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Kommentare zu:
Papst Franziskus: Homosexuelle Ehen "zerstören die Familie"


#191 Miguel53deProfil
  • 21.01.2015, 19:27hOttawa
  • Antwort auf #177 von Michael43
  • So viel baren Unsinn unter Unterschlagung aller Argumente und saemtlicher Fakten, die diesen Unsinn laengst und eindeutig widerlegen: das schaffen nur Sie in Ihrer vielfaeltigen Persoenlichkeit.

    Jetzt aber doch mal nicht mehr verstecken, sondern offen zugegeben, wie sehr Sie sich danach verzehren, wieder in den Schoss der "Mutter Kirche" zurueckkehren zu koennen.

    Sie sind fast schon ein Original in Ihrer vielfaeltigen Einfalt. Wenn auch ein bedauernswertes.
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#192 TheDadProfil
  • 22.01.2015, 00:17hHannover
  • Antwort auf #176 von stromboli
  • Das wird hier offenbar unterstellt..

    Es ist aber eben eher so, das die Rothschilds die Zeitung unterstützen, OBWOHL sich auch immer wieder Karikaturen finden, denen Antisemitismus unterstellt wird..

    Karikaturen, Witze und Satire gegen die jüdische Kultur sind aber nicht automatisch Antisemitisch..

    Vor allem dann nicht, wenn sie von einem jüdisch-stämmigem Karikaturisten stammen..

    Auf diese Unkenntnis fällt sogar die Springer-Presse herein, und "entschuldigt" sich für den Abdruck einer "falschen" Karikatur..
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#193 LarsAnonym
  • 22.01.2015, 20:09h
  • Antwort auf #141 von Miguel53de
  • "Wenn es darum geht, die Katholische Kirche als moralische Institution zu sehen, so hat sie von Anbeginn bis heute vollkommen versagt."

    Wir haben glaube ich, keinen tiefgreifenden Dissens. Man kann das mit dem Versagen so sehen, ungeachtet dessen, dass die Kirche gleichzeitig über Jahrhunderte auch ein Bildungs- Für- und Seelsorgewesen unterhalten hat, dass man, wie Geschichte von Staaten und Nationen und anderen Gemenwesen historisch ambivalent bewerten kann.

    Ich würde nur anders argumentieren. Denn die Kirche und ihre Moral-, Symbol- und BIlderwelt sind schon mehr als nur eine Institution, sondern ein Teil unserer Kultur, die wir ähnlich schwer ablegen können, wie z.B. die Formung unserer Vorstellungen durch unsere Sprache. Auch Du oder sogar stromboli benutzt Bibelzitate. Lessing hat einmal geschrieben: Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.

    Insofern finde ich es wihtig, dass es auch Stimen gibt, die sie Kirchenvertreter nicht nur verdammen, sondern auch aus ihrer eigenen Gedankenwelt heraus mahnen.

    Man kann sagen: Die Kirche hat von Anfang an versagt. Ich würde eher formulieren: Die Amtskirche und erstarrte christliche Theologie ist eine Restauration des Schriftgelehrten- und Pharisäertums.

    Was queere Menschen angeht, so kann man sagen, dass man in einem Schwulenzentrum mit seinen Problemen sicher oft weit mehr "caritas et amor" finden wird, als bei den selbsternannten "Seelsorgern". Nach meinem Vertändnis ist da mehr lebendige Kirche, auch wenn sich das nicht so nennt. Da schauen die Schriftgelehrten und Pharisäer ganz scheel, wenn ihre abtrünnigen Schäfchen den Job besser machen, als sie. Ich kenne zwar auch schwulenfreundliche Geistliche und Seelsorger, aber die tun ihre Arbeit halt sehr heimlich, stellen, biblisch gesehen ihr Licht unter den Scheffel. Das ist etwas feige, aber die Bibel zeigt bereits an der Pasionsgeschichte, was mit Leuten angestellt wird, die ihren eigenen religiösen Betrieb radikal in Frage stellen. Da haben es einige mit der Nachfolge Jesu doch nicht so ganz eilig ... Wofür ich dann wieder etwas Verständnis habe ...

    Soweit mein queertheologisches Capriccio.

    Ich bin übrigens kein Katholik sondern nur ein humanistisch aufgeklärter Protestant und muss mich nicht ganz so emotional am real exisierenden Katholizismus abarbeiten ...
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#194 ursusAnonym
  • 22.01.2015, 21:02h
  • Antwort auf #193 von Lars
  • >"dass man in einem Schwulenzentrum mit seinen Problemen sicher oft weit mehr "caritas et amor" finden wird, als bei den selbsternannten "Seelsorgern". Nach meinem Vertändnis ist da mehr lebendige Kirche, auch wenn sich das nicht so nennt."

    und mir ist beim besten willen nicht klar, weshalb irgendjemand das so nennen SOLLTE. ich halte nichts davon, religion ihrer religiösen spezifika zu entkleiden, um gleichzeitig rein ethisches verhalten in etwas angeblich pseudo-religiöses umzudeuten. das hat beides keine positiven folgen.
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#195 TheDadProfil
  • 22.01.2015, 21:06hHannover
  • Antwort auf #193 von Lars
  • Einverstanden..

    Aber..
    Spatzerl..

    ""dass die Kirche gleichzeitig über Jahrhunderte auch ein Bildungs- Für- und Seelsorgewesen unterhalten hat""..

    Äh ?
    NEIN..

    Die Fürsorge richtete sich immer mit dem Blick auf die zu fangende Seele, der gegenüber man dann Seelsorge walten lassen konnte..

    Das Bildungswesen der Kirchen ist ein Indoktrinatives, weil es ausschließlich darauf ausgelegt ist, deren Ansichten und Vorstellungen von einer vollständig ver-christlichten Gesellschaft durchzusetzen..
    Der Alleinvertretungsanspruch setzt sich durch alle Bereiche durch, egal ob es Kindergärten, Schulen, Universitäten, Kliniken, Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren-Einrichtungen, oder selbst Obdachlosen-Einrichtungen sind..
    Durchorganisiert von der Wiege bis zur Bahre..

    Immer steht im Vordergrund die Verkündung..
    Wer sich dieser entziehen will, verliert seinen Job, oder seinen "Anspruch" auf Fürsorge..

    ""Denn die Kirche und ihre Moral-, Symbol- und BIlderwelt sind schon mehr als nur eine Institution, sondern ein Teil unserer Kultur, die wir ähnlich schwer ablegen können, wie z.B. die Formung unserer Vorstellungen durch unsere Sprache.""..

    Hmm..
    Das ist schwierig..
    Moral ist eine Erfindung zur Unterdrückung von Menschen die am Rande eines Systemes stehen..

    Doch diese Menschen können den "moralischen "Werten"" niemals genügen, denn die Moral wurde extra dazu erfunden, schlechte Beispiele zu generieren..

    So sind Religionen kein "einfacher Teil" der Kultur, sie wirken "normierend"..
    Dabei sollen ihre Normen von allen anerkannt werden, was als Alleinvertretungsanspruch formuliert, überdecken soll, das diese "Normen" gar nicht "universell wirksam" sein können, wie etwa die erklärten Menschenrechte, weil sie von der Gesellschaft vorbestimmtes Wohlverhalten erwartet, um etwa als Teil einer Gemeinschaft gelten zu können..

    Und Sprache wird kulturhistorisch durch alle möglichen Einflüsse geformt..
    Den größten Einfluß, weil er am zeitlich längsten formen konnte, kann man hier durchaus der Religion zuordnen..

    Es bleibt allerdings fraglich, ob das als ein "guter" Einfluß gesehen werden kann..

    Ist damit Religion ein Teil der Kultur, die nicht ablegbar wäre ?
    Ist es "undenkbar" Religion als Normatives Konstrukt in der Gesellschaft weg zu denken ?

    Es gibt nichts undenkbares, denn die Gedanken sind die einzigen, die wirklich frei sind..
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#196 Miguel53deProfil
  • 25.01.2015, 00:04hOttawa
  • Antwort auf #193 von Lars
  • Ich sage immer, wenn Menschen schon nicht ohne Glauben auskommen, dann sollte ihnen doch zumindest eine zutiefst menschliche Kirche zur Seite stehen. Nicht eine Institution, die sich fuer die "allein seelig machende" haelt. Da faengt es schon an. Oder hoert es auch schon auf mit der RKK?

    Falls Du ihn nicht gesehen hast, empfehle ich Dir unbedingt den Film "Agora", der aufzeigt, wie eine humanistische und freie Philosophie durch Machtanspruch des Christentums zerstoert wurde. Unter Anwendung von Gewalt.

    Bildung, fruehzeitige Aufklaerung und Freihet des Denkens hat es deshalb unter der Kirche nur dann gegeben, wenn es in ihren Kram und ihre Ideologie passte. Eine humanistische Gesellschaft haette da weit besser wirken koennen. Und, das will ich mal vermuten, viele dieser unentwegten Kriege auf der Welt verhindert.

    Natuerlich kann man den Einfluss der Kindheit nicht verleugnen. Meiner war der eines fundamentalistischen Katholizismus. Aber man kann ihn ablegen und seine Kenntnisse nutzen, um so manchen Eiferer in seine eigene Falle laufen zu lassen. Wobei ein echter Fanatiker davon nicht auzuhallten ist.
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#197 LarsAnonym
#198 TheDadProfil
  • 27.01.2015, 14:45hHannover
  • Antwort auf #197 von Lars
  • ""Allerdings sehe ich Fundamentalismus und Intoleranz als ein allgemein menschliches Problem an.""..

    Warme Worte..
    Aber was sollen sie "entschuldigen", wenn man das Ganze als "menschliches Problem" empfindet oder beschreibt ?

    Probleme kann man bearbeiten..
    Lösen..

    Die Lösung dieses "menschlichen Problems" ist doch recht einfach..

    Sie liegt in der Bekämpfung des auslösenden Fundamentalismus..

    -Religionsunterricht raus aus den Schulen..
    -Entzug des Status einer "Körperschaft Bürgerlichen Rechtes" für ALLE "religiösen Vereinigungen und Kirchen"..
    Die helfen nämlich den Konzernen nur dabei, Steuern zu hinterziehen..
    -Rauswurf aller Lobbyisten dieser "Religionen" aus den Gremien..
    Zuerst aus dem Rundfunkbeiräten und der Presse..
    -Deutliche Kennzeichnungspflicht für Pressepublikationen die von diesen Organisationen lanciert werden..
    -Inklusive deutliche Kennzeichnung aller Zeitungen und Verlage die denen gehören..
    -Durchsetzung der AGG´s..
    -Übernahme aller KITA`s und Kindergärten, Kliniken und Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und sonstiger Sozialer Einrichtungen der Frauen-Hilfen, Opfer-Hilfen, Obdachlosen-Hilfen, Kinder- und Jungend-Hilfen, Schulen und Universitäten, Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen durch den Staat oder ECHTEN privaten Anbietern..

    Denn nur wenn man diese Organisationen in klare Grenzen verweist, kann man ihren Einfluß begrenzen..
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#199 LarsAnonym
  • 27.01.2015, 21:23h
  • Antwort auf #198 von TheDad
  • Das ist zwar alles vorstellbar und es ist Deine Freiheit, Dich dafür stark zu machen, aber es wird nichts daran ändern, dass auch eine primär säkulare Gesllschaft traditionsbestimmte, die Gemeinschaft zusammenhaltende Riten und Gebräuche haben wird und dass es Menschen geben wird, die diese Riten und Gebräuche verwalten, organisieren und festschreiben werden - einige abwägend und überlegt, andere mit religiösem Eifer und Fanatismus und Intoleranz anderen Identitätsstiftenden Systemen gegenüber.
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#200 TheDadProfil
  • 29.01.2015, 19:47hHannover
  • Antwort auf #199 von Lars
  • Spatzerl ?

    ""traditionsbestimmte, die Gemeinschaft zusammenhaltende Riten und Gebräuche""..

    Es geht hier nicht um Blasmusik und Lederhosen..

    Es geht darum, das hier religiöse Gruppen andere Menschen dieser Gesellschaft dazu zwingen wollen, nach ihren Regeln zu leben..

    Das kommt dem gleich, als wenn man einem Gymnasiasten zwingen wollte den Hauptschulabschluß zu machen, weil alles andere Teufelswerk sei..

    Wie irrsinnig..
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