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  • 29. Januar 2015 12 2 Min.

Joel Grey spielte den Zeremonienmeister sowohl auf dem Broadway als auch in der Filmversion von "Cabaret" mit Liza Minnelli und Michael York

Willkommen, Bienvenue, Welcome: Im Alter von 82 Jahren hat Oscar-Preisträger Joel Grey sein Coming-out als schwuler Mann.

Der amerikanische Schauspieler Joel Grey hat sich im Magazin "People" als schwul geoutet. "Ich mag keine Schubladen, aber wenn man mich in eine stecken muss, sage ich: Ich bin ein schwuler Mann", sagte der 82-Jährige dem Magazin. Seine Freunde hätten bereits seit langem über seine sexuelle Orientierung Bescheid gewusst. Er sagte allerdings auch: "Es hat Zeit gebraucht, diesen anderen Teil von mir anzunehmen, der ich immer war."

Grey stellte den Zeremonienmeister sowohl im 1966 erstmals am Broadway in New York City aufgeführten Musical "Cabaret" dar als auch im gleichnamigen Film aus dem Jahr 1973 mit Liza Minnelli in der Hauptrolle. Für seine schauspielerische Leistung erhielt er den Oscar als bester Nebendarsteller. Zuletzt war er in mehreren Rollen am Broadway zu sehen, darunter im Revival von "Chicago" und als Zauberer von Oz in "Wicked". Er spielte auch im kürzlich verfilmten Broadway-Stück "The Normal Heart" einen schwulen Mann.

Youtube | Joel Grey im Film "Cabaret"

In homophober Umgebung aufgewachsen


Joel Grey (Bild aus dem Jahr 1993)

Der 1932 geborene Schauspieler sprach im Interview auch darüber, wie er in den homophoben Dreißiger- und Vierzigerjahren in Ohio aufgewachsen ist. "Ich habe damals die Erwachsenen gehört, inklusive meiner Mutter, die darüber gesprochen haben, wie 'fairies' ins Gefängnis geschickt worden sind – oder noch schlimmer." "Fairy" (Fee) ist ein altes amerikanisches Schimpfwort für Schwule. Trotz der Ablehnung habe er damals schnell gemerkt, dass er sich auch zu Männern hingezogen gefühlt habe.

Grey war von 1958 bis 1982 mit seiner Schauspielkollegin Jo Wilder verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, darunter die Schauspielerin Jennifer Grey, die 1987 als Tanzpartnerin von Patrick Swayze in "Dirty Dancing" weltberühmt wurde. Die 54-Jährige lobte ihren Vater in "People" für sein Coming-out: "Ich bin sehr glücklich darüber, dass mein Dad endlich an einem Punkt in seinem Leben ist, an dem er sich sicher und wohl genug fühlt, sich als schwuler Mann in der Öffentlichkeit zu zeigen." (dk)

#1 BankableAnonym
#2 Michael43Anonym
  • 29.01.2015, 15:39h
  • Besser spät als nie...aber doch in diesem Fall sehr sehr spät...

    Aber es gibt ja auch Personen wie unserem deutschen Ex-Papst Ratzinger, der dies immer noch nicht geschafft hat und auch wohl nicht mehr schaffen wird.

    Gerade im katholischen Klerus gibt es eine ganze Reihe schwuler Männer, die ihr inneres Coming-Out nicht schaffen und erst Recht nicht das äußere Coming-Out. Und diese "Klemmschwestern" bereiten dann so viele Probleme für den Kampf um gleiche Rechte, weil sie verbissen gegen alles ankämpfen, was schwul ist, denn es konfrontiert sie, mit ihrer eigenen nicht glücklich gelösten Coming-Out-Frage.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.01.2015, 15:53h
  • Schön, daß er aus dem Schrank ist. Einfach ein sehr guter Schauspieler und ich hoffe, daß er noch viele Rollenangebote bekommt und gesund bleibt.
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