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  • 17. Februar 2015 15 2 Min.


Tim Cook ist seit 2011 Chef der Mega-Konzerns Apple, dem derzeit profitabelsten Unternehmen der Welt

Der Apple-Chef liest Präsident Obama die Leviten: Der schwule CEO fordert die amerikanische Regierung auf, endlich mehr für den Datenschutz im Internet zu tun.

Am Freitag hat Apple-Chef Tim Cook bei einer Konferenz über Cybersecurity in Palo Alto (Kalifornien) erklärt, dass die Einschränkung der Online-Privatsphäre für Schwule und Lesben eine Frage von "Leben und Tod" sein könne. Cook hatte sich erst im Oktober letzten Jahres als schwul geoutet (queer.de berichtete).

Der in Alabama aufgewachsene 54-Jährige erklärte:

Die Geschichte hat uns gezeigt, dass es schlimme Konsequenzen haben kann, wenn wir unser Recht auf Privatsphäre opfern. Wir leben immer noch in einer Welt, in der nicht jeder gleichbehandelt wird. Viele Menschen fühlen sich nicht frei, ihre Religion auszuüben, ihre Meinung zu sagen oder die Person zu lieben, die sie sich aussuchen. [Betont:] Oder die Person zu lieben, die sie sich aussuchen. In der Welt können diese Daten den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Wenn diejenigen von uns, die Verantwortung tragen, nicht alles in ihrer Macht tun, um das Recht auf Privatsphäre zu sichern, dann riskieren wir, etwas sehr viel Wichtigeres als Geld zu verlieren – nämlich unsere Art zu leben.

Für seine Firma versprach er, die Daten so gut zu schützen, wie es möglich ist.

Hier ein Video mit diesem Segment seiner Rede:

Cook ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender von Apple. Er hat den Kurs des 1976 gegründeten Unternehmens als eine der LGBT-freundlichsten Firmen in den USA beibehalten. Im Corporate Equality Index der LGBT-Organisation Human Rights Campaign erhält die Firma seit Jahren die Wertung "100 Prozent". Es gibt aber seit Jahren auch Kritik an dem Konzern, weil insbesondere bei chinesischen Zulieferfirmen katastrophale Arbeitsbedingungen herrschen.

Im letzten Monat meldete die Firma einen Rekordgewinn: Im vierten Quartal 2014 hat Apple demnach satte 18 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht – und damit mehr als jedes andere Unternehmen zuvor. (dk)

-w-

#1 wiking77
  • 17.02.2015, 16:00h
  • Datenschutz ist grundsätzlich sehr wichtig, unabhängig von sexueller Orientierung.

    Aber nicht nur der Staat und die im Internet Verantwortlichen sind gefordert sondern auch die Konsumenten.

    Was ich durchaus problematisch finde ist, wieviel Daten z. B. auch im elektronischen schwulen Einwohnermeldeamt GR zu finden sind.

    So wichtig die Institution der Lebenspartnerschaft auch sein mag, für viele Schwule, so problematisch halte ich es im Hinblick auf den Datenschutz. Wir glauben ja, dass alles was Schwulenrechte angeht erkämpft und "ewig" Bestand haben wird. Diese Einstellung ist aber auch eine Gefahr. Wenn man eine Lebenpartnerschaft schliesst und diese registriert wird, kann das dann gefährlich werden, wenn die politische Großwetterlage sich wieder zu Ungunsten von Schwulen dreht. Da können solche eLP in den Händen von Schwulenhassern wieder "wertvoll" sein um "rosa" Listen zu erstellen. Es ist längst nicht alles in "trockenen Tüchern". Nur mal so, als weiteren Aspekt hins. Datenschutz.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.02.2015, 16:39h
  • Die Forderung ist berechtigt. Auch in Deutschland muß noch viel für den Datenschutz getan werden, seit nun auch noch bei SmartTVs der Feind bei den Sprachaufzeichnungen "mithören" kann!
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#3 FinnAnonym
  • 17.02.2015, 20:18h
  • Auch wenn ich Apples Geschäftsgebaren in vielen Bereichen nicht gutheißen kann, aber da hat Herr Cook Recht.
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