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  • 19. Januar 2015 10 3 Min.

Teilnehmer der Demo gegen Homo-"Heiler"

Am Wochenende kam es in Mailand zu Protesten gegen eine Homoheiler-Konferenz. Unterdessen soll der Bürgermeister angeklagt werden, weil er gleichgeschlechtliche Ehen anerkannt hatte.

In Mailand haben am Samstag 2.000 Menschen unter dem Motto "Die einzige Krankheit ist Homophobie" gegen ein von ultrakatholischen Gruppen wie der "Alleanza Cattolica" organisiertes Seminar protestiert, auf dem unter anderem die "Heilung" von Homosexualität propagiert wurde. An der homophoben Veranstaltung nahmen mehrere hundert Menschen teil.

Die Teilnehmer der Gegen-Demo, zu der linke Parteien, Gewerkschaften und LGBT-Gruppen aufgerufen hatten, waren insbesondere empört über die Unterstützung der Homo-Gegner durch die Regionalregierung der Lombardei. Sie stellte etwa den Veranstaltungsort zur Verfügung und sponserte das Event. Die Homo-Gegner durften auch mit dem Logo der Weltausstellung 2015 werben, die von Mai bis Oktober in Mailand stattfinden wird. Auf der Gegendemo waren daher Aufrufe zu hören, die Expo 2015 zu boykottieren.

Youtube | Eindrücke von der Demo am Samstag

Regionalregierung unterstützt Homo-Gegner


Rechtspopulist Roberto Maroni war unter Ministerpräsident Berlusconi Innen- und Arbeitsminister

Regierungschef der Region ist Roberto Maroni, ein Mitglied der rechtspopulistischen Regionalpartei "Lega Nord". Er nahm als Ehrengast an der homophoben Veranstaltung teil. In einer heiß umjubelten Rede erklärte er dort, dass der Kampf gegen Homo­sexuelle genauso wichtig sei wie der Kampf gegen Hunger: "Das Thema der Expo ist, auf dem Planeten genügend Nahrung zur Verfügung zu stellen. Unser Thema hier ist, genügend Werte zur Verfügung zu stellen." Er kündigte an, bei der Expo ein Forum über das Thema "traditionelle Familie" einrichten zu wollen.

LGBT-Aktivisten und Politiker der Mitte-Links-Regierung kritisierten die Haltung des Regionalpräsidenten scharf. Senator Andrea Marcucci von den Sozialdemokraten sagte, dass die Regionalregierung die Weltausstellung "mit Homophobie beschmutzt" und somit der ganzen Region schade. Andere warfen Maroni vor, italien in einen Gottesstaat verwandeln zu wollen und die Weltausstellung zu einer religiösen Veranstaltung umzufunktionieren.

Staatsanwaltschaft droht LGBT-freundlichem Bürgermeister


Bürgermeister Giuliano Pisapia erhält Ärger, weil er im Ausland geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen ließ

Unterdessen bekommt der Mailänder Bürgermeister wegen seiner Unterstützung von LGBT-Rechten juristische Probleme. Giuliano Pisapia erklärte am Samstag, dass gegen ihn wegen Urkundenfälschung ermittelt werde. Pisapia hatte wie mehrere andere linksgerichtete Bürgermeister in Italien – darunter auch seine Kollegen aus Rom und Neapel – im Ausland geschlossene gleich­geschlechtliche Eheschließungen anerkennen lassen (queer.de berichtete). Er berief sich dabei auf eine Gesetzeslücke, nach der im Ausland geschlossene Eheschließungen in Italien anerkannt werden müssten, wenn sie dort legal seien. Via Facebook zeigte er sich unbeugsam: "Das Gesetz besagt, dass wir Ehen anerkennen müssen, die rechtmäßig im Ausland geschlossen worden sind." Grund für die Ermittlungen ist offenbar der Widerstand von Innenminister Angelino Alfano, der zwar der Mitte-Links-Regierung angehört, aber eine kleine, konservative Partei anführt, die sich gegen die Gleich­behandlung ausspricht.

Der sozialdemokratische Ministerpräsident Matteo Renzi hatte vor einem halben Jahr die Einführung von eingetragenen Partnerschaften nach deutschem Vorbild angekündigt (queer.de berichtete). Noch ist aber unklar, ob er selbst für diese kleine Lösung eine Mehrheit in seiner Koalition findet. Bereits vor sechs Jahren war der damalige Ministerpräsident Romano Prodi an der Einführung der "Ehe light" gescheitert, weil eine kleine katholische Partei seine Neun-Parteien-Koalition sprengte (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 19.01.2015, 16:36h
  • Mailand muß die Ausrichtung der Weltausstellung zurückgeben. Außerdem sollten die Aktivisten der LGBTI-Community vor die Parteizentrale der Lega Nord ziehen und dort ihren Unmut zum Ausdruck bringen!
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#2 TheDad
  • 19.01.2015, 17:24hHannover
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • ""Mailand muß die Ausrichtung der Weltausstellung zurückgeben""..

    Was für ein UNSINN !

    Die EXPO hat einen jahrelangen Vorlauf, ähnlich wie die Olympischen Spiele oder Weltmeisterschaften..
    Da werden im Vorwege Hunderte Millionen an den Pavillon´s der teilnehmenden Länder verbaut, dazu kommen flankierende Verkehrsmaßnahmen die zum großem Teil durch die EU finanziert werden..

    Am 1. Mai öffnet das Gelände !

    de.wikipedia.org/wiki/Expo_2015

    de.wikipedia.org/wiki/Bureau_International_des_Expositions

    Wie sollte man denen nun noch die Ausrichtung "wegnehmen" wollen, und wer sollte das eigentlich tun ?

    Die Münsterländische Gerechtigkeits-Liga ?

    Unfaßbar !
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#3 HugoAnonym
  • 19.01.2015, 17:50h
  • "...Unser Thema hier ist, genügend Werte zur Verfügung zu stellen."

    Das verfluchte naziarschloch, statt für mehr Gerechtikeit auf der Welt zu sorgen schüren die naziarschlöcher noch mehr Haß.
    Deshalb sage ich, keine Kreuze mehr bei den konservativen.
    Die ganzen Afrikanischen und Asiatischen Despoten müßen beckämpft werden, statdessen werden sie vom Westen mit Waffen beliefert.
    Wenn alle Länder die Menschenrechte, Versammlungsfreiheit und Pressefreiheit achten würden, würden auch nicht mehr soviele Flüchtlinge kommen.
    Statt die Despoten mit Waffen zu beliefern sollte der Westen ausschließlich Technische Hilfe mit dem dazugehörigen Knowhow anbieten und kein Geld, das sowieso in dunkle Kanäle verickert.
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