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  • 11. Februar 2015 23 3 Min.

Barack Obama hat angeblich nur aus politische Erwägungen die Ehe-Öffnung abgelehnt

Der US-Präsident hat jahrelang gelogen, als er die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht ablehnte. Das behauptet Obamas früherer Spin-Doctor.

David Axelrod, ein früherer Berater des US-Präsidenten Barack Obama, gibt in seinen am Dienstag erschienenen Memoiren an, dass dieser während des Präsidentschaftswahlkampfs 2007/08 seine homofreundliche Haltung verschleiert habe, um keine religiösen afro-amerikanische Wähler zu verprellen.

Der 1955 geborene Axelrod war bis 2011 einer von Obamas Chef-Beratern. In "Believer: My Forty Years in Politics" behauptet er, der damalige Senator aus Illinois habe ihm vor rund acht Jahren im Wahlkampf gesagt, dass er die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht nie abgelehnt habe. Damals sprach sich Obama aber in der Öffentlichkeit für die Ehe als Verbindung von Mann und Frau aus, da diese "eine heilige Union" sei, und stellte Homosexuellen nur Eingetragene Lebenspartnerschaften in Aussicht. Diese Position war zu dieser Zeit Mainstream in der Führungsriege der Demokratischen Partei und wurde auch von Obamas schärfster Konkurrentin Hillary Clinton geteilt (queer.de berichtete).

Axelrod beschreibt in dem Buch eine Szene, in der Obama bei einer Veranstaltung die Gleichbehandlung abgelehnt hatte, ihm aber später vertraulich gesagt habe: "Ich bin nicht gut im Scheiße erzählen." Laut dem Buch habe sich Obama "mit dem Kompromiss nie anfreunden können". Er sei immer über die Frage "gestolpert", wenn sie in Debatten aufgekommen sei.

Dabei war Obama in den Neunzigerjahren schon weiter gewesen: Als Kandidat für den Senat von Illinois hatte er sich 1996 in einem Fragebogen für die Ehe-Öffnung ausgesprochen, wollte später aber nichts mehr von dieser Position wissen. Erst 2012 hat er sich ein halbes Jahr vor seiner Wiederwahl als Unterstützer der Gleichstellung geoutet (queer.de berichtete). Zu diesem Zeitpunkt hat sich – anders als 2007/08 – eine Mehrheit der Amerikaner für die Gleichstellung ausgesprochen.

Angst vor "schwarzer Kirche"


David Axelrod war Berater unter den Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama (Bild: Veni / flickr / by 2.0)

Grund für die öffentliche Haltung Obamas sei die Kirche gewesen, schreibt der Ex-Berater: "Die Ablehnung der gleich­geschlechtlichen Ehe war besonders stark in der schwarzen Kirche vertreten, und da er für ein höheres Amt angetreten ist, hat er widerwillig den Rat von Pragmatikern wie mir befolgt und seine Position geändert".

Schwarze Amerikaner, die überdurchschnittlich religiös sind und zu mehr als 90 Prozent Obama gewählt haben, waren in der Vergangenheit zu einem weit größeren Anteil gegen die Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben als der Bevölkerungsdurchschnitt. Obamas Eintreten für die Ehe-Öffnung führte aber in dieser Gruppe zum Teil zu einem Umdenken: So zeigten Umfragen, dass viele schwarze Amerikaner ihre Meinung zum Thema schnell änderten, nachdem sich Obama auf die Seite der Ehe-Befürworter geschlagen hatte (queer.de berichtete).

Im Buch gibt es eine Reihe weiterer Enthüllungen. So habe Obama 2007 bei einem Treffen mit Apple-Gründer Steve Jobs vorausgesagt, dass das iPhone sehr erfolgreich werde. Außerdem soll der US-Präsident genervt sein von seinem Vizepräsidenten Joe Biden, weil der frühere Senator aus Delaware zu viel rede. (dk)

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-w-

#1 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 11.02.2015, 13:48h
  • Ein tolles Argument für die sexuelle Umerziehung der Gesellschaft.
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#2 5ih33Anonym
  • 11.02.2015, 14:02h
  • Obama war ja auch schon als Regionalpolitiker in Illinois laut einem Dokument mit seiner Unterschrift für die Öffnung der Ehe.

    Er war jedoch zu feige um seine Überzeugung auch als Präsident 2008 durchzusetzen.
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#3 MonicaAnonym
  • 11.02.2015, 14:10h
  • und was sind Worte eines offensichtlichen Lügners überhaupt wert???
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