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Ausnahmegenehmigung
Erste gleichgeschlechtliche Hochzeit in Texas
- 20. Februar 2015 2 Min.

Sarah Goodfriend and Suzanne Bryant präsentieren stolz ihren Eheschein
Ein lesbisches Paar durfte in Texas heiraten, weil eine der Frauen schwer krank ist. Der Justizminister hat aber angekündigt, gegen die Anerkennung dieser Ehe zu kämpfen.
Am Donnerstag hat erstmals ein gleichgeschlechtliches Paar in Texas legal geheiratet. Sarah Goodfriend und Suzanne Bryant gaben sich in Austin das Ja-Wort. Die Frauen, die seit 30 Jahren zusammen sind, hatten zuvor einen Gerichtsentscheid aus medizinischen Gründen erwirkt, weil bei Goodfriend Eierstockkrebs diagnostiziert worden war. "Unsere Zukunft ist ungewiss. Für uns war es jetzt einfach an der Zeit", erklärte Goodfriend gegenüber lokalen Medien.
Erst am Dienstag hatte ein texanischer Bezirksrichter das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben für verfassungswidrig erklärt (queer.de berichtete). Allerdings hält die texanische Regierung am Status quo fest. Sie argumentiert, dass sich Richter mit ihren Entscheidungen für die Gleichstellung über den Willen der texanischen Bevölkerung hinwegsetzen. Dabei wird auf einem Volksentscheid aus dem Jahr 2005 verwiesen, in dem sich 76 Prozent der Wähler für ein Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen hatten (queer.de berichtete).
Der texanische Justizminister Ken Paxton hat nach der Eheschließung angekündigt, er suche nach Wegen, den Trauschein des lesbischen Paares für ungültig zu erklären. Genauere Details nannte er aber nicht.
Texanischer Supreme Court verbietet weitere gleichgeschlechtliche Ehen
Weitere Ehe-Schließungen sind vorerst nicht möglich: Der Oberste Gerichtshof von Texas hat wenige Stunden nach der Hochzeit von Goodfriend und Bryant generell die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen untersagt. Diese Anordnung betrifft allerdings nur zukünftige Eheschließungen.
Bislang haben 37 der 50 US-Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. Meist wurde das von Bundesgerichten erzwungen, zuletzt in Alabama (queer.de berichtete). In diesem äußerst konservativen Bundesstaat gibt es nach wie großen Widerstand gegen die Gleichbehandlung. So schlug Glenn Mordock, ein Richter am höchsten Gerichtshof von Alabama, sogar vor, alle Eheschließungen zu verbieten, damit Standesbeamte keine Homo-Paare trauen müssen.
In wenigen Monaten könnte der Widerstand enden: Der Oberste Gerichtshof in Washington hat angekündigt, im Sommer eine Grundsatzentscheidung zur Frage der Gleichbehandlung im Ehe-Recht zu fällen (queer.de berichtete). (dk)















Homophobie tötet. Sie hat auch keinen Respekt vor dem Leben und lebenslanger Liebe.