachrichtenagentur AP brach nach der Verkündung des Urteils Jubel im Gerichtssaal aus. Einer der Angeklagten, der anonym bleiben wollte, erklärte: "Die haben unser Leben zerstört, aber Gott hat uns gerettet."
Es gab insgesamt nur drei Verhandlungstage. Der Richter erklärte, dass den Männern homosexuellen Betätigung nicht nachgewiesen werden könne. Während des Prozesses kam es immer wieder zu Handgreiflichkeiten, als Journalisten die Angeklagten fotografieren wollten, deren Verwandten das aber verhindern wollten.
Die Verhaftungen hatten in Ägypten hohe Wellen geschlagen, da ein regierungsnaher Fernsehsender die Polizei offenbar zur Sauna bestellte und die darauf folgende Razzia filmte und die Bilder wenige Stunden später veröffentlichte.
Die verantwortliche Journalistin Mona Iraqi wurde daraufhin von Menschenrechtsaktivisten und Politikern scharf kritisiert. Der deutsche Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Grüne) forderte vergangene Woche ein Einreiseverbot gegen Iraqi. Er habe sich deshalb bereits ans Bundesinnenministerium gewandt. "Wer Hass verbreitet und die Menschenrechte verletzt, hat keinen Einspruch hier einzureisen", erklärte Beck.
Es gibt scharfe Kritik an der ägyptischen Regierung wegen der Verfolgung von mutmaßlichen Homosexuellen. Die Organisation "Egyptian Initiative for Human Rights" (EIPR) erklärte vergangenen Monat, dass seit der Machtübernahme der Militärs bereits über 150 Menschen wegen ihrer Homosexualität verhaftet worden seien (queer.de berichtete).
Zwar ist Homosexualität in Ägypten nicht direkt strafbar, Schwule werden allerdings mit Gummiparagrafen verurteilt. Ihnen wird zur Last gelegt, dass sie die öffentliche Ordnung gefährdeten oder sich der "moralischen Verdorbenheit" oder "der Verletzung der Lehren der Religion" schuldig gemacht hätten. Für die Regierung sind derartige Verurteilungen auch heute noch eine willkommene Gelegenheit, Stärke zu zeigen, denn laut einer Umfrage des "Pew Research Global Attitudes Project" aus dem Jahr 2013 glauben 95 Prozent der Ägypter, dass die Gesellschaft Homosexualität nicht akzeptieren dürfe. (dk)















Ich hoffe sehr das dieses Einreiseverbot erlassen wird..
Diese Aktion hat mit freiem Journalismus nichts zu tun..
Das war Homophobistische Hetze einer sensationsgeilen Karrieristin..
Dafür gehört sie auch bis rauf vor dem EmGR verklagt um den zu Unrecht beschuldigten den Schaden zu ersetzen..