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  • 09. Februar 2015 18 2 Min.

Symbolbild. Nach dem tödlichen Schuss durch die Polizei forderten Menschenrechtler eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Jugendliche randalierten, nachdem sie zwei Mitschüler angeblich beim Sex erwischt hatten. Als die Polizei eingriff, wurde ein Junge durch einen Schuss getötet.

In der Kleinstadt Denu in der Volta-Region Ghanas ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen, die tödlich geendet sind. Polizisten setzten Waffen ein, um die Situation unter Kontrolle zu bekommen; offenbar durch einen Streifschuss wurde ein 14-jähriger Schüler tödlich am Kopf verletzt.

Medienberichten zufolge war es zu den Ausschreitungen gekommen, nachdem zwei Schüler der katholischen St. Paul's Boys Senior High School angeblich beim Sex erwischt worden waren. In Folge waren einige Schüler auf die Jungen losgegangen, später auch auf Lehrer, die diese vor Gewalt schützen wollten.

Später warfen die Schüler laut den Berichten Steine auf die herbeigerufenen Polizisten, steckten Reifen in Brand und zerstörten die Einrichtung der Schule. Dann soll die Polizei Schüsse oder Warnschüsse abgegeben haben.

Inzwischen wurden drei Polizisten festgenommen, ihnen droht eine Anklage und die Entlassung. Menschenrechtler fragten, warum keine Gummigeschosse eingesetzt wurden, und forderten eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Opfer beerdigt

Die High School, eine reine Jungenschule, ist derzeit geschlossen. Der getötete Schüler wurde am Montag beerdigt. Familienangehörige bezweifelten, dass er an den Ausschreitungen beteiligt war, und gaben dafür körperliche Beeinträchtigungen des Jungen an.

Einigen Medienberichten zufolge seien auch die beiden Jugendlichen, denen homosexueller Geschlechtsverkehr unterstellt wurde, verhaftet worden. Sie würden weiter verhört. Die Zuverlässigkeit dieser Medienberichte ist unklar; sie erwähnen zugleich die Strafrechtsparagrafen gegen Homosexualität und beklagen, in Schulen, Gefängnissen und einigen Sicherheitsbehören komme es immer wieder zu homosexuellen Handlungen.

Diese können in dem Land mit bis zu drei Jahren Haft verfolgt werden. 2011 sorgte ein regionaler Politiker für Empörung, der die Verhaftung aller Homosexuellen angewiesen hatte (queer.de berichtete). Aktivisten berichten, die Polizei sei eher an Schikane und Erpressung interessiert. In den letzten Jahren sei das Klima homophober geworden, auch aufgrund eines größeren Einflusses evangelikaler Kirchen (queer.de berichtete).

Rund 70 Prozent der Bevölkerung Ghanas ist christlich, 28 Prozent gehören einer Pfingstkirche an. Rund 18 Prozent sind muslimisch. (nb)

#1 crISIS in africaAnonym
  • 09.02.2015, 21:29h
  • Ghana bittet um europäische Hilfe gegen Boko Haram

    Boko Haram hat im Norden Kameruns und in Nordostnigeria zahlreiche Ortschaften zerstört, Menschen umgebracht und vor allem Frauen und Kinder verschleppt. Die Organisation will einen islamischen Gottesstaat errichten.
    Für den Militäreinsatz setzt Mahama auf afrikanische Truppen, die aus Deutschland und Europa unterstützt würden. Wir brauchen Unterstützung bei der Finanzierung, der Ausrüstung und beim Transport der Soldaten, sagte er. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Nordnigeria bald europäische Soldatenstiefel marschieren.

    www.faz.net/aktuell/politik/ausland/afrika/ghana-bittet-um-e
    uropas-hilfe-gegen-boko-haram-13381937.html
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#2 Christian KnuthAnonym
  • 09.02.2015, 21:44h

  • Wir sollten "die Christen" in Deutschland aufrufen, gemeinsam gegen diese Gewalt auf die Straße zu gehen und ich erwarte eine Distanzierung durch die Kirchen! *ironieoff*
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#3 NickAnonym
  • 09.02.2015, 22:02h

  • Ganz ehrlich, wenn ich Polizist wäre, hätte ich auch keine Lust mich gegen extrem gewalttätige Jugendliche zu wehren.
    Die haben zuvor sogar die Lehrer angegriffen, welche sich nicht wehren konnten und dann kam die Polizei als letzter Ausweg. Diese hätten allerdings ihre Schusswaffen nicht einsetzen dürfen.

    Traurig, dass die Menschenrechtsorganisation kein Wort über die grasierende Homophobie verloren hat.
    Immerhin droht den zwei schwulen Jungs, die angegriffen wurden, jetzt eine Strafe wegen Homosexualität, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Um den toten Jugendlichen tut es mir ehrlich gesagt nur leid, wenn er sich wirklich nicht an der Gewalt gegen die schwulen Jungs beteiligt hat.
    Das hört sich hart an, aber an dem übermäßlichen Leid das homosexuelle Jugendliche in den meisten Teilen der Welt durchmachen müssen, selbst bei uns spricht man von sehr hohen Suizidraten, denke ich als erstes an die beiden schwulen Jungs.
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