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  • 07. Februar 2015 108 2 Min.

Szene aus dem Film: Seine Freundin hatte die Party bereits früh verlassen - es selbst wacht am nächsten Morgen im Bett eines anderen jungen Mannes auf (Bild: queerblick e.V.)

Mit dem Kurzfilm "Dare the gap" will die Leipziger Jugendgruppe J.u.n.g.S. dem Thema Bisexualität zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen – jetzt anschauen auf queer.de.

Eine Hausparty, Wodka, Armdrücken und noch mehr Wodka – das ist alles, woran sich der Protagonist im Kurzfilm "Dare the gap" erinnern kann. Sein Gedächtnis ist vage und lückenhaft. Was noch alles passiert ist, davon hat er keine Ahnung – zumindest zunächst. Denn alsbald ahnt er, dass da noch etwas sein könnte, was sein Leben auf den Kopf stellt.

Einzigartig ist diese Geschichte, die von der Jugendgruppe J.u.n.g.S. aus Leipzig erdacht wurde, nicht. Das Abschleppen vermeintlicher Heteros und das Entdecken der Lust am gleichen Geschlecht im Rausch sind häufige Momente in vielen schwulen Spielfilmen und Coming-out-Geschichten. Neu ist hingegen die Ebene, die die Jugendgruppe dem Ganzen hinzugefügt hat. Für sie ist es kein Kurzfilm über einen schwulen, sondern über einen bisexuellen jungen Mann.

Wage den Zwischenraum!


Dreh auf dem Balkon (Bild: queerblick e.V.)

Getreu dem Motto "Dare the gap" (Wage den Zwischenraum) bedeutet für sie das Begehren anderer Männer nicht, dass Frauen dadurch automatisch uninteressant werden. Im Gegenteil. Es gibt noch etwas zwischen Homo- und Heterosexualität.

"Wir haben uns für das Thema Bisexualität entschieden, weil dieser Form zu lieben unseres Erachtens nach viel zu wenig Aufmerksamkeit zukommt und sie zudem sogar oft unterschätzt bzw. nicht ernst genommen wird. Das nicht nur von heterosexuellen, sondern eben auch von LGBTI*-Menschen", sagt Sebastian Thiele.

Der 22-jährige Leipziger leitet die Jugendgruppe J.u.n.g.S. und hat mit fünf weiteren Mitstreitern den Kurzfilm kreiert. Er entstand im Rahmen eines Workshops des Medienprojektes queerblick e.V. unter dem Motto "Wir sind hier, wir sind queer". Der Workshop wurde von der Aktion Mensch finanziell gefördert.

"Neben dem Spaß beim Dreh, der Möglichkeit ein ganzes Wochenende gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten und sich so auch besser kennenzulernen, bietet ein Filmworkshop zudem am Ende das wunderbare Gefühl etwas geschaffen zu haben", sagt Sebastian. Er und die gesamte Jugendgruppe hoffen nun, dass sie mit ihrem Film, welcher in nur zwei Tagen erdacht, gedreht und geschnitten wurde, möglichst viele Jugendliche erreichen. (cw/pm)

Youtube | Der komplette Kurzfilm der Jugendgruppe J.u.n.g.S.
-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.02.2015, 08:48h
  • Danke für diesen wunderbaren Kurzfilm! Da haben die Produzenten gute Arbeit geleistet!
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#2 MichaelTh
  • 07.02.2015, 10:17h
  • Naja, umwerfend finde ich den kleinen Film nicht.

    Ich würde auch nie einen Besoffenen abschleppen. Erstens verbietet es der Anstand, die Situation eines "Hilflosen" auszunutzen, und zweitens hab ich keine Lust, morgens neben jemandem aufzuwachen, dem das dann peinlich sein könnte. Das geht dann gegen MEINE Würde.
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#3 RespektAnonym
  • 07.02.2015, 11:24h
  • Antwort auf #2 von MichaelTh
  • > Ich würde auch nie einen Besoffenen abschleppen. Erstens verbietet es der Anstand, die Situation eines "Hilflosen" auszunutzen, und zweitens hab ich keine Lust, morgens neben jemandem aufzuwachen, dem das dann peinlich sein könnte. Das geht dann gegen MEINE Würde.

    Dem ist nichts hinzuzufügen.
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