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Drei Beamte verhaftet
Ghana: Homophobe Ausschreitung an Schule eskaliert
- 09. Februar 2015 2 Min.

Symbolbild. Nach dem tödlichen Schuss durch die Polizei forderten Menschenrechtler eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.
Jugendliche randalierten, nachdem sie zwei Mitschüler angeblich beim Sex erwischt hatten. Als die Polizei eingriff, wurde ein Junge durch einen Schuss getötet.
In der Kleinstadt Denu in der Volta-Region Ghanas ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen, die tödlich geendet sind. Polizisten setzten Waffen ein, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen; offenbar durch einen Streifschuss wurde ein 14-jähriger Schüler tödlich am Kopf verletzt.
Medienberichten zufolge war es zu den Ausschreitungen gekommen, nachdem zwei Schüler der katholischen St. Paul's Boys Senior High School angeblich beim Sex erwischt worden waren. In Folge waren einige Schüler auf die Jungen losgegangen, später auch auf Lehrer, die diese vor Gewalt schützen wollten.
Später warfen die Schüler laut den Berichten Steine auf die herbeigerufenen Polizisten, steckten Reifen in Brand und zerstörten die Einrichtung der Schule. Dann soll die Polizei Schüsse oder Warnschüsse abgegeben haben.
Inzwischen wurden drei Polizisten festgenommen, ihnen droht eine Anklage und die Entlassung. Menschenrechtler fragten, warum keine Gummigeschosse eingesetzt wurden, und forderten eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.
Opfer beerdigt
Die High School, eine reine Jungenschule, ist derzeit geschlossen. Der getötete Schüler wurde am Montag beerdigt. Familienangehörige bezweifelten, dass er an den Ausschreitungen beteiligt war, und gaben dafür körperliche Beeinträchtigungen des Jungen an.
Einigen Medienberichten zufolge seien auch die beiden Jugendlichen, denen homosexueller Geschlechtsverkehr unterstellt wurde, verhaftet worden. Sie würden weiter verhört. Die Zuverlässigkeit dieser Medienberichte ist unklar; sie erwähnen zugleich die Strafrechtsparagrafen gegen Homosexualität und beklagen, in Schulen, Gefängnissen und einigen Sicherheitsbehören komme es immer wieder zu homosexuellen Handlungen.
Diese können in dem Land mit bis zu drei Jahren Haft verfolgt werden. 2011 sorgte ein regionaler Politiker für Empörung, der die Verhaftung aller Homosexuellen angewiesen hatte (queer.de berichtete). Aktivisten berichten, die Polizei sei eher an Schikane und Erpressung interessiert. In den letzten Jahren sei das Klima homophober geworden, auch aufgrund eines größeren Einflusses evangelikaler Kirchen (queer.de berichtete).
Rund 70 Prozent der Bevölkerung Ghanas ist christlich, 28 Prozent gehören einer Pfingstkirche an. Rund 18 Prozent sind muslimisch. (nb)















Boko Haram hat im Norden Kameruns und in Nordostnigeria zahlreiche Ortschaften zerstört, Menschen umgebracht und vor allem Frauen und Kinder verschleppt. Die Organisation will einen islamischen Gottesstaat errichten.
Für den Militäreinsatz setzt Mahama auf afrikanische Truppen, die aus Deutschland und Europa unterstützt würden. Wir brauchen Unterstützung bei der Finanzierung, der Ausrüstung und beim Transport der Soldaten, sagte er. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Nordnigeria bald europäische Soldatenstiefel marschieren.
www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/ghana-bittet-um-e
uropas-hilfe-gegen-boko-haram-13381937.html