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  • 23. Februar 2015 26 2 Min.

Tzipi Livni mischt seit Jahren in der israelischen Politik mit und war bereits wiederholt Ministerin in wechselnden Koalitionsregierungen.

Die israelische Spitzenpolitikerin Tzipi Livni hat am Samstag während einer Homo-Party in Tel Aviv für ihr Parteienbündnis geworben.

Livni, die von 2006 bis 2009 israelische Außenministerin war, ist die Vorsitzende der liberalen Partei Hatnuah, die bei den Wahlen am 17. März in einem Block mit der sozialdemokratischen Arbeitspartei antritt. Sollte das Bündnis die nächste Regierung anführen, ist vereinbart, dass Livni und Arbeitspartei-Chef Jitzchak Herzog im Wechsel das Amt des Premierministers übernehmen werden.

Bei ihrem Auftritt bei der Party "Dreck" im Tanzclub Oman 17 sagte Livni, sie werde sich dafür einsetzen, dass Schwule und Lesben in Israel heiraten dürfen. Es gebe bei einem Wahlsieg die Chance, "die Zeit der Dunkelheit, des Rassismus und der Diskriminierung zu beenden und eine Zeit des Lichts, der Liebe und der Gleich­behandlung zu beginnen". Livni wirbt bereits seit 2013 im Parlament für die Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht.

In Israel sind derzeit nur religiöse Eheschließungen möglich. Dadurch haben homo­sexuelle Paare, Paare mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit oder Nichtgläubige praktisch keine Chance, im Land eine Ehe zu schließen. Im Ausland geschlossene Ehen werden dagegen anerkannt, seit 2006 auch gleich­geschlechtliche Ehen.

Umfragen zufolge liefern sich das liberal-sozialdemokratische Parteienbündnis und der regierende Likud-Block mit je 25 Prozent der Stimmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für eine Regierungsbildung sind in Israel stets Koalitionen notwendig. (dk)

Youtube | Der Wahlkampfauftritt von Tzipi Livni am Samstag
-w-

#1 Pelayo
  • 23.02.2015, 17:38hBerlin
  • Ein weiteres Beispiel dafür, dass Israel das schwulenpolitisch liberalste Land des Nahen Ostens ist.
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#2 wiking77
  • 23.02.2015, 18:04h
  • Antwort auf #1 von Pelayo
  • da Stimme ich Dir zu! In anderen Ländern dieser Region wäre das unvorstellbar, ebenso wie ein CSD, wie er in Jerusalem stattfindet. Ich bin froh, dass es im Nahen Osten wenigsten ein Land gibt, das kultiviert, zivilisiert und liberal ist, nämlich Israel. Nicht, dass die nicht auch ihre Probleme hätten mit den orthodoxen und ultraorthodoxen Religiösen, aber die lebensfreudige und lebenshungrige israelische Jugend macht das wieder wett, was ein paar Fanatiker ändern wollen. Ganz im Gegenzug zu vielen Nachbarländer, wo die Jugend religiös zugenagelt und verhetzt ist.
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#3 goddamn liberalAnonym