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Britischer Filmpreis
BAFTAs: Preis für "Pride", "Imitation Game" geht leer aus
- 09. Februar 2015 2 Min.

Benedict Cumberbatch wurde von Kritikern für seine Rolle in "The Imitation Game" hoch gelobt, musste sich aber erneut bei einem Filmpreis geschlagen geben (Bild: SquareOne Entertainment)
Während "The Imitation Game" bei den britischen Oscars leer ausging, konnte "Pride" den BAFTA für die beste Nachwuchsleistung einheimsen.
Bei dem am Sonntagabend in London verliehenen britischen Filmpreis BAFTA konnte das Biopic "The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben" trotz neun Nominierungen keinen einzigen Preis gewinnen. Die britische Komödie "Pride", die von einer Homo-Gruppe der Achtzigerjahre handelt, erhielt nach drei Nominierungen den Preis als "Outstanding Debut" von Briten. Die BAFTAs gelten als wichtigster Filmpreis außerhalb der Vereinigten Staaten.
"The Imitation Game" war für fast alle wichtigen Kategorien nominiert. In der Kategorie "bester Film" musste sich die Produktion über den schwulen Mathematiker Alan Turing dem US-Film "Boyhood" geschlagen geben. In "bester britischer Film" konnte mit "Die Entdeckung der Unendlichkeit" ein anderes Biopic den Preis gewinnen; es handelt vom Leben des theoretischen Physikers Stephen Hawking. Hawking-Darsteller Eddie Redmayne konnte auch den Preis als "bester Hauptdarsteller" gewinnen und damit Benedict Cumberbatch, der viel Kritikerlob für seine Darstellung von Alan Turing erhielt, in die Schranken verweisen.
Der erfolgreichste Film des Abends war die britisch-deutsche Filmkomödie "Grand Budapest Hotel", die bei elf Nominierungen fünf BAFTAs erhielt.
Nächster Stopp: Oscarverleihung

Der Film "Pride" wird im kommenden Monat in Deutschland auf DVD veröffentlicht
Mit dem Misserfolg in London dürften für "The Imitation Game" auch die Chancen auf Oscars geschrumpft sein. Der Film war vor einem Monat für acht Oscars nominiert worden, darunter auch in den Königskategorien "bester Film", "beste Regie" und "bester Hauptdarsteller". Bereits bei den Golden Globes hatte das Biopic wenig Glück: Trotz fünf Nominierungen war es leer ausgegangen (queer.de berichtete). Der Film "Pride" wurde bei den Oscarnominierungen nicht berücksichtigt.
Die Buchmacher geben "The Imitation Game" derzeit nur wenig Chancen, bei der Oscar-Verleihung am 22. Februar als bester Film ausgezeichnet zu werden: So bietet das irische "Paddypower" für den Sieg des Filmes für jeden Euro Einsatz 40 Euro Gewinn an. Die gleiche Quote wird für Benedict Cumberbatch in der Kategorie "bester Hauptdarsteller" genannt. (dk)
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