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Kommentare zu:
DAH kritisiert Pläne zur Kondompflicht


#1 TimonAnonym
  • 05.02.2015, 16:51h

  • "Gut gemeint, schlecht gemacht"

    Hat irgendwer was anderes von Union und SPD erwartet?!

    Das schlimme ist:
    die treiben Prostituierte und Stricher in die Illegalität, was nicht nur den Kampf gegen HIV und andere Krankheiten erschwert, sondern auch Menschenhandel und Zwangsprostitution ankurbelt.
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#2 Robby69Ehemaliges Profil
  • 05.02.2015, 19:08h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • "Das schlimme ist: die treiben Prostituierte und Stricher in die Illegalität, was nicht nur den Kampf gegen HIV und andere Krankheiten erschwert, sondern auch Menschenhandel und Zwangsprostitution ankurbelt."
    Nein, tun sie nicht - denn ungefähr 90 % aller Stricher/Escorts (=Callboys) der Mann-männlichen Prostitution SIND arbeiten permanent "illegal", weil es sich kaum jemand von ihnen leisten kann, seinen Job anzumelden. Eine Anmeldung hätte zur Folge, dass der betreffende Stricher/Escort auch versicherungspflichtig wäre und dort (z.B. bei der Krankenversicherung) überall als "Selbständiger" geführt würde, was wiederum horrende Beiträge zur Folge hätte. Diese können sich die meisten Stricher/Escorts aber nicht leisten, da sie mit ihrem Job im Normalfall grade mal so über die Runden kommen.
    Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, Prostitution KOMPLETT zu legalisieren - und zur ohne den Zwang einer Anmeldung etc. Nur so könnte man erreichen, dass wirklich ALLE Stricher/Escorts auch ganz "legal" ihrem Job nachgehen könnten und "Prostitution" als Beruf entgültig KOMPLETT anerkannt werden würde. - Denn momentan ist er nur dann als Beruf anerkannt, wenn man angemeldet ist.

    Durch diese neuen Vorschriften werden meines Erachtens weder Menschenhandel noch Zwangsprostitution angekurbelt, da diese seit Jahrzehnten bereits vorhanden sind - leider, muss man sagen - und die Politiker und Behörden absolut nichts dagegen unternehmen. Wahrscheinlich auch, weil hinter dem Menschenhandel und der Zwangsprostitution zum Großteil die OK steht.
    Bzgl. Zwangsprostitution ist noch anzumerken, dass dies vor allem die weiblichen Prostituierten betrifft, da die meisten von ihnen für einen Zuhälter oder in einem Sex-Club arbeiten. Die Stricher/Escorts arbeiten dagegen meist auf "eigene Rechnung".
    In wieweit man Prostitution als "Zwangsprostitution" bezeichnen mag, wenn jemand auf dem Strich geht, um sich Geld für seine Alkohol- oder Drogen-Sucht zu verdienen, muss jeder für sich entscheiden.
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#3 HeinerAnonym
  • 05.02.2015, 19:34h
  • Antwort auf #2 von Robby69
  • 1.
    Nur weil die Stricher in keinem festen Bordell arbeiten oder ihren Job irgendwo angemeldet haben, sind sie nicht illegal. Es geht höchstens darum, ob sie ihre Einnahmen versteuern oder nicht (und das wird wohl auch das Hauptinteresse der angeblich so besorgten Politiker sein).

    2.
    Auch diese Stricher werden teilweise durch Betreuungsprojekte, ehrenamtliche Mediziner, etc. betreut und versorgt. Wenn Prostitution immer mehr reglementiert bzw. immer mehr kriminalisiert wird, verlieren die Stricher vielleicht das Vertrauen, sich an solche Institutionen zu wenden, weil sie Angst haben, die gäben was weiter, um sich nicht selbst strafbar zu machen.

    3.
    Auch wenn wir hier auf queer.de sind, so gibt es doch nicht nur Stricher, sondern eben auch weibliche Prostituierte. Und von denen werden viele in die Illegalität getrieben.

    4.
    Selbst wenn Du uns hier nicht glaubst, so solltest Du doch zumindest der Deutschen AIDS-Hilfe glauben, die genau diese Dinge kritisiert... Die wissen es ja wohl am besten und sagen genau das, was Du nicht anerkennen willst.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.02.2015, 20:12h
  • Antwort auf #1 von Timon
  • Zuerst mal gut, daß Du keine Gesetze machst! Die Kritik der Deutschen Aidshilfe der von der Großen Koalition angestrebten Verschärfung es Prostitutionsgesetzes ist vollkommen unnötig! Sie ist gut gemeint und gut gemacht! Kondompflicht für die Freier hätte es schon längst geben müssen! Allen was recht zu machen ist sowieso eine Kunst, die niemand kann!
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#5 fix und foxiAnonym
#6 Dont_talk_aboutProfil
  • 05.02.2015, 23:20hFrankfurt
  • Ich habe selber keine praktischen Erfahrungen mit Paysex, diskutiere aber gerne im Römerforum mit, wo sich Heteros über FKK-Clubs (Sauna-Bordelle) austauschen.
    Von daher muss ich sagen, dass die Kondompflicht goldrichtig ist. Entscheidend ist nur, dass sie selbstverständlich auch für Oralverkehr gelten muss.

    In den FKK-Clubs is nähmlich FO Clubstandard. Die Damen müssen es de facto machen, weil sie sonst nicht gebucht werden (die Clubregeln sind so, dass FO-Verweigerinnen dies im Vorgespräch ankündigen müssen, ansonsten darf der Gast, der immer erst danach zahlt, ohne Kosten abbrechen).

    Mit dem neuen Gesetz kann man die Damen nicht mehr de facto zu FO zwingen, auch wenn es das natürlich weiter geben wird. Mir fehlt damit sämltiches Verständnis für die Kritik der Aids-Hilfe an dem neuen Gesetz. EIne Alternative wird ja auch nicht vorgeschlagen.

    Wenn man es einfach den Markt regeln lässt, gewinnt immer der Stärkere und das sind zur Zeit die Freier
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 TheDadProfil
#9 JujoAnonym
  • 06.02.2015, 03:02h
  • Antwort auf #5 von fix und foxi

  • Warum nur Frauen?
    Erstens gibt es auch männliche Zwangsprostituierte

    www.fr-online.de/panorama/menschenhandel-polizei-befreit-60-
    maennliche-zwangsprostituierte,1472782,4604692.html


    zudem arbeiten auch in Deutschland einige Stricher aus dem Ausland kommend für Zuhälter oder Schlepper, welche die Pässe unter Kontrolle haben. Oft auch keine Krankenversicherung, so dass sie abhängig von Zuhältern sind.

    Zweitens gibt es bei der "normalen" Prostitution, (also nicht bei der Zwangsprostitution) 10 Prozent Männer+ Dunkelziffer. Trotzdem sprach man in den Nachrichten als es um das Thema Kondomflicht für Freier ging, kontinuierlich nur von Frauen.

    Man stelle sich vor, über einen Beruf in dem der Frauenanteil über 10 Prozent liegt, würde in den Nachrichten nur von den Männern gesprochen werden, das gilt heute nicht mehr als zeitgemäß.
    Wenn aber die Männer in der Minderzahl sind ( und über 10 Prozent sind keine soo kleine Minderheit) spielt die Gleichbehandlung anscheinend keine Rolle mehr.
    Männliche Prostitution ist immer noch ein großes Tabuthema.
    Heterosexuelle vergessen zu dem, das es kein rein schwules Thema ist, und nicht nur in der schwulen Szene, sondern auch in heterosexuellen Sphären stattfindet.
    Und zwar durch bisexuelle und ungeoutete Männer, die nach außen heterosexuell leben und sich für die heimlichen homosexuellen Bedürfnisse einen Stricher oder Callboy suchen.

    Aber auch Schwule, insbesondere jene die auf Jüngere und/ oder athletische Männer stehen und selber dem nicht entsprechen, haben es nicht immer einfach. Je nach Anspruch finden manche selbst bei Gayromeo keinen Sexpartner ohne Gegenleistung und für manche Freier hat die Prostitution auch ihren eigenen Reiz.
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#10 asdfAnonym
  • 06.02.2015, 10:43h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Ist ja klar, dass Du wieder mal meinst, es besser als alle Experten zu wissen.

    Wer braucht schon die Deutsche Aidshilfe, wenn FoXXXyness es besser weiß.

    Hör doch auf, Dich immer zum Affen zu machen. Wir können nichts dafür, dass Du im realen Leben keine Freunde hast. Und wenn Du endlich mal Dein soziopathisches Verhalten ändern würdest, hättest Du auch im realen Leben Freunde und bräuchtest hier im Forum nicht rumzutrollen, weil Du hoffst, so wenigstens ein bisschen Beachtung zu finden.
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#11 joshyleinEhemaliges Profil
  • 06.02.2015, 12:13h
  • Das zeigt doch wieder diese Blödheit unsere jetzigen Politiker und auch von 1 Speziellen Kommentator....

    Besonders bei der Kondompflicht stellt sich doch die frage wer kontrolliert das ? Kommt für jeden fick nun einer vom Amt vorbei und testet das er richtig sitzt also der Kondom ?

    Man kann sich nur vor dem Kopf hauen wenn man sieht was da grade dieses land Regiert !!!!
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#12 TheDadProfil
  • 06.02.2015, 15:58hHannover
  • Antwort auf #6 von Dont_talk_about
  • Dir fehlt noch viel mehr als nur das Verständnis, nämlich die Erkenntnis, das ein regelmäßiger Besuch in einem Etablissement in dem es zu PaySex kommt, Dich selbst bei noch so sehr bekennender Passivität zu einem Beteiligtem macht, der damit auch über "Erfahrungen" verfügt..

    Nebenbei bemerkt ist es völlig unerheblich ob man den Sex-Arbeiter direkt, oder über die Eintrittspreise bezahlt..
    PaySex-Angebot bleibt es dennoch..

    Viel größer ist hier aber das grundsätzliche Problem, zu glauben, man könnte mit einem Gesetz oder einer Verordnung zu einer "Kondom-Pflicht" irgendwie steuernd in das geschehen eingreifen, wo der Appell an die eigene Gesundheitsfürsorge der Betroffenen, und hier sowohl der Anbieter als auch der Nutzer, zielführender ist..

    Die Erfahrungen aus der Historie der Münchener Szene, und die damit verbundenen menschenverachtenden geplanten und realisierten Verordnungen durch den damaligen Kreisverwaltungsreferenten Gauweiler müßten doch längst im kollektivem Gedächtnis der Gesellschaft angekommen sein..

    Die Kondom-Pflicht kriminalisiert hier die Anbieter UND die Nutzer..
    Zusätzlich wird hier dann wieder Anreiz gegeben, einen "zusätzlichen Markt" zu etablieren, der dann wahrscheinlich aus dem Potential der Zwangsprostitution gespeist werden wird..

    Diesem Markt über dieses Gesetz Vorschub zu leisten ist nichts weiter, als die Beteiligung des Gesetzgebers an der widerrechtlichen Situation, die dann entstünde..

    Allein diese Möglichkeit macht das Gesetz in meinen Augen verfassungswidrig..
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#13 TheorieAnonym
#14 Robby69Ehemaliges Profil
  • 06.02.2015, 19:51h
  • Antwort auf #3 von Heiner
  • "Nur weil die Stricher in keinem festen Bordell arbeiten oder ihren Job irgendwo angemeldet haben, sind sie nicht illegal"
    Falsch. Sie arbeiten "illegal", wenn sie nicht angemeldet sind. Schätzchen, ich weiß, wovon ich rede, da ich viele Freunde habe, die als Stricher oder Escorts arbeiten. Mir kannst Du in diesem Punkt nichts vormachen. Also spar Dir die Mühe.

    " Es geht höchstens darum, ob sie ihre Einnahmen versteuern oder nicht (und das wird wohl auch das Hauptinteresse der angeblich so besorgten Politiker sein)."
    Nein, geht es nicht. Die Faktenlage habe ich bereits in meinem ersten Kommentar zu diesem Artikel dargelegt (und übrigens auch schon in früheren Kommentaren zu diesem Thema, falls Du's nachlesen willst).

    "2. Auch diese Stricher werden teilweise durch Betreuungsprojekte, ehrenamtliche Mediziner, etc. betreut und versorgt"
    Ebenfalls falsch.
    Streetworker "versuchen", minderjährige Stricher zu belabern, damit sie ihren Job als Stricher aufgeben - schön brav mit dem Jugendamt zusammenarbeiten und sich von diesem in ein Erziehungsheim stecken lassen und sich außerdem von einem Jugendamt eine zwangweise "Homo-Heilung" unterjubeln lassen.
    Stricher werden eben NICHT durch von Dir zusammenfantasierte "ehrenamtliche Mediziner" betreut und versorgt - da diese nicht existieren. Die einzigen "kostenlosen" Angebote, die es für Stricher und Escorts gibt, sind kostenlose HIV-Tests und Hepatitis-Tests beim Gesundheitsamt (genauso wie für alle anderen Schwulen ja auch) - dazu eine kostenlose Beratung in den Schwulenzentren. Das ist alles. Manche Großstädte bieten auch noch zusätzliche "Stricher-Anlaufstellen" und -Treffs an, die aber von viele Betroffenen nicht genutzt werden, da ein großteil der Stricher nun mal minderjährig ist und dann sofort das Jugendamt ins Spiel kommen würde (mit sämtlichen von mir bereits oben beschriebenen Folgen für die Betroffenen).

    "Wenn Prostitution immer mehr reglementiert bzw. immer mehr kriminalisiert wird, verlieren die Stricher vielleicht das Vertrauen, sich an solche Institutionen zu wenden, weil sie Angst haben, die gäben was weiter, um sich nicht selbst strafbar zu machen. "
    Totaler Quatsch, der zeigt, dass Du von Stricher/Escorts und ihrem Arbeitsalltag absolut keine Ahnung hast. Ich empfehle Dir dringend, Dich mit der "Materie" intensiv auseinanderzusetzen und mit Leuten zu sprechen, die in diesem Business arbeiten - statt hier wilde Behauptungen aufzustellen, die jeglicher Grundlage entbehren.

    " Auch wenn wir hier auf queer.de sind, so gibt es doch nicht nur Stricher, sondern eben auch weibliche Prostituierte. Und von denen werden viele in die Illegalität getrieben."
    Schätzchen, exakt das habe ich in meinem vorigen Kommentar ja auch geschrieben. Wenn Du ihn gelesen hättest, dann wüsstest Du das auch. Hier nochmal extra für Dich die entsprechende Passage aus meinem ersten Kommentar (Kommentar #2):
    " Bzgl. Zwangsprostitution ist noch anzumerken, dass dies vor allem die weiblichen Prostituierten betrifft, da die meisten von ihnen für einen Zuhälter oder in einem Sex-Club arbeiten."

    "Selbst wenn Du uns hier nicht glaubst, so solltest Du doch zumindest der Deutschen AIDS-Hilfe glauben, die genau diese Dinge kritisiert...
    Die wissen es ja wohl am besten und sagen genau das, was Du nicht anerkennen willst."
    Die AIDS-Hilfe argumentiert aus IHREM Standpunkt heraus (der übrigens auch ein großes Augenmerk auf die WEIBLICHEN Prostituierten hat, falls es Dich interessiert). Wurde mir letztes Mal bei einem Treffen mit den Jungs der AIDS-Hilfe wieder bestätigt. Dies hat damit zu tun, dass nun mal ein größerer Prozentanteil der "gesamten" Prostitutierten weiblich ist. Ist einfach so. -
    Ich argumentiere vom Standpunkt der Stricher und Escorts aus - da ich die Hintergründe in dieser Hinsicht durch meine Freunde eben sehr gut kenne. - Es sind ganz einfach ZWEI verschiedene Sichtweisen auf ein und das selbe Thema "Prostitution". Nicht mehr nicht weniger. Das hat nicht damit zu tun, dass ich angeblich irgendwas nicht "anerkennen will" - wie Du mir hier unterstellst. Denn das ist nicht so.
    Falls Du es immer noch nicht kapiert hast, dann nochmals im Klartext: Es gibt für alles immer MEHRERE Sichtweisen. Das heißt nicht, dass nur eine die "allein seligmachende" ist und die anderen deshalb falsch sein müssen. Sie sind einfach nur verschieden. - Das wirst auch Du anerkennen müssen, Schätzchen, ob es Dir gefällt oder nicht.
    Fragt sich halt nur, wie Du Stricher/Escorts, ihre Arbeitsbedingungen und Probleme überhaupt beurteilen können willst, wenn Du Dich damit kein bißchen auskennst.
    Darum mein Tipp: Informier Dich gründlich über das Thema (und zwar aus erster Hand) - dann können wir weiter diskutieren. Eine sachliche Diskussion mit jemandem zu führen, der von einem Thema (in diesem Fall mann-männliche Prostitution) keine Ahnung hat - und deshalb nur wilde Behauptungen aufstellt, wie er sich irgendwas vorstellt, dass es zu sein hat - bringt nichts.
    Informier Dich, dann reden wir weiter.
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#15 Robby69Ehemaliges Profil
#16 joshyleinEhemaliges Profil
#17 Dont_talk_aboutProfil
  • 06.02.2015, 20:42hFrankfurt
  • @The Dad

    Beitrag 13 stellt es klar: ich beteilige mich regelmäßig an Diskussionen in Internetforen für heterosexuelle Freier -- ohne jedoch die FKK-Clubs selber zu besuchen. Wenn man jedoch jeden zweiten Abend in den Foren liest, wird man mit der Zeit auch so zum Experten.

    Zum Thema: sowohl Du als auch die Aids-Hilfe scheinen von dem quantitativ größten Aspekt des Themas, über das wir hier reden, nämlich die heterosexuelle Prostitution, keine Ahnung zu haben.

    Hier bieten Damen ihre Dienste an, weil sie das Geld brauchen oder sogar von Bekannten unter Druck gesetzt werden. Es werden Clubstandards definiert, die FO vorsehen. Du
    scheinst aber alles eher durch die Brille von schwulem Sex ohne finanziellen Interessen zu sehen. Die FKK-Clubs sind eine riesen Industrie geworden. Es ist doch abwegig anzunehmen, dass Prostitution in einem vergleichbaren Umfang (!) in der Illegalität weiter betrieben würde. Höchstens 10 % der Freier würden in der Illegalität weiterpoppen
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#18 TheDadProfil
  • 06.02.2015, 21:12hHannover
  • Antwort auf #13 von Theorie
  • Äh ?

    Nöö..
    Er schrieb schon einmal anderswo, das er bevorzugt lieber die heterosexuellen Saunen besucht, weil ihm eine Schwule Sauna aus nicht näher bezeichneten Gründen nicht behagt..

    ""diskutiere aber gerne im Römerforum mit""..

    Ein Schelm der denkt, dort ginge so rein gar nichts ab..
    Besucht man die Seite erhält man sofort einschlägige Angebote für PaySex..

    Im Übrigem halte ich die "diskussion in einem solchem forum über solche clubs" für einen besonderen Fetisch eines Mannes, der von sich behauptet Schwul zu sein..
    Dirty Talk mit ner Hete die sich in der Sauna für Geld einen blasen läßt ?

    Igitt, wie absonderlich..
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#19 Dont_talk_aboutProfil
  • 06.02.2015, 22:52hFrankfurt
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • Ach, The Dad. Das Römerforum und bw7 sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen und das ist kein Fetisch (ich stelle mir Freier immer sehr unattraktiv vor, so dass ich mich von den Forumskollegen nicht sexuell angezogen fühle).

    Allerdings wird mir immer wieder vorgeworfen, dass ich keine Berichte beisteuere. Insbesondere von einem User dort, der Dir übrigens zum Verwechseln ähnlich ist. Außerdem wurde ich bereits als schwul geoutet. Statt von einem FKK-Clubbesuch hatte ich mal von einem Besuch eines Zweitligaspiels berichtet, wo es auch um den proletarischem Charm der junger Männer ging.

    Zum Thema: Wegen des Kondomzwangs herrscht in den Foren die pure Panik. Das Konzept der FKK-Clubs beruht ganz wesentlich auf FO. Übrigens reicht es für die Bestrafung, wenn der Gast im Vorgespräch von einem Lockvogel überführt wird. Der Akt muss also gar nicht vollzogen werden
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#20 EmilAnonym
  • 07.02.2015, 00:52h
  • Antwort auf #17 von Dont_talk_about

  • Mach doch was du willst. Wenn du dich in jenen Foren wohl fühlst ist es doch in Ordnung, hat keiner was dagegen nur wundern was man dort als Schwuler will darf man sich.

    Das man in Foren hängen bleibt, weil man die Leute mit der Zeit "kennt", kommt mir (in anderen Themen- Foren) aber bekannt vor.

    Aber in dieser Diskussionen hier über den Artikel, kannst du dich nicht beschweren, dass es hier nur sekundär um Heterosex geht weil dieses Forum hier den Schwerpunkt auf queere Themen legt, so in diesem Fall ( auch und vor allem) auf homosexuellen Sex/ die mann- männliche Prostitution.
    Über diese Tabuthema wird ja sonst nirgendwo diskutiert, darum ist hier auch der Ort für.
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#21 TheDadProfil
  • 07.02.2015, 00:53hHannover
  • Antwort auf #19 von Dont_talk_about
  • Äh ?

    ""(ich stelle mir Freier immer sehr unattraktiv vor, so dass ich mich von den Forumskollegen nicht sexuell angezogen fühle)""..

    Klingt nach Selbst-Kasteiung in der Selbst-gewählten Klause einer abseits gelegenen Abtei, um ja nicht seinen Bedürfnissen nachzukommen..

    Mit solchen Geschichten verdienen sich gute Psychologen ihre Yachten..

    ""wo es auch um den proletarischem Charm der junger Männer ging""..

    Ältere Proletarier haben also weniger Charme ?
    Oder gar keinen mehr ?
    Ich will das nicht weiter vertiefen..
    Dafür das Cover eines Songs von Ina Müller :

    www.youtube.com/watch?v=2sl5JeNQ_1Y

    ""Zum Thema: Wegen des Kondomzwangs herrscht in den Foren die pure Panik.""..

    Zu Recht..
    Denn..
    ""Das Konzept der FKK-Clubs beruht ganz wesentlich auf FO.""..

    Wer sich so in Gefahr bringt, und mehr "Angst" vor der Strafe wegen des verweigerten Kondomes bei Sex mit einem völlig fremden Menschen hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen..

    ""Du scheinst aber alles eher durch die Brille von schwulem Sex ohne finanziellen Interessen zu sehen.""..

    Nöö..
    Ich sehe das aus der Sicht des gesundheitlichen Aspektes, der für alle SexarbeiterInnen gilt :

    Die eigene Gesundheit ist das größte Kapital..

    Alles andere was Du dort ansprichst hat eine "moralische" Komponente..

    Moral erschließt sich mir konzeptionell nicht, weil sie eine Erfindung der Religionen zur Bewertung des Verhaltens anderer Menschen ist..

    ""Es ist doch abwegig anzunehmen, dass Prostitution in einem vergleichbaren Umfang (!) in der Illegalität weiter betrieben würde. Höchstens 10 % der Freier würden in der Illegalität weiterpoppen""..

    Die Erhebungen der Gesundheitsämter und der DAH sagen dazu etwas anderes aus..

    Übrigens..
    Deine Diskussionspartner in den entsprechenden Foren auch, denn von denen will sich ja fast keiner dieser Verpflichtung unterwerfen, und sie suchen ständig nach Auswegen sowohl das Kondom als auch die drohende Strafe zu umgehen..
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#22 Robby69Ehemaliges Profil
  • 07.02.2015, 19:10h
  • Antwort auf #16 von joshylein
  • Tja, DENKEN hat noch keinem geschadet, Schätzchen. Statt alles ins Lächerliche zu ziehen, was Du nicht verstehst - oder nicht verstehen willst - solltest Du Dich lieber informieren. Meinen Rat an "Heiner" bzgl. Infos aus erster Hand gebe ich gerne auch an DICH weiter. Könnte Dir nicht schaden. Vorausgesetzt natürlich, unser "Herr" Joshylein fühlt sich nicht als was "besseres", sondern ist bereit mit Männern zu sprechen, die als Stricher/Escort arbeiten. Grins...
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#23 Robby69Ehemaliges Profil
  • 07.02.2015, 19:23h
  • Antwort auf #19 von Dont_talk_about
  • " (ich stelle mir Freier immer sehr unattraktiv vor, so dass ich mich von den Forumskollegen nicht sexuell angezogen fühle)."
    Sind sie aber nicht. Manche ja, aber nicht alle. Du solltest vielleicht mal Deiner "Fantasie" ein paar reale Eindrücke beisteuern.

    "Allerdings wird mir immer wieder vorgeworfen, dass ich keine Berichte beisteuere"
    Ist vielleicht auch besser, wenn Du selbst damit keine Erfahrung hast.

    "Wegen des Kondomzwangs herrscht in den Foren die pure Panik. Das Konzept der FKK-Clubs beruht ganz wesentlich auf FO. "
    Schon klar. Die Leute wollen natürlich um jeden Preis ihr unverantwortliches "Bareback" durchsetzen. An die gesundheitlichen Risiken der Prostituierten - egal ob männlich oder weiblich - denkt da keiner. Es geht denen ja nur ums EIGENE "vermeintliche" Vergnügen.

    "Übrigens reicht es für die Bestrafung, wenn der Gast im Vorgespräch von einem Lockvogel überführt wird. Der Akt muss also gar nicht vollzogen werden"
    Das hast Du falsch geschildert.
    1. gibt es kein "Vorgespräch" mit einem "Lockvogel", sondern lediglich ein "Kundengespräch" zwischen einem Kunden (für nicht Szene-Leute: Freier) und einem Stricher/Escort, in dem die Modalitäten und Wünsche des Kunden geklärt werden, 2. ist es ganz einfach so, dass die Stricher/Escorts - falls dieses Gesetz bzgl. Kondomzwang wirklich durchgeht und auch umgesetzt wird - natürlich das Recht haben, einen 'Deal' mit einem Freier abzulehnen, wenn der sich weigert, einen Gummi zu benutzen. In diesem Fall würde dann natürlich auch eine "Verfehlung" dieses betreffenden Freiers vorliegen, was eine mögliche - Betonung auf mögliche! - Bestrafung hätte. Eine sichere Strafe gäbe es nur, wenn es zwischen Freier und Stricher/Escort auch wirklich zum Sex (Blowjob oder Fick) käme - der Akt also "vollzogen werden würde" (wie Du Dich auszudrücken beliebst).
    3. ist es durchaus ab und zu mal so, dass ein Stricher/Escort mit einem Freier verhandelt, die sich aber nicht einig werden (aus welchen Gründen auch immer) und den 'Deal' bzgl. Sex dann ein anderer Stricher übernimmt. Das hat absolut nichts mit irgendwelchen "Lockvögeln" zu tun. Die Praxis der "Lockvögel" überlassen wir großzügig den homophoben Bullen. Die haben da ja inzwischen (z.B. durch die "Lockvogel"-Toiletten in unserem Land) schon jahrzehntelange Übung.
    Da brauchen wir Schwulen nicht auch noch auf solche billigen Tricks zurückgreifen, oder?!
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#24 Dont_talk_aboutProfil
  • 07.02.2015, 22:23hFrankfurt
  • Antwort auf #21 von TheDad
  • ""Das Konzept der FKK-Clubs beruht ganz wesentlich auf FO.""..

    "Wer sich so in Gefahr bringt, und mehr "Angst" vor der Strafe wegen des verweigerten Kondomes bei Sex mit einem völlig fremden Menschen hat, dem ist eh nicht mehr zu helfen.."

    @The Dad

    Beim Oralverkehr sind die Infektionrisiken ungleich verteilt. Die Forumskollegen, die sich von den CDLs ohne Kondom einen blasen lassen, gehen ein überschaubares Risiko ein, während es für die blasenden Damen durchaus gefährlich ist, vor allem wegen der großen Anzahl an Kontakten
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#25 Dont_talk_aboutProfil
  • 07.02.2015, 22:37hFrankfurt
  • Antwort auf #23 von Robby69
  • @Robby69

    Ich habe den Eindruck, dass Du einige Dinge etwas durcheinander wirfst

    1) Auch heute schon ist es jedem Sexworker m/w
    (entschudlige bitte, dass ich mich aufgrund meiner Forenerfahrung nur mit der weiblichen Variante auskenne) erlaubt, einen Gast abzulehnen und zwar unabhängig davon, ob der Gast auf das Kondom verzichten will

    2) Ich rede hier nur von FO (Oralverkehr ohne Kondom), was Clubstandard ist. Das fällt meines Wissens rein begrifflich nicht unter "Bareback".

    3) Wenn FO verboten wird, muss der Kunde vor dem Zimmern die Dame explizit fragen, ob sie es trotzdem macht (heute ist es gerade umgekehrt). Die meisten werden es machen. Wenn der Forumskollege das Gespräch jedoch mit einem polizeilichen Lockvogel führt, dann ist die Strafe zu 99 % sicher. Er ist dann überführt. Da ist dann nichts mehr mit "Aussage gegen Aussage".
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#26 TheDadProfil
#27 Dont_talk_aboutProfil
#28 TheDadProfil
  • 07.02.2015, 23:08hHannover
  • Antwort auf #25 von Dont_talk_about
  • Zu 1.. Darum geht´s gar nicht..
    Vor allem nicht bei Menschen die zur Sexarbeit gezwungen werden, das war die Anmerkung..

    Zu 2.. Das ist trotzdem eine Form von Barback, wenn es zum Abschuß kommt..
    Aus gesundheitlichen Aspekten ist das unverantwortlich..

    Zu 3 : Wieso eigentlich "vor den zimmern" ?
    Das Szenario im Zimmer und der Fuffi oben drauf ist Dir also nicht bekannt ?

    Mann, Mann..
    Es ist und bleibt gesundheitlich unverantwortlich, auch jetzt schon, und es ist egal ob es sich um Oralverkehr oder um Vaginal/Anal-Verkehr handelt..

    Das "Problem" ist die Menge der Kontakte, und im Übrigem geht es nicht allein um HIV, sondern auch um HEP, HPV, und dieverse andere Viren und Bakterien, die austauschbar von einem Kunden über den Sexarbeiter zum anderem wandern..

    Was diese "Forumskollegen" betrifft, die hier schlichtweg die Tatsachen ignorieren, und im Hinterkopf immer noch dem blödsinnigem Gedanken anhängen, HIV und AIDS beträfe sie als Hete nicht, und schon gar nicht, weil sie ja "nur" passiven "Oralverkehr" betreiben würden..

    Denen muß man schon quasi den juckenden Tripper an die Nille "wünschen", um sie eines anderen zu belehren..

    Echt unglaublich..
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#29 Dont_talk_aboutProfil
  • 07.02.2015, 23:21hFrankfurt
  • Antwort auf #28 von TheDad
  • Als schwuler Mann bin ich selber mit einer HIV-Hypochondrie aufgewachsen. Deshalb haben mich die Berichte aus den FKK-Clubs auch anfangs gekruselt (die Damen lecken, FT etc). Bei den Heten sind HIV und anderes aber einfach viel weniger verbreitet. Deshalb ist das nicht vergleichbar.
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#30 TheDadProfil
  • 08.02.2015, 01:40hHannover
  • Antwort auf #29 von Dont_talk_about
  • ""HIV-Hypochondrie""..

    Äh ?

    Hypochonder sind im allgemeinen Menschen die an sich selbst Symptome entdecken, und diese dann Krankheiten zuordnen, die sie gar nicht haben..

    Die anfängliche Hetze der Bayrischen Staatsregierung namentlich durch den Kreisverwaltungsreferenten Gauweiler, der von "Volksschädlingen" sprach, und sich anschickte die gesamte Schwule Münchener Subkultur zu zerstören, in seinem Wahn die dort "vorherrschenden Seuchenherde" müssten ausgerottet werden, ist wohl kaum als "hypochondrie" zu diffamieren..

    Die HYSTERIE dieser Jahre, ausgelöst durch die skandalöse Berichterstattung der Springer-Presse, auf deren anfahrenden Deportations-Zug auch STERN und SPIEGEL aufsprangen, die sich anmaßten mit Pseudo-Wissenschaftlichen Artikeln Licht ins Dunkel bringen zu wollen, was mehr als gründlich misslang, setzt sich bis Heute in der irrigen Annahme fort, die Infektionsrate unter Heterosexuellen sei irgendwie "geringer", weil die Referenzgruppe der Heten größer sei..

    Blödsinn..
    Die absolute Anzahl an Infizierten ist bei Heten mindestens gleich hoch..

    Dem entgegen lassen sich Heten noch seltener Testen, was die jährlich veröffentlichten Zahlen der DAH verfälscht, aber gleichzeitig eben bedeutet, das die Anzahl der unbekannt Infizierten Heten ungleich höher ist, als bei Schwulen oder Bi-Männern..

    Zu dieser Gruppe der Heten muß auch die überwiegende Zahl der IV-Drogen-gebraucher gezählt werden, die sich eben nicht über so genannten MSM infiziert haben..

    Die Verbreitung von HEP, Tripper und Schanker, mit Syphilis und vor allem HPV ist unter Heten ungleich höher..

    Die Entstehung von Eierstock-Krebs wird durch die Infektion mit HPV signifikant gefördert..
    Dieser Virus läßt sich bei Frauen die an diesem Krebs erkrankt sind zu über 98 % in den Tumoren nachweisen..

    Die Impf-Kampagnen zu HPV für junge Mädchen zeigen erste Erfolge, denn die Anzahl erkrankter Mädchen und junger Frauen bis zum 30.Lebensjahr ist bereits zurückgegangen..

    Mädchen alleine zu impfen genügt hier aber nicht, um einen "Herden-Effekt" zu erreichen, und die Verbreitung von HPV zu unterbrechen, und so gibt es bereits sei mehr als 2 Jahren die Überlegung auch alle Jungen ab dem 10. Lebensjahr gegen HPV zu impfen..

    Eine ähnliche Problematik steht uns auch im Kampf gegen HIV und AIDS bevor, denn bei Verfügbarkeit eines Impfstoffes nur die Gruppe der MSM zu impfen wird nicht genügen um die Verbreitung zu stoppen, oder real signifikant abzusenken..
    Auch eine HIV-Impfung wird sich an die Heten richten müssen, um erfolgreich die Verbreitung von HIV einzudämmen..

    Diese Negation, Heten seien ja gar nicht so stark betroffen, muß endlich durchbrochen werden, denn sie zerstört schon Heute den möglichen Erfolg einer künftigen Impf-Kampagne gegen HIV..
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#31 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.02.2015, 14:34hFrankfurt
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • @The Dad

    Danke für die Richtigstellung. Ich war HIV-Hysteriker.

    Dass Du sogar bezweifelst, dass HIV bei Schwulen sehr viel verbreiteter ist als bei Heten, ist irgendwie bezeichnend...

    Relevant sind natürlich nur die relativen Zahlen. Selbst wenn es in absoluten Zahlen 50/50 wäre (selbst das würde ich bezweifeln !), käme dies nur dadurch zustande, dass Drogenabhängige eine weitere Risikogruppe sind und da werden die Heteros natürlich in der Mehrheit sein ( Schwule und auch Männer, die regelmäßig Sex mit Männern haben, sind ja auch eine kleine Minderheit)

    Das Risiko, sich in Deutschland als heterosexueller Mann, der nicht ins Puff geht, mit HIV anzustecken ist mariginal, selbst wenn man regelmäßig Aufrisse AO poppt. Allerdings schadet es nicht, vorsorglich auch diesen Gruppen etwas Angst zu machen, weil sich die Verbreitung einer Krankheit nie vorhersehen lässt. Hinterher ist man immer schlauer
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#32 TheDadProfil
  • 08.02.2015, 15:55hHannover
  • Antwort auf #31 von Dont_talk_about
  • ""Das Risiko, sich in Deutschland als heterosexueller Mann, der nicht ins Puff geht, mit HIV anzustecken ist mariginal, selbst wenn man regelmäßig Aufrisse AO poppt.""..

    Der Denkfehler dabei :
    Es geht gar nicht um das Hetero-Ehepaar, das seit Jahren die gemeinsamen Abende lieber auf der Couch vor dem TV verbringt, oder den vermeintlich a-sexuellen Single in seiner Einraumwohnung, der nebenbei bemerkt, der häufigste Konsument von Online-Porno´s ist..

    Es geht um die Puff-Gänger..
    Vor allem um die Puff-Gänger, die sich gar nicht als solche empfinden, weil sie Sauna-Club´s und irgendwelche Swinger-Einrichtungen gar nicht mit dem Puff in Verbindung bringen, die aber trotzdem auf mehr als 12 "unbekannte" Sex-Kontakte im Jahr, oder deutlich mehr kommen..

    Es geht um die Cruiser, die regelmäßig die Straßenstrich´s abfahren, auf der Suche nach einem Kick..

    Es geht um die Heten, die sich jede Woche Mittwoch´s und Freitag´s auf die Jagd durch die typischen Aufreißer-Disco´s und Kneipen befinden, und von denen so mancher von sich behauptet, er hätte jede Woche einen anderen One-Night-Stand..

    Und diese Gruppe ist definitiv weitaus größer, als die Gruppe der Cruisenden Schwulen oder Bi-Männer, die in ihren Szenen das Gleiche machen..

    Die Testraten unter den cruisenden MSM sind relativ konstant, relativ hoch..

    Bei den Heten ist das völlig anders..

    ""Selbst wenn es in absoluten Zahlen 50/50 wäre (selbst das würde ich bezweifeln !)""..

    Da stellt sich die Frage, wieso ?

    Es gibt mindestens 10 mal mehr entsprechende Sauna-Clubs, Kneipen oder Dico´s für Heten, als für Schwule und Lesben..

    Alleine dadurch kann man schon vermuten das sich dort auch mindestens 10 mal so viele Menschen zu Kontakten treffen, und dadurch werden eben auch dort mindestens die gleiche Menge an Viren und Bakterien durch ungeschützten Sex ausgetauscht, wie in den entsprechenden Etablissements für MSM..

    Meiner Meinung nach ist der Anteil der Infizierten unter Heten mindestens gleich hoch, wenn nicht höher, weil die Gruppe einfach größer ist..

    Sie sind bloß viel weniger getestet, und damit aus epidemiologischer Sicht, die "gefährlichere" Gruppe..
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#33 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.02.2015, 18:04hFrankfurt
  • @The Dad

    "Es geht um die..., es geht um die..."

    Die Sprache erinnert doch sehr an Gauweiler, zwei Brüder im Geiste
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#34 Robby69Ehemaliges Profil
  • 08.02.2015, 18:40h
  • Antwort auf #25 von Dont_talk_about
  • "Ich habe den Eindruck, dass Du einige Dinge etwas durcheinander wirfst "
    Nein, tue ich nicht.

    " 1) Auch heute schon ist es jedem Sexworker m/w (entschudlige bitte, dass ich mich aufgrund meiner Forenerfahrung nur mit der weiblichen Variante auskenne) erlaubt, einen Gast abzulehnen und zwar unabhängig davon, ob der Gast auf das Kondom verzichten will"
    Das weiß ich durchaus, Schätzchen, das ist mir nicht neu. Und zu Deiner Information - da Du ja schreibst, dass Du Dich nur mit der "Hetero"-Seite dieses business (zumindest theoretisch) auskennst: Auch bei mann-männlicher Prostitution ist es durchaus so, dass auch bisher schon ein Stricher/Escort einen betreffenden Gast aus welchem Grund auch immer ablehnen konnte. Das habe ich Dir übrigens auch in meinem vorigen Kommentar schon geschrieben (im Abschnitt der Richtigstellung Deiner "Lockvogel"-Theorie).
    Es geht ganz einfach darum, dass Stricher/Escort - oder auch Nutten, wenn Du die Hetero-Seite vorziehst - das Recht haben, einen potentiellen Freier auch aus dem Grund abzulehnen, weil dieser Freier nur Sex ohne Gummi will.

    "Ich rede hier nur von FO (Oralverkehr ohne Kondom), was Clubstandard ist. Das fällt meines Wissens rein begrifflich nicht unter "Bareback"."
    Kommt immer auf die Auslegung, bzw. die Sexart an. Manche im Sexbusiness bezeichnen z.B. sowohl Oral-Sex als auch Anal-Sex - bei Heteros Vaginal-Sex - als "Bareback"; klassisch ist allerdings meist ein Arschfick gemeint, das ist richtig. Allerdings wird bei Gay-Sex im Prostitutionsbereich teilweise auch ein "Maulfick" drunter gerechnet. Wie gesagt: Auslegungssache.
    Wie auch immer, ich glaube nicht, dass Du beurteilen kannst, was "Clubstandard" ist, wenn Du selbst nie solche Sex-Clubs besuchst. In München z.B. gibt es sowohl im Hetero- als auch im Gay-Bereich viele Sex-Clubs, die auch vor diesem neuen Gesetz den geweiligen Nutten bzw. Strichern und Escorts ans Herz gelegt haben, Gummis zu verwenden. Sowohl bei Oral-Sex, als auch bei Vaginal-Sex im Hetero-Bereich bzw. Anal-Sex im Gay-Bereich. Soweit ich informiert bin ist das auch in anderen Städten bzw. anderen Bundesländern in den meisten Clubs - in denen die Sex-Arbeiter/innen FREIWILLIG arbeiten ebenfalls "Standard". In den Sex-Clubs, in denen vorwiegend ausländische Sex-Arbeiter/innen beschäftigt sind und dies nicht gerade so "freiwillig" passiert, ist dagegen meist der Sex (egal ob oral oder vaginal bzw. anal) OHNE Gummi "Standard".
    Ich weiß natürlich nicht, in welche Sex-Clubs Deine Foren-Diskussions-Partner gehen, da ich das von Dir angesprochene Forum nicht kenne.

    " 3) Wenn FO verboten wird, muss der Kunde vor dem Zimmern die Dame explizit fragen, ob sie es trotzdem macht (heute ist es gerade umgekehrt)."
    Nein, nicht unbedingt. Erklärung s.o..

    "Die meisten werden es machen."
    Ausländische Sexarbeiter/innen ja, da sie leider oftmals illegal in Deutschland sind und deshalb Angst haben, ihren "Chefs" in den Sex-Clubs zu widersprechen. Alle anderen, die freiwillig - im wahrsten Sinne des Wortes - in einem Sex-Club arbeiten, werden es sich sehr gut überlegen, ob sie sich auf Sex OHNE Gummi einlassen.
    Dass die überwiegende Zahl der Freier (im Hetero- wie im Gay-Bereich) natürlich am liebsten Sex "ohne" Gummi bevorzugt ist klar. Das war schon immer so und wird sich trotz HIV/AIDS leider vermutlich auch nicht ändern.

    " Wenn der Forumskollege das Gespräch jedoch mit einem polizeilichen Lockvogel führt, dann ist die Strafe zu 99 % sicher. Er ist dann überführt. Da ist dann nichts mehr mit "Aussage gegen Aussage"
    Das ist richtig. Da im Normalfall grundsätzlich die Aussage des polizeilichen Lockvogels als die "richtige und korrekte" angesehen wird - selbst, wenn dieser Polizei-Spitzel lügt.
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#35 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.02.2015, 20:25hFrankfurt
  • Antwort auf #34 von Robby69
  • @Robby69

    Offenbar scheint Dir nicht bekannt zu sein, dass in Bayern bereits seit Ewigkeiten ein Kondomverbot im P6 gilt (seit kurzen gilt selbiges auch im Saarland). So elementare Wissenslücken erschweren natürlich die Diskussion. Ich habe im Römerforum, das sich vorwiegend auf den hessischen Raum bezieht, über 300 Beiträge verfasst, kenne mich also aus.
    Ich kenne das Geschäftsmodell eines Hetero-FKK-Clubs weit besser als der durchschnittliche Besucher, der dort nur dann und wann verschämt aufschlägt und ansonsten nichts damit zu tun haben will
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#36 TheDadProfil
  • 08.02.2015, 22:45hHannover
  • Antwort auf #35 von Dont_talk_about
  • ""Offenbar scheint Dir nicht bekannt zu sein, dass in Bayern bereits seit Ewigkeiten ein Kondomverbot im P6 gilt (seit kurzen gilt selbiges auch im Saarland).""..

    Bitte WAS ?
    Ein Kondom VERBOT ?

    Wer hier über Wissenslücken verfügt muß sich noch klären, denn egal wie viel Beiträge Du auch immer verfasst hast, als angeblich Schwuler Mann der diese Clubs ja nur aus den Erzählungen anderer User kennt, weil er sie selbst nie besucht hat, bleibst Du auf ewig ein schreibender Laie..

    Das Grundproblem ist überall das Gleiche..

    Leichtsinn wird bestraft..

    Kondome schützen..

    Ich kann nicht verstehen wie man hier überhaupt antreten kann, um gesundheitsgefährdenden Praktiken im Sex-Gewerbe das Wort zu reden, und da ist es sowas von egal, ob es sich um Oral-, Anal-, oder Vaginal-Verkehr handelt..

    In dem Moment an dem sie die Kontakte arbeitsbedingt signifikant erhöhen, erhöht sich auch das Risiko für die Sex-Worker..

    Für diese Leute im Forum scheint das offensichtlich egal zu sein, und daher gelten hier meine Einwände aus den anderen Post´s uneingeschränkt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#37 Dont_talk_aboutProfil
  • 08.02.2015, 23:08hFrankfurt
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • @The Dad

    Vielen Dank für die Richtigstellung bezüglich des Kondoms. Ich muss Bayern da wohl mit einem anderen katholischen Staat verwechselt haben.

    Ich will den Leichtsinn der Forumskollegen nicht verteidigen. Viele Männer sind aber so, egal ob hetero oder schwul.
    Trotzdem hilft es nichts, dass wir uns gegen empirische Tatsachen wenden. Das Infektionsrisiko in diesen Hetero-FKK-Clubs ist vergleichsweise gering, wenn man es z.B. mit Dates bei Gayromeo vergleicht, auch wenn die Damen natürlich auf viel höhere Frequenzen kommen.

    @Robby

    Vielleicht kannst Du uns ja mal ein paar Fakten über die mannmännliche Prostitution liefern, wenn Du da so viele Leute kennst. Würde die Diskussion vielleicht versachlichen
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 KommentatorAnonym
  • 09.02.2015, 18:21h

  • Das Kondomverbot wird wie einige unkontrollierbare Gesetze erst dann relevant, wenn es zu einer Ansteckung gekommen ist. Zum einen wird sich jeder der Beteiligten nicht auf ein Einverständnis berufen können, zum anderen wird möglicherweise eine private Versicherung die Leistung verweigern (grobe Fahrlässigkeit).
  • Antworten » | Direktlink »
#39 TheDadProfil
  • 09.02.2015, 22:15hHannover
  • Antwort auf #37 von Dont_talk_about
  • ""Trotzdem hilft es nichts, dass wir uns gegen empirische Tatsachen wenden. Das Infektionsrisiko in diesen Hetero-FKK-Clubs ist vergleichsweise gering, wenn man es z.B. mit Dates bei Gayromeo vergleicht, auch wenn die Damen natürlich auf viel höhere Frequenzen kommen.""..

    Wie kommt man auf so einen Blödsinn ?

    Wenn 2 Leute in einen laufenden Fleischwolf hineingreifen fällt nur einem die Hand ab, weil der Schwul ist ?

    Unfaßbar..
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#40 TheDadProfil
#41 Dont_talk_aboutProfil
  • 09.02.2015, 23:23hFrankfurt
  • Antwort auf #38 von Kommentator
  • Ich habe noch von keinem Fall gehört, wo ein Freier gegenüber einer Prostituierten nach einer Infektion Schadensersatzforderungen erfolgreich gelten machen konnte. Das einzige, was man in den Foren machmal liest ist, dass sich ein Kollege mit Tripper oder so angesteckt hat und jetzt vor einer Dame bzw. einem FKK-Club warnt. Dies wird dann aber relativ schnell von den Moderatoren gelöscht.

    Anfangs dachte ich jedoch, dass die Damen auch deshalb keine Angestellten der Clubs sind, sondern rechtlich selbständig arbeiten, damit ein Freier, der sich mit HIV angesteckt hat, nicht gegen den Club klagen kann (wenn dann gegen die Dame, aber da wäre dann nichts zu holen). Glaube aber mittlerweile nicht mehr, dass das ein Grund ist. In den großen FKK-Clubs dürfte HIV kaum eine Rolle spielen
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#42 Robby69Ehemaliges Profil
  • 10.02.2015, 19:13h
  • Antwort auf #37 von Dont_talk_about
  • "@Robby Vielleicht kannst Du uns ja mal ein paar Fakten über die mannmännliche Prostitution liefern, wenn Du da so viele Leute kennst. Würde die Diskussion vielleicht versachlichen"
    Mach ich immer wieder mal, wenn das "Gespräch" auf das Thema mann-männliche Prostitution kommt. - Falls Du konkrete Fragen hast, kannst Du sie mir gerne stellen. Falls Dir das lieber ist natürlich auch unter meiner Mail-Adresse
    gayrainbow@outlook.de

    Viele Grüße
    Robby
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#43 Dont_talk_aboutProfil
  • 10.02.2015, 21:02hFrankfurt
  • Antwort auf #42 von Robby69
  • Mich würde halt interessieren, wo die Unterschiede zur Hetero-Prostitution liegen, wo ich mich sehr gut auskenne

    1) Gibt es auch Edel-Sexworker und wie unterscheiden sie sich von den anderen ?
    Gibt es viele, die das nebenberuflich machen ?

    2) Gibt es viel Abzocke ?

    3) Können sich die Sexworker ihre Kunden aussuchen ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#44 Robby69Ehemaliges Profil
  • 11.02.2015, 20:52h
  • Antwort auf #43 von Dont_talk_about
  • Hallo!

    "1) Gibt es auch Edel-Sexworker und wie unterscheiden sie sich von den anderen ?"
    Ja, es gibt auch "Edel-Escorts" - wenn man das so nennen möchte. Das sind Männer, die meistens eine relativ gute Bildung haben - also z.B. einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung - und die deshalb auch ziemlich zahlungskräftige Kunden haben. Viele von diesen "Edel-Escorts" arbeiten direkt für Escort-Agenturen - die gibt's übrigens auch im Hetero-Bereich - und werden z.B. von Schauspielern, Politikern etc. gebucht. Viele dieser Escort-Agenturen setzen gute Umgangsformen und eine gute Bildung bei ihren Escorts voraus. Das heißt, wenn Du z.B. keine Ausbildung oder keinen Schulabschluss hast, dann kannst Du bist auch nicht bei einer Escort-Agentur arbeiten. Diese Agenturen vermitteln die Escorts an die entsprechenden Freier, kümmern sich um die Anzeigen der Escorts in den entsprechenden Magazinen und im Internet, sorgen für einen sicheren Hin- und Rücktransport usw. Dafür kassieren diese Agenturen dann so eine Art Provision für die Vermittlung.
    Escorts, die nicht für Agenturen arbeiten, sondern "auf eigene Rechnung", schalten die Anzeigen in den entsprechenden Magazinen, Tageszeitungen oder dem Internet selbst, müssen auch selbst für die entsprechenden Hotel-Zimmer aufkommen und verdienen - durch den etwas weniger zahlungskräftigen "Kundenstamm" - auch entsprechend weniger Geld als "Edel-Escorts".
    Im Hetero-Bereich gibt es sowohl Callboys für Kundinnen, als auch Callgirls für Kunden. Auch im Hetero-Bereich gibt es natürlich auch "Edel-Callgirls" bzw. "Callboys". Die Vermittlung durch Escort-Agenturen im Heterobereich läuft ungefähr so, wie im Gay-Bereich.

    " ? Gibt es viele, die das nebenberuflich machen ?"
    Ja. Bei "Edel-Escorts" ist es so, dass diese Männer oft eigentlich ganz gut bezahlte Jobs haben, aber sich noch "nebenher" auf diese Weise was dazuverdienen. Etliche können auch direkt von ihrem Job als "Edel-Escort" leben, haben deshalb keinen "day-job", wenn man so will.
    Bei den "restlichen" Escorts ist es so, dass viele sowohl als Stricher als auch als Escort arbeiten, einfach, weil sonst die Kohle nicht zum Überleben reicht. Es muss ja Miete bezahlt werden, sie brauchen was zu Essen, Kleidung etc. Viele volljährige Stricher/Escorts leben zu zweit oder dritt in einer Wohnung, um die Miet-Kosten geringer zu halten. Andere schaffen es, sich selbst durch ihren Job als Stricher/Escort ein kleines Appartement leisten zu können. Minderjährige Stricher haben es wesentlich schwerer, da sie oft keine richtige Wohnung haben, sondern vielfach auf der Straße leben. Also z.B. in irgendwelchen leerstehenden Häusern, in denen sie "illegal" übernachten, oder in Wagons am Bahnhof. Ausländische Stricher/Escorts sind in dieser Hinsicht doppelt "besch..." dran, da Freier sie 1. oft wesentlich schlechter bezahlen, als deutsche Stricher/Escorts und 2. viele von diesen Strichern/Escorts illegal in Deutschland leben.

    " 2) Gibt es viel Abzocke ? "
    Ein ganz klares Ja. Vor allem, was ausländische Stricher/Escorts anbelangt (s.o.) Aber auch viele Freier der Kurie versuchen immer wieder Stricher/Escorts um ihr sauer verdientes Geld zu bringen. Besonders seit dem letzten Katholikentag in Regensburg lässt die Zahlungsmoral dieser "Herrschaften" sehr zu wünschen übrig, weswegen es großteils schon zu einem Boykott von "kirchlichen" Kunden kommt, bzw. die Stricher/Escorts immer noch jemanden als "Zeugen" zu dem entsprechenden 'Deal' mitnehmen, um so eine Abzocke durch diese Freier vermeiden zu können.
    Natürlich gibt es - wie in jedem anderen Beruf auch - leider auch in der Prostitution (sowohl im Hetero- als auch im Gay-Bereich) Stricher/Escorts, die ihre Freier abzocken wollen, aber das ist meines Kenntnisstandes eher selten und in diesen speziellen Fällen darauf zurückzuführen, dass diese Stricher/Escorts so wenig Geld zur Verfügung haben, dass es für sie ums nackte Überleben geht, da sie nicht wissen, woher sie die Kohle für die nächste warme Mahlzeit nehmen sollen.
    Eine andere Form der Abzocke von Prostituierten - im Gay- wie im Hetero-Bereich- ist leider auch die unschöne Tatsache, dass manche Sex-Clubs inzwischen den Freiern eine sogenannte "Geld-zurück-Garantie" gewähren. Das bedeutet, wenn ein Freier eine Nutte oder einen Stricher/Escort wie üblich im Voraus bezahlt, dann mit der Nutte oder dem Stricher/Escort Sex hat - und dann hinterher plötzlich auf den Gedanken kommt, dass er mit der "Leistung" des Strichers/Escorts oder der Nutte doch nicht so zufrieden gewesen sein könnte, dann muss ihm das Geld wieder zurückgegeben werden. Leider nutzen manche Freier diese Möglichkeit ganz gezielt aus, um sich immer wieder - trotz guter Leistung der Sex-Worker - sogenannte "Gratis-Nummern" zu ergaunern. Da die Sex-Worker für ihre "Dienstzimmer" in den betreffenden Sex-Clubs aber monatlich genauso Miete bezahlen müssen wie für eine "normale" Wohnung auch (auch wenn diese Miete für "Dienstzimmer" nicht ganz so hoch ist), machen die Sex-Worker deshalb natürlich immer wieder ein Umsatz-Minus.

    "3) Können sich die Sexworker ihre Kunden aussuchen "
    Minderjährige in der Regel nicht, da sie im Grunde genommen jeden Kunden bedienen müssen, um überhaupt durch diesen Job überleben zu können. Volljährige Stricher/Escorts können sich dagegen oft ihre Kunden aussuchen, da sie ja schon länger "im Geschäft" sind und deshalb auch einen gewissen "Kundenstamm" haben. Dies ist für die Stricher/Escorts natürlich auch ein gewisser Sicherheitsfaktor, da sie wissen, wem von ihren Kunden sie vertrauen können und wem nicht.
    Je älter die Sex-Worker werden, desto schwieriger wird es natürlich für sie auch, die Kunden zu halten - und damit auch, von dem Job leben zu können. Deshalb bieten sie ab ca. Mitte 30 auch gewisse "Extras", wie zum Beispiel Rollenspiele etc. an, um für ihre Kunden attraktiv zu bleiben.
    Im Hetero-Bereich fällt das "Umarmen" von Kunden oft noch unter den üblichen "Service", bei mann-männlicher Prostitution ist es dagegen meistens ein "Extra", genau wie das "Küssen" eines Kunden auch.

    Falls Du noch weitere Fragen hast, meld Dich einfach wieder.

    Viele Grüße
    Robby
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